LG 55EM9600 im Hands-on: der vielleicht beste Fernseher aller Zeiten – für 10.000 Dollar

Bildqualität

Das Bild des LG 55EM9600 ist absolut bombastisch. Leider waren wir beim Bildmaterial auf das beschränkt, was LG auf dem Fernseher laufen ließ – und das waren in erster Linie extrem farbenfrohe und knallige Bilder. Dennoch: Derart lebendige und intensive Farben haben wir auf einem Fernseher noch nie gesehen.

Perfekte Kontraste: Was schwarz sein soll, ist beim 55EM9600 auch tatsächlich schwarz.
Perfekte Kontraste: Was schwarz sein soll, ist beim 55EM9600 auch tatsächlich schwarz.

LG setzt beim 55EM9600 auf passives 3D. Das bedeutet, dass vor jeweils einer Hälfte der Pixel ein anderer Polfilter angebracht ist, und die Brille für beide Augen einen entsprechend anderen Polfilter in den Gläsern mitbringt. Das hat in der Praxis den Vorteil, dass die Brillen leichter und kleiner sind und im Gegensatz zu Shutterbrillen nicht flimmern. Im Gegenzug halbiert sich jedoch im 3D-Modus die Auflösung.

Das einzige, was es von der 3D-Funktion bislang zu sehen gab, waren neue Brillen. Wie viele sich davon im Lieferumfang mit dem neuen Fernseher befinden, ist noch nicht bekannt. Fest steht lediglich, dass sie zu den schicksten 3D-Brillen gehören, die wir bislang gesehen haben – und glatt als modische Sonnenbrille durchgehen könnten.

So sieht die neue 3D-Brille von LG aus.
So sieht die neue 3D-Brille von LG aus.

Her mit dem Ding – wo muss ich unterschreiben?

Einen genauen Termin für den Marktstart gibt es noch nicht, der Fernseher soll jedoch noch im Laufe des zweiten Jahreshälfte im Handel erhältlich sein. Im nächsten Jahr sollen dann auch andere Größen folgen. Allerdings wird man sich bei der Bilddiagonale zunächst nach oben orientieren und das Highend-Segment bearbeiten. Auf einen „günstigen“ 32-Zöller wird man bei LG also noch etwas warten müssen.

Ein LG-Mitarbeiter versprach, dass der 55EM9600 der erste großformatige OLED-Fernseher auf dem Markt sein werde. Nur zur Erinnerung: Samsung arbeitet ebenfalls an einem OLED-TV im 55-Zoll-Format, der ebenfalls noch dieses Jahr in den Regalen stehen soll. Möglicherweise darf man also bei LG auf das dritte Quartal hoffen.

Ebensowenig wie einen Marktstart gibt es bislang eine offizielle Angabe bezüglich der Anschaffungskosten. Dass der OLED-TV kein Schnäppchen wird, dürfte selbstverständlich sein. Doch bei Preisangaben von etwa 10.000 Dollar, die durchs Internet geistern, müssen auch gut betuchte Heimkino-Freaks erstmal schlucken. Samsungs Super-OLED-TV 55ES9500 soll übrigens für rund 9000 Dollar in den Handel kommen.

Ausblick

In puncto Design und Bildqualität Leistung setzt der LG 55EM9600 Maßstäbe. Leider lässt sich das Gleiche auch über den Preis sagen. Wer sich heute schon ein Stück Zukunft ins Heimkino stellen möchte, der muss eben entsprechend dafür bezahlen. Für alle anderen heißt es: abwarten. Denn Won Kim zufolge, VP of OLED Sales and Marketing bei LG, sollen OLED-Panels bis 2016 weniger kosten als ihre LCD-Konkurrenten.

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