Canon EOS 650D ausprobiert: DSLR mit Phasenvergleich-Fokus auf dem Sensor und Touchscreen

Außer natürlich, es kommt zeitnah eine kompaktere spiegellose Kamera mit 18-Megapixel-Sensor samt Phasenvergleichs-Autofokus auf den Markt, die das gleiche Bajonett nutzt. Allerdings muss hier dazugesagt werden, dass diese auch nicht signifikant kleiner ausfallen kann, da Bildsensor und Objektivrückseite das Auflagemaß einhalten müssen. Immerhin: Mit einer UVP von 240 Euro ist das Objektiv ziemlich preiswert.

Unterm Strich freuen wir uns natürlich über die Verbesserungen, die den bei DSLRs üblicherweise sehr lahmen Kontrast-Autofokus beschleunigen. Allerdings werden die Neuerungen bei den Verbrauchern eher für Verwirrung sorgen. Denn schließlich profitieren nur Besitzer der STM-Objektive wirklich von den Neuerungen im Live-View- und Videobetrieb. Wer mit der 18-bis-55-Millimeter-Linse fotografiert, zahlt unterm Strich 150 Euro Aufpreis für einen Touchscreen.

Der Touchscreen kann aber durchaus überzeugen. Das kapazitive Panel spricht gut an, und das User-Interface hat Canon gut an die Bedienung per Fingertipp angepasst. Mit an Bord sind außerdem praktische Features wie Touch-to-Focus. So wie es aussieht, ist aber leider keine Peaking-Funktion an Bord, die das manuelle Fokussieren durch Hervorheben der scharfgestellten Kanten erleichtert.

Das Upgrade vom Digic-4- auf den Digic-5-Prozessor bringt ebenfalls ein paar Verbesserungen mit sich. Darunter finden sich etliche Mehrfachaufnahmemodi, in denen die Kamera mehrere in schneller Serie geschossene Bilder zu einem Foto mit verbesserter Qualität kombiniert. Da gibt es beispielsweise den von diversen Sony-Modellen bekannten Multishot-Modus für schlechte Lichtverhältnisse, der das Rauschen durch Zusammenrechnen mehrerer Fotos reduziert. Außerdem gibt es eine HDR-Automatik, die bei sehr kontrastreichen Motiven Über- und Unterbelichtungen durch das Kombinieren von insgesamt vier Aufnahmen vermeiden soll. Wie bei der Konkurrenz bietet nun auch die Automatik der Kamera eine Motivanalyse, die das zum Geschehen vor der Linse passendste Motivprogramm auswählt.

Ausblick

Es ist interessant zu sehen, wie sich die diversen Hersteller unterschiedliche Aspekte heraussuchen, um ihre Einsteiger- und Mittelklasse-Modelle von der Konkurrenz abzuheben. Canon fokussiert sich auf Videos, Pentax setzt auf outdoortaugliche Modelle, und Sony gibt bei Displays, Suchern und Serienbildgeschwindigkeit Vollgas. Wir sind gespannt, mit was der überfällige Nachfolger der Nikon D5100 aufwarten wird.

Die größte Hürde für die Canon EOS 650D wird wohl die Sony Alpha SLT-A65 sein. Die Kamera verfügt über eine durchaus konkurrenzfähige Videofunktion, bietet aber einen schnelleren Serienbildmodus. Außerdem überzeugt Sonys Prinzip, die Bildstabilisierung durch einen beweglich aufgehängten Sensor zu realisieren. Bei Canons und Nikons Modellen ist man darauf angewiesen, dass das Objektiv einen Verwacklungsschutz mitbringt – und dieser will bei jeder Linse neu bezahlt werden oder ist im Zweifelsfall gar nicht erst vorhanden. Ein ganz aktuelles Beispiel wäre das frisch vorgestellte 40-Millimeter-STM-Pancake.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Canon EOS 650D ausprobiert: DSLR mit Phasenvergleich-Fokus auf dem Sensor und Touchscreen

  • Am 10. Juni 2012 um 19:38 von max

    eos 650d
    DIGI 5 +
    DIGI5+

    DAS IST N I C H T IN der 650d….damit ist sie WERTLOS

    • Am 23. Juni 2012 um 22:55 von kerub

      AW: eos 650d
      Entschuldigung, aber warum wird die Kamera dadurch wertlos? Der DICIC 5+ ist in der 1D X und der 5D Mark III verbaut, beide spielen in einer deutlich anderen Preis- und Anspruchsklasse. Immerhin ist die 650D damit, zumindest was den Bildprozessor angeht, auch der 60D noch überlegen. Damit ist sie wohl kaum wertlos…

    • Am 26. Juni 2012 um 19:07 von Benutzer

      AW: eos 650d
      Dieser Kommentar ist wertlos, denn er sagt nichts aus.

    • Am 30. Juni 2012 um 23:02 von Thommy

      AW: eos 650d
      Hmm – Canon sagt, Digic 5 ist wohl drin – wer hat denn nu Recht? 😉

      http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_650D/index.aspx?specs=1

    • Am 4. Juli 2012 um 00:36 von Stefan

      AW: eos 650d
      DIGIC 5 ist drinne
      DIGIC 5+ ist legidlich die "doppelte Portion", quasi ein Dual-Core
      Sowas kann man im Preissegment unter 1000€ nun wirklich noch nicht erwarten, wenn es gerade im Vollformat Einzug gehalten hat

  • Am 17. Juni 2012 um 15:05 von maxi

    Leserkommentare
    @max

    http://www.canon.at/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_SLR/EOS_650D/

    Hohe Bildqualität
    Mit 18 Megapixel Auflösung lässt sich jedes Detail festhalten. Der DIGIC 5 Prozessor mit 14-Bit-Bildverarbeitung sogt dabei für weiche Farbabstufungen und eine präzise Farbwiedergabe. Mit der EOS 650D sind die Dateien umfangreich genug für den Grossformatdruck und den Druck von Bildausschnitten ohne Qualitätsverlust.

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