Leider sind die Slots mit den benutzerspezifischen Einstellungen nicht so leicht zu erreichen wie bei den meisten Rivalen. Sie haben keinen Platz auf dem recht übersichtlich gehalteten Moduswahlschalter auf der linken Oberseite des Gehäuses bekommen, sondern sind als MySet1 bis MySet4 in den Untiefen der Menüs versteckt. Immerhin lässt sich der Zugriff auf die vorprogrammierten Einstellungen auf eine der Funktionstasten legen. Wirklich praktisch ist das aber auch nicht – die Konkurrenz kann das größtenteils besser.

Auf der anderen Seite hat die Olympus OM-D E-M5 ein paar einzigartige Features zu bieten. So ist es beispielsweise möglich, die Tiefen und Lichter der Tonwertkurve auf die Schnelle im Sucher anzupassen. Die Idee gefällt uns gut, allerdings ist es ein ganz schönes Gefrickel, mit den kleinen Tasten und dem mäßig großen Sucher hier an den Einstellungen zu drehen – und dann auch noch richtig zu liegen. Hier wäre es uns lieber gewesen, man könnte Presets zum späteren Abrufen abspeichern.

Unser größtes Problem am Design sind die Tasten: Viele davon sind zu klein oder zu schwammig - oder beides.
Unser größtes Problem am Design sind die Tasten: Viele davon sind zu klein oder zu schwammig – oder beides.

Praktischer ist da schon die Möglichkeit, viele Parameter fein anzupassen. Für die drei Belichtungsmessmethoden bietet die E-M5 beispielsweise feine Belichtungskorrekturen nach oben oder unten an. Für das Histogramm lassen sich Ober- und Untergrenze festlegen, und auch die Belichtungsmessmethode, auf die der AE-Belichtungsspeicher zurückgreift, ist anpassbar. Wer in geschlossenen Räumen stimmungsvollere Fotos schießen möchte, darf sich über einen korrigierbaren Weißabgleich freuen, der sich beispielsweise etwas mehr ins Warme drücken lässt. Außerdem gibt es für das Display unzählige Anpassungsmöglichkeiten – so sieht der Nutzer nur jene Informationen, die er wirklich braucht.

Apropos Display: Der Bildschirm der Kamera ist berührungsempfindlich. Auf ein vollwertiges Touchscreen-Menü hat Olympus aber dennoch bewusst verzichtet. Das Panel dient eher als sinnvolle Ergänzung für jene Features, die sich mit gewöhnlichen, mechanischen Bedienelementen nur umständlich realisieren lassen. So fokussiert ein Fingertipp auf die Anzeige an die entsprechende Stelle und fängt auf Wunsch auch gleich das Bild mit ein. Außerdem gibt’s das von iPhone & Co. bekannte Durchwischen durch die Bilder mit dem Finger. Nur die Spot-Belichtungsmessung lässt sich nicht per Fingerzeig verstellen.

Ein integriertes WLAN-Modul wie die Samsung NX20 bietet die Olympus OM-D E-M5 leider nicht. Wer sich drahtlos verbinden möchte, kann aber den optional erhältlichen PenPal-Bluetooth-Adapter nutzen. Eine vollständige Liste aller Funktionen gibt es im Handbuch auf der Webseite des Herstellers.


Die Olympus OM-D E-M5 ist für eine spiegellose Systemkamera zwar recht sperrig, aber immer noch deutlich kleiner als ihre DSLR-Schwestern (zum Vergrößern klicken).

Das neue 12-bis-50-Millimeter-Kitobjektiv passt sehr gut zur Olympus E-M5. Es ist zwar nicht so kompakt wie die ältere 14-bis-42-Millimeter-Linse, hat dafür aber deutlich mehr zu bieten. Nennenswert wären die Makrofunktion, der geräuschlose elektronische Zoom für die Videoaufnahme und die wetterfeste Kontruktion. Außerdem bietet die sehr solide verarbeitete Optik einen flexiblen Brennweitenbereich von 24 bis 100 Millimetern im Kleinbildäquivalent. Auf der Gegenseite ist sie weder das schärfste noch das lichtstärkste Objektiv – aber dafür wären wohl bessere Beschichtungen und eine aufwändigere Konstruktion erforderlich, die den Preis deutlich nach oben treiben würden.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Olympus OM-D EM-5 im Test: wetterfeste Vollgas-Systemkamera mit JPEG-Problemen

  • Am 8. Juni 2012 um 06:57 von ralf purkart

    olympus om-d-e-m5
    ihr test der olympus om-d-e-m5 … lol

    für wie blöd oder blind halten sie ihre leser / Innen …
    habe soeben auf

    http://www.dpreview.com/reviews/olympusem5/19

    den jpg( 200)`vergleich zwischen olympus… nikkon d800
    sony alpha nex-7 samsung nx200 am schirm LG s900

    und egal wohin ich auf dem testbild den vergleich ansehe …
    die mit abstand beste bild`qualität bringt die olympus om-d-e-m5

    ja… was nun ? info dazu wäre nett – oder ?

    m v v – ralf purkart

  • Am 8. Juni 2012 um 07:08 von ralf purkart

    Canon EOS 5D Mark III … oder die orgie in lila statt blau ! huijh
    habe soeben gegen ihren test`sieger / lol

    anstatt der sony alpha nex-7 eingeblendet – jetzt ist bereits peinlich … dass blau der uhr … violett verfärbt… unscharf… usw. usf… dass soll ein testsieger sein – einfach lächerlich …

    m v v – ralf purkart

    ps… wieviel zahlt canon für diese getürkte PR ? …

  • Am 20. Januar 2013 um 20:11 von Andreas

    jpg-Probleme?

    Die haben wohl eher immer die anderen; nikon mit seinen gelebn Gesichtern zum Beispiel. Jeder, der etwas Ahnung hat weiß, dass Olympus die besten JPGs liefert. Und die OM-D ganz besonders.

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