TV-Programme umständlich sortierbar

Ein großes Manko des Sharp ist die Programmauswahl – insbesondere dann, wenn man beim Betrieb an einer Satellitenantenne hunderte Sender zur Verfügung hat. Mit der OK-Taste gelangt der Nutzer zwar blitzschnell in die Programmliste, die jeweils zehn Sender auflistet, und immerhin ist das Blättern in der Liste in 10er-Schritten möglich. Alternativ tippt der Nutzer die Programmnummer auf der Fernbedienung ein. Allerdings ist keine Suche nach einem Programmnamen möglich. Die individuelle Erstellung einer Favoritenliste mit wichtigen persönlich bevorzugten Programmen ist ebenfalls nicht vorgesehen.

Wenigstens kann man Sender in der Programmliste manuell verschieben und auch einzelne Sender ganz aus der Liste löschen, vorübergehend sperren oder für den Programmwechsel per Up-Down-Tasten überspringen lassen. Die „Verschieberei“ von Programmen ist allerdings bei einer Liste mit mehreren hundert Sat-Programmen extrem zeitaufwendig und wird schnell sehr nervig. Hier wäre es sehr hilfreich, wenn man zumindest Programmnamen nach Buchstabenfolgen finden könnte. Wenigstens der Satelliten-Suchlauf erfolgt sehr komfortabel und nahezu vollautomatisch.

Abschließend noch ein paar Worte zur Menüführung und Bedienungsanleitung. Mit der großen Fülle an Menüs muss man sich erst einmal etwas vertraut machen, danach lässt sich der Sharp aber weitestgehend gut bedienen. Schade ist nur, dass der Zugriff auf die Toneinstellungen nicht ebenso einfach erfolgt wie die Eco-Mode-Umschaltung und die sechs AV-Modi. Die mitgelieferte, gedruckte DIN-A5-Bedienungsanleitung ist leider extrem dürftig. Sie beschränkt sich auf ein paar Zeichnungen zur Erklärung der Geräteaufstellung und eine Seite mit der Beschreibung der Grundeinstellungen sowie ein einseitiges Inhaltsverzeichnis zur immerhin auf USB-Stick mitgelieferten ausführlichen Bedienungsanleitung. Auf dem Stick ist diese Anleitung mit mehr als 70 Seiten in allen gängigen Sprachen enthalten – erfreulicherweise sowohl als PDF-Datei als auch in Form von Einzelseiten im JPG-Fotoformat. So kann man immerhin selbst ohne PC die Bedienungsanleitung direkt auf dem Fernseher studieren. So ganz durchdacht ist das allerdings nicht. Sharp hat für jedes Kapitel einen eigenen Ordner angelegt. Das ersetzt zwar das Inhaltsverzeichnis, allerdings ist das Blättern von Seite zu Seite so nicht möglich.

Fazit

Abgesehen von den unbestreitbaren Schwächen bei der Erstellung einer Senderliste, vom hohen Standby-Stromverbrauch für die ersten drei Stunden und von der unterdimensionierten Akustik ist der LC-60LE635E ein durchaus sehr brauchbarer Großformat-Flachbildfernseher. Selbst für den Listenpreis von 1799 Euro erhält man schon reichlich Multimedia-Komfort und guten Bildgenuss bei gleichzeitig sehr niedrigem Stromverbrauch. Und wenn man den aktuellen Straßenpreis des Sharp berücksichtigt, dann ist dieser 60-Zöller ein fast unschlagbares und wirklich empfehlenswertes Schnäppchen.

Neben dem hier getesteten 60-Zoll-Einsteiger-Fernseher zum UVP von 1799 Euro bietet Sharp übrigens inzwischen noch einige weitere – und zum Teil sogar noch wesentlich größere – Flachbild-Fernseher. Den 60-Zoll-Einstieg in die 3D-Technik ermöglicht etwa der LC-60LE740E für 1999 Euro (alle Preise UVPs inkl. MwSt.) und der LC-60LE830E hat für 2999 Euro bereits ein Quattron-Display von Sharp, das zusätzlich zu den RGB-Pixeln (rot, grün, blau) noch ein gelbes Pixel pro Farbpunkt besitzt und dadurch einen deutlich erweiterten Farbraum ermöglicht. Wer ein noch größeres, 3D-fähiges Bild im Wohnzimmer oder beispielsweise in seiner Sky-Kneipe haben möchte, erhält für 3499 Euro den LC-70LE740E mit königlichen 177 cm Bilddiagonale (70 Zoll) oder den ebenso großen LC-70LE835E mit Quattron-Display zum Preis von 4499 Euro. Eine gigantische Bilddiagonale mit 203 cm (80 Zoll) bietet schließlich der LC-80LE645E für 5499 Euro. Bei diesem Fernseher muss man allerdings wie beim hier getesteten Gerät auf den 3D-Genuss verzichten.

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