Das 100 Hz-Panel kann sich sehen lassen

Helligkeit und Kontrast des Displays sowie einige weitere Parameter kann man für sechs schnell und einfach umschaltbare AV-Modi individuell voreinstellen. Zudem gibt es auf der Fernbedienung eine Eco-Taste, mit der sich das Bild für den energiebewussten Betrachter in zwei Stufen umschalten lässt. Ein vergleichsweise gut arbeitender Umgebungslichtsensor unter dem Display ermöglicht außerdem die automatische Bildanpassung. In einem weiterführenden Bildmenü lassen sich verschiedenste Einstellungen für Farbton, Farbsättigung, Helligkeit, Farbtemperatur, Gamma-Anpassung, aktive Kontrastregelung, Rauschunterdrückung und mehr einstellen.

Die Edge-LED-Rückbeleuchtung zeigt leider bei gleichmäßigen Bildinhalten an den Displayrändern leichte Helligkeitsunterschiede, bei üblichen TV-Inhalten oder Blu-ray-Filmen mit bewegten Bildern fällt dies aber kaum auf. Obwohl das Panel nur mit einer 100 Hz-Technik arbeitet, wirken selbst schnelle Bildschwenks ganz ordentlich – sowohl vertikal als auch horizontal. Auf dem 60 Zoll-Display kann man HD-Fernsehsendungen und Kinofilme von einem Blu-ray-Player durchaus in einem Abstand von nur zwei Metern genießen. Bei SD-Programmen sollte man sich aber unbedingt einen deutlich größeren Abstand gönnen, weil das Bild sonst sehr unscharf wirkt.

Das Sharp-Panel eignet sich übrigens auch hervorragend als Beamer-Ersatz für kleine Besprechungsräume. Hierzu hat es neben den HDMI-Buchsen auch eine konventionelle VGA-Monitorbuchse und unterstützt die verschiedensten Auflösungen von VGA und SVGA über XGA, WXGA, SXGA, SXGA+ und UXGA bis hin zum 1080p-Format. Dabei bleibt der Geräuschpegel im Besprechungsraum erfreulich ruhig, weil der Sharp keinerlei Lüftermotoren an Bord hat.

USB-Stick für Fotos, Musik, Videos und Timeshift-TV-Wiedergabe

Alternativ zur PC-Präsentiation lässt sich der Sharp auch ganz einfach für eine Präsentation per USB-Stick nutzen – hierzu muss man lediglich seine Powerpoint-Grafiken in JPG-Dateien umwandeln. Das Bildgröße wird dabei automatisch entweder an die Displaybreite oder an die Displayhöhe angepasst – ist das Bild in einer der Dimensionen schmäler, wird es erfreulicher Weise nicht gestreckt, sondern bleibt in diesen Bereichen schwarz. Auf Wunsch kann man eine USB Diaschau aber auch automatisch in einen Intervall von 10, 30 bzw. 60 Sekunden ablaufen lassen. Eine USB-Stick-Diaschau kann auch mit einer beliebigen MP3-Hintergrundmusik vom selben Stick ablaufen. Der Sharp unterstützt zudem die Wiedergabe der Video-Dateiformate .avi, .mkv, .asf, .wmv, .mp4, .mov, .mpg und .mpeg. Bei Bedarf kann man außerdem eine DivX-Registrierung durchführen.

Praktisch ist auch, dass man einen USB-Stick als Speicher für die Timeshift-Wiedergabe nutzen kann. Dieser muss zunächst aber auf dem Fernseher registriert werden. Im Test haben wir einen Stick mit 7628 MB (8 GByte) verwendet – er reicht laut Display-Info am Sharp für eine Aufzeichnungskapazität von 60 Minuten in HD-Qualität oder 151 Minuten in SD-Qualität. Zum Start des Timeshift-Betriebs muss man nur kurz die Timeshift-Ready-Taste auf der Fernbedienung drücken – die Sendung läuft dann ganz normal weiter und wird parallel dazu auf den USB-Stick gespeichert. Und jetzt kann man fortan in der laufenden Aufzeichnung per Fernbedienung in 10 Sekunden-Schritten rückwärts oder in 30-Sekunden-Schritten vorwärts springen oder auf die Pause-Taste drücken, um die Wiedergabe zu unterbrechen oder wieder neu zu starten. Außerdem ist eine Zeitrafferwiedergabe möglich – sowohl vorwärts als auch rückwärts. Der Timeshift-Speicher bleibt allerdings nur bei der aktuellen Programmwiedergabe nutzbar. Bei einem Programmwechsel wird er automatisch gelöscht. Vor einem Programmwechsel während des Timeshift-Betriebs erfolgt vorsichtshalber immer die Sicherheitsabfrage, ob man den Timeshift-Modus tatsächlich beenden möchte – nur bei Bejahung dieser Abfrage wechselt der Receiver das Programm.

Erfreulich genügsames Display, aber umständlicher Audio-Sparbetrieb

Im Stromverbrauch ist der Sharp erfreulich zurückhaltend. Bei Tageslicht hat er im Dynamik-Modus etwa 150 Watt Leistungsaufnahme, im Normalmodus etwa 120 Watt und in den beiden Eco-Modi rund 100 bzw. 80 Watt. Abends bei gedämpfter Raumbeleuchtung schafft der Sharp sogar erstaunliches: Im Normalmodus kam er im Test mit unter 75 Watt Leistungsaufnahme aus, im einfachen Sparmodus mit unter 65 Watt und im verbesserten Eco-Modus sogar mit knapp 55 Watt, obwohl dabei das Bild noch recht ansehnlich ist.

Wer im Satellitenradio-Betrieb oder bei der MP3-Wiedergabe per USB-Stick ohne Bild auskommt, kann noch mehr Strom sparen und das Display komplett deaktivieren – der Stromverbrauch sinkt dann sogar auf nur mehr 35 Watt. Schade ist allerdings, dass man das Bild nicht simpel per Eco-Taste komplett abschalten kann, sondern nur sehr umständlich über den Umweg das Bildeinstellungsmenüs. Ebenfalls etwas unverständlich ist der Standby-Modus des LC-60LE635.

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