Samsung NX20 im Test: gelungene Kompakt-Systemkamera für Anspruchsvolle

von Stefan Möllenhoff am , 18:41 Uhr

Pro
  • gelungenes Design
  • ausgezeichnete Fotoqualität
  • solide Auswahl an Objektiven
  • gute Ausstattung
Con
  • sehr träge beim Wegspeichern der Fotos
  • Suboptimale JPEG-Entwicklung
Hersteller: Samsung Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,9 von 10 Punkte
Fazit:

Mit der NX20 schickt Samsung einen soliden Allrounder ins Rennen, der in Sachen Bildqualität und Ausstattung überzeugt. Der Serienbildmodus ist zwar sehr schnell unterwegs, doch leider nervt die Kamera immer wieder mit langen Speicherzeiten der Bilder.

Langsam, aber sicher verschwinden die Spiegelreflexkameras – Canon, Nikon und Pentax sind die einzigen Hersteller, die derzeit noch aktiv echte DSLRs für Einsteiger bauen. Sony ist inzwischen auf teildurchlässige Spiegel umgestiegen, die nicht mehr durch die Gegend klappen, und die restlichen Kamera-Schmieden setzen auf spiegellose Systemkameras, so auch Samsung. Wir hatten die Gelegenheit, das neue Flaggschiff der Koreaner, die NX20, bereits ausführlich zu testen.

Die Samsung [1] NX20 tritt die Nachfolge der NX11 an, die noch mit dem inzwischen vier Jahre alten 14,6-Megapixel-Bildsensor der Samsung GX20 ausgeliefert wurde. Im Nachfolger kommt der 20-Megapixel-Sensor zum Einsatz, den wir bereits aus der NX200 kennen – und der uns dort bereits in Sachen Bildqualität positiv überrascht hat. Der hohen Auflösung zum Trotz knackt Samsung jedoch nicht den Pixel-Rekord: Der gehört Sony [2] und dem 24-Megapixel-Chip in der NEX-7. Ob so viele Bildpunkte auf einem APS-C-Sensor überhaupt Sinn ergeben, ist allerdings fraglich.

Dafür sichert sich die NX20 eine andere Bestmarke: Sie ist nämlich die allererste Systemkamera mit integriertem WLAN-Modul. So ist es möglich, Aufnahmen ohne Umweg über den Computer auf diverse Plattformen hochzuladen oder per E-Mail zu verschicken. Mit der entsprechenden App ausgestattet, dient außerdem auch das Smartphone [3] als Sucher und Fernauslöser für die Kamera. Aber dazu später mehr.

Design

Auf den ersten Blick sieht die Samsung NX20 ihrer Vorgängerin NX11 sehr ähnlich. Das Gehäuse wirkt wie das einer ultrakompakten Spiegelreflexkamera und differenziert sich damit deutlich von der NX200, die eher in die Kompaktkamera-Schublade fällt. Das Chassis ist zwar aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber dennoch erfreulich solide. Der überarbeitete Handgriff auf der rechten Seite bietet mehr Halt als bei der NX11 und ist dank einer gummierten Beschichtung recht griffig. Gegenüber sorgt eine ebenfalls gummierte Mulde für den Daumen für zusätzliche Sicherheit beim Knipsen.

Auf der Rückseite des Gehäuses dominiert das 3,0 Zoll große OLED-Display, das 640 mal 480 Pixel (614.400 Bildpunkte, PenTile-Matrix) auflöst und nun dreh- und schwenkbar aufgehängt ist. Der flexible Bildschirm ist bei Aufnahmen über Kopf und aus der Hüfte sowie bei Selbstportraits eine große Hilfe. Die OLED-Technologie gewährleistet, dass die Anzeige auch bei intensivem Sonnenschein gut ablesbar ist. Zudem sorgt sie für nahezu unbegrenzte Blickwinkel und knackige Kontraste. Im Vergleich zum PC-Monitor wirkt das Display allerdings schon fast zu farbintensiv.

Der OLED-Bildschirm der NX20 ist dreh- und schwenkbar aufgehängt. [4]
Der OLED-Bildschirm der NX20 ist dreh- und schwenkbar aufgehängt.

Nachdem die Samsung NX20 keinen Spiegelkasten besitzt, befindet sich oberhalb des Bildschirms kein optischer, sondern ein elektronischer Sucher – sprich: ein kleines Display. Die hinter dem Okular verbaute Anzeige löst ebenfalls 640 mal 480 Pixel auf. Nachdem es sich nicht um eine OLED-Anzeige mit zwei Subpixeln pro Bildpunkt, sondern um ein klassisches RGB-LC-Display handelt, setzen sich die Pixel aus insgesamt 921.000 Subpixeln zusammen. Der elektronische Sucher ist hell und vernünftig dimensioniert, erreicht aber bei weitem nicht den Standard der Sony NEX-7. Links am elektronischen Sucher befindet sich ein Einstellrädchen für die Dioptrienkorrektur.

Auf der Oberseite des Handgriffs sitzt der Auslöser. Er ist von einem etwas schwergängigen Ein/Aus-Schalter umgeben. Dahinter befindet sich ein Einstellrädchen, das sich auch bei der einhändigen Bedienung noch gut mit dem Zeigefinger drehen lässt. Nachdem es in den beiden Halbautomatiken Blendenpriorität und Belichtungspriorität die Blende beziehungsweise die Verschlusszeit korrigiert, sind hier beide Parameter ohne Umgreifen erreichbar. Dahinter gibt es einen Button zum Konfigurieren der Belichtungsmessung sowie Samsungs Grüne Taste, die diverse Parameter wieder auf die Standardeinstellung zurücksetzt. Links daneben sitzt der Moduswahlschalter, der neben den üblichen PASM-Modi auch einen Custom-Slot aufweist, unter dem der Anwender drei Blöcke benutzerspezifischer Einstellungen für bestimmte Aufnahmesituationen hinterlegen kann. Außerdem finden hier eine intelligente Automatik, der Videomodus, der WLAN-Betrieb, die Szenenprogramme und der i-Function-Betrieb ihren Platz.

Ganz oben auf der Rückseite, direkt unter der Spitze des Daumens, befindet sich eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme. Sie ist sehr bequem zu erreichen und gleichzeitig von einem kleinen Kragen vor versehentlicher Bedienung geschützt. Rechts neben der Daumenablage gibt es zwei Buttons für Belichtungskorrektur und Belichtungsspeicher. Weiter unten folgt das von einem Einstellrädchen eingefasste Vier-Wege-Pad mitsamt mittlerer Ok-Taste. Das Pad dient neben der Navigation durch die Menüs auch zum Aufrufen der Einstellungen von Serienbildmodus/Selbstauslöser, Fokus und ISO-Empfindlichkeit sowie zum Anpassen der auf dem Display dargestellten Informationen. Die Ok-Taste bringt außerdem auch die Fokusmessfeldwahl auf den Bildschirm. Das umgebende Einstellrädchen doppelt in den Modi Blenden- und Zeitautomatik zum Einstellen von Verschlusszeit respektive Blendenöffnung. Im manuellen Modus kümmert es sich um die Blende, während das obere Rändelrädchen die Belichtungszeit übernimmt.

Auf der Oberseite der Kamera befindet sich ein gut mit dem Zeigefinger zu erreichendes Rändelrädchen. [5]
Auf der Oberseite der Kamera befindet sich ein gut mit dem Zeigefinger zu erreichendes Rändelrädchen.

Das Vier-Wege-Pad ist außerdem von vier Buttons flankiert. Die oberen beiden dienen zum Aufrufen des Hauptmenüs und des Schnellmenüs, in dem sich die für den gerade gewählten Aufnahmemodus wichtigsten Einstellungen wiederfinden. Die zwei unteren Knöpfe dienen zum Wechseln in den Wiedergabemodus sowie zum Löschen von Fotos. Die Löschen-Taste lässt sich außerdem auch mit einer weiteren Funktion für den Aufnahmemodus belegen – konkret mit Bildassistent, Weißabgleich und AF-Bereich. Unterhalb des Objektivs auf der Vorderseite, in bequemer Reichweite des rechten Ringfingers gibt es noch eine Abblendtaste, die sich wahlweise auch für einen schnellen manuellen Weißabgleich oder zum direkten Aktivieren der RAW-Aufnahme konfigurieren lässt. Für die Belichtungsspeicher-Taste stehen ebenfalls mehrere Einstellungen zur Verfügung: Belichtungsspeicher, Fokusspeicher, Belichtungs- und Fokusspeicher sowie dauerhafter Belichtungsspeicher.

Wer häufig bei kritischen Bedingungen fotografiert und die Schärfe mehrerer Aufnahmen miteinander vergleichen möchte, darf sich freuen. Die Samsung NX20 ermöglicht es nämlich endlich, in Fotos hineinzuzoomen und diese in vergrößertem Zustand zu durchblättern – und so zügig auf Schärfe zu überprüfen. Bei der Vorgängerin musste man noch jedes Bild einzeln vergrößern. Auch das Löschen mehrerer Bilder in einem Aufwasch stellt kein Problem dar.

Unterm Strich überzeugt die NX20 mit einer schlüssigen und intuitiven Bedienung, die auch Einsteigern keine großen Rätsel aufgibt. Allerdings ist es schade, dass die Menüs häufig etwas langsam reagieren – und überhaupt nicht ansprechen, während die Kamera gerade Fotos von dem Pufferspeicher auf die Speicherkarte schreibt. Insbesondere im Serienbildmodus bedeutet das gerne einmal eine mehrsekündige Arbeitsverweigerung, selbst bei schnellen UHS-1-Speicherkarten.

Ausstattung

Wie es sich für eine Kamera dieses Schlages gehört, verfügt die Samsung NX20 über die typischen Halbautomatiken und einen manuellen Aufnahmemodus. Wer sich nicht mit Blende, Belichtungszeit & Co. herumschlagen möchte, findet auch eine Programmautomatik vor. Noch mehr Arbeit nimmt die Kamera dem Fotografen schließlich im Smart-Auto-Modus ab. Hier ordnet die Digicam das Geschehen vor der Linse einem von 15 Motivprogrammen zu und wählt entsprechend die sinnvollsten Aufnahmeeinstellungen. Alternativ hat der Fotograf auch die Möglichkeit, händisch eines von 16 Motivprogrammen auszuwählen. Hier finden sich in erster Linie Standards wie Makro, Sonnenuntergang und Portrait. Außerdem bringt Samsung hier den obligatorischen Schwenkpanorama-Modus und eine 3D-Foto-Funktion unter. Der Tonbild-Modus erlaubt es, ein Foto mitsamt eines zehnsekündigen Audio-Clips (je fünf Sekunden vor und nach der Aufnahme) aufzuzeichnen.

Wer mit den Farben, die die Samsung NX20 auf die Fotos bringt, nicht zufrieden ist, findet im Schnellmenü unter dem Punkt Bildassistent eine Reihe von Farbprofilen: Standard, Lebhaft, Portrait, Landschaft, Natur, Retro, Kühl, Moderat und Klassisch. Außerdem stehen hier drei Slots für benutzerspezifische Einstellungen zur Verfügung, unter denen der Fotograf jeweils Werte für Farbe, Sättigung, Schärfe und Kontrast einstellt. Eine stärkere Beeinflussung der Bildwirkung erlauben dann die sogenannten Smart Filter. Hier bietet Samsung die Effekte Vignettierung, Miniatur, Fischauge, Skizze, Anti-Nebel, Halbton, Soft Fokus, Antik-Film 1, Antik-Film 2 sowie Negativ an. Praktischerweise sieht der Fotograf beim Auswählen der jeweiligen Filter sofort deren Auswirkung auf das aktuelle Motiv.

Neben Bildassistent und Smart Filter hält das Schnellmenü Einstellungen zu Belichtungszeit, Blende, Belichtungskorrektur, ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Teilfarb-Filter, Fotoqualität, Fotogröße, AF-Bereich, AF-Modus, Verschluss-Modus, Belichtungsmessung und Blitz bereit. Ganz rechts unten in dem Menü-Dialog gibt es eine mit Custom betitelte Schaltfläche, mit der sich ein Set an getroffenen Einstellungen unkompliziert auf einem der drei auf dem Modusrädchen untergebrachten Slots abgespeichern lässt.

Fans von unkomplizierten HDR-Aufnahmen erleben bei der NX20 eine Enttäuschung: Es gibt keine HDR-Automatik. Dafür bietet die Samsung eine Belichtungsreihen-Funktion, die drei Fotos aufnimmt, die insgesamt bis zu sechs Lichtwerte umspannen. So kann sich der Fotograf dann am Rechner selbst seine Aufnahmen mit erhöhtem Dynamikumfang zusammenbasteln. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, Weißabgleich- und Bildassistent-Reihen aufzunehmen.

Die Samsung NX20 ist die erste Systemkamera mit integriertem WLAN-Modul. [6]
Die Samsung NX20 ist die erste Systemkamera mit integriertem WLAN-Modul.

Die Samsung NX20 ist die erste spiegellose Systemkamera, die über ein integriertes WLAN-Modul verfügt. Damit ist es möglich, Aufnahmen ohne Umweg über den Rechner per E-Mail zu verschicken, auf Facebook, YouTube, Picasa und Photobucket hochzuladen oder direkt drahtlos auf einem kompatiblen Fernseher darzustellen.

In der Praxis funktioniert das gut, wenn auch mit Einschränkungen. Fotos lassen sich auf Facebook beispielsweise nicht in bestimmte Alben oder auf die Pinnwände von Freunden hochladen, sondern nur auf die eigene Pinnwand. Außerdem ist das Tippen mit Hilfe der Onscreen-Tastatur mangels Touchscreen recht anstrengend. Regelmäßig möchte man da nicht unbedingt ellenlange WLAN-Passwörter oder ausführliche Bildunterschriften tippen müssen.

Wer auf seinem Rechner die mitgelieferten Programme Intelli-Studio und Auto Backup installiert, kann außerdem die Bilder von der Kamera automatisch auf den Computer übertragen lassen.

Zu guter Letzt gibt es noch zwei Wege, wie die NX20 – und im Übrigen auch ihre beiden Schwestern NX210 und NX1000 – mit Smartphones zusammenarbeiten. Unterstützt sind dabei sowohl das iPhone als auch Android [7]-Smartphones. Mit der App MobileLink ist es möglich, Fotos von der Kamera auf das Handy zu übertragen und von dort aus weiterzuverwerten. Die Anwendung Remote Viewfinder schließlich verwandelt das Smartphone in einen drahtlosen Sucher inklusive Auslöser. Mit der aktuellen Version der App ist es leider nicht möglich, Videos einzufangen. Und an Aufnahmeparametern lassen sich lediglich Selbstauslöser, Auflösung und Blitz konfigurieren. Wir würden uns freuen, wenn Samsung der App künftig noch mehr Features verpasst, beispielsweise manuelle Einstellungsmöglichkeiten zu Blende und Belichtungszeit. Die Verbindung zwischen Smartphone und Kamera wird in beiden Fällen durch ein Ad-Hoc-Netzwerk realisiert. Das bedeutet, dass kein vorhandenes WLAN erforderlich ist, um diese beiden Funktionen nutzen zu können.

Wie alle aktuellen Kameras aus Samsungs NX-Serie arbeitet auch die NX20 mit den i-Function-Objektiven der Koreaner zusammen. Diese Optiken ermöglichen es, mit einer Taste auf dem Objektiv auf ein Schnellmenü zuzugreifen und hier mit dem Schärfering der Linse diverse Parameter einzustellen. Wie das genau funktioniert, zeigt unser Video von der IFA 2011, als i-Function an der NX100 [8] Premiere feierte.

Leistung

Bei der Geschwindigkeit leistet sich die Samsung NX20 leider ein paar Schwächen. Der Kaltstart geht mit durchschnittlich 1,3 Sekunden durchaus in Ordnung – so lange braucht die Kamera, bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist. Die Speicherzeiten zwischen zwei Aufnahmen sind mit 0,9 Sekunden im JPEG- wie im RAW-Format ebenfalls akzeptabel. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert auf 1,3 Sekunden. Bei optimalen Bedingungen benötigt die Samsung NX20 0,3 Sekunden, um auf das Motiv scharfzustellen und das Bild einzufangen. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung erfreulicherweise nur leicht auf 0,4 Sekunden an.

Eines der Hauptverkaufsargumente der Samsung NX20 ist ihre Serienbildgeschwindigkeit: die kleine Systemkamera schafft hier bis zu acht Fotos pro Sekunde. Im Praxistest messen wir 6,9 Bilder pro Sekunde, was zwar nicht ganz den Herstellerangaben entspricht, aber immer noch extrem schnell ist. Allerdings laufen die Pufferspeicher nach bereits elf Aufnahmen voll – respektive nach 1,6 Sekunden.

Und hier kommt das zweite Problem ins Spiel: Leider benötigt die Kamera sehr lange, um die Fotos auf die Speicherkarte zu schreiben und verweigert währenddessen komplett den Dienst. Nicht einmal die Aufnahmeeinstellungen sind während dieser Pause anpassbar. Pro JPEG-Aufnahme darf man durchaus mit ein bis zwei Sekunden rechnen. So ist nach jeder Serienbildsalve eine 10- bis 20-sekündige Pause erforderlich. Blöd, wenn das Motiv nicht wartet. Wer übrigens während des Serienbilddauerfeuers den kontinuierlichen Autofokus aktiviert, muss noch einmal mit einem deutlichen Einbruch der Geschwindigkeit rechnen. Wie ausgeprägt dieser ist, hängt vom Motiv ab. Wir kommen aber im Test auf nur mehr ein Bild pro Sekunde. Damit eignet sich die Kamera nur dann für Sportaufnahmen, wenn sich die Entfernung zwischen Motiv und Fotograf nicht signifikant ändert – denn in diesem Fall führt kein Weg an einem schnellen, nachführenden Autofokus vorbei. Stand heute gibt es diesen aber einfach nur bei DSLRs, die den Fokus mittels Phasenvergleich und nicht per Kontrastmessung bestimmen.
high, low, burst

Bildqualität

Im Großen und Ganzen liefert die Samsung NX20 eine ausgezeichnete Bildqualität. Allerdings gibt es ein paar Kleinigkeiten, die ambitionierten Fotografen durchaus sauer aufstoßen könnten. So hat die Kamera quer durch den gesamten Empfindlichkeitsbereich Probleme mit sehr intensiven Farben. Das macht sich insbesondere bei intensiv roten Flächen bemerkbar, die stark an Details verlieren. Mit dem Umweg über das RAW-Format lässt sich dieses Problem jedoch gut aus der Welt schaffen.

Das RAW-Format lohnt sich übrigens auch bei wenig Licht beziehungsweise höheren ISO-Empfindlichkeiten. Oberhalb von ISO 800 weisen die JPEG-Aufnahmen ein deutliches Bildrauschen auf – hier empfehlen wir das Rohdatenformat. Die Grenze für JPEG-Bilder liegt bei ISO 1600, im RAW-Modus liefert auch ISO 3200 noch verwendbare Bilder.

Mehr Details zur Bildqualität der Samsung NX20 gibt es in der folgenden Fotostrecke.

Die Videos der Samsung NX20 sehen ordentlich aus. Wir stellen im Test weder Rolling-Shutter-Effekte noch störende Aliasing- oder Moiré-Artefakte fest. Allerdings sorgen bewegte Objekte für ein merkliches Ruckeln. Allerdings ist der kontinuierliche Autofokus nur eingeschränkt brauchbar: Er pumpt selbst bei statischen Motiven im Sekundentakt deutlich hör- und sichtbar in der Gegend herum. Schade.

Fazit

Samsungs EVIL-Flaggschiff NX20 präsentiert sich als gelungener Allrounder. Während die Kamera in Sachen Bedienung, Bildqualität und Ausstattung inklusive WLAN überzeugt, hinterlässt die Kamera bei uns in puncto Leistung etwas gemischte Gefühle. Serienbildgeschwindigkeit und Auslöseverzögerung sind zwar auf hohem Niveau, doch die langen Speicherzeiten für die Aufnahmen enttäuschen. Wer sich damit abfinden kann, steigt in ein kompaktes Kamera-System ein, das inzwischen überdurchschnittlich gut mit Objektiven aufgestellt ist. Nur Panasonic und Olympus haben hier mit ihrem gemeinsamen Micro-Four-Thirds-Standard mehr zu bieten.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[2] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[3] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[4] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41564231/samsung_nx20_back_side_highres.jpg

[5] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41564231/samsung_nx20_front_top_highres.jpg

[6] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41564231/samsung_nx20_ohne_objektiv_highres.jpg

[7] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[8] Video von der IFA 2011, als i-Function an der NX100: https://www.cnet.de/videos/messen/41537735/samsung_nx100_so_funktioniert_das_neue_i_function_bediensystem_am_objektiv.htm

[9] Testfotos: die Bildqualität der Samsung NX20: https://www.cnet.de/41564230/testfotos-die-bildqualitaet-der-samsung-nx20/?pid=1#sid=41564231