Geschwindigkeit

In puncto Geschwindigkeit bewegt sich die Fujifilm FinePix HS30EXR auf einer Stufe mit den anderen Kameras in dieser Klasse, was eine Verbesserung gegenüber ihren Vorgängerinnen bedeutet. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,8 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Bild genehmigt sich die HS30EXR eine Verschnaufpause von 1,2 Sekunden.

Um bei optimalen Bedingungen auf das Motiv zu fokussieren und das Foto einzufangen, benötigt der Superzoomer ausgezeichnete 0,3 Sekunden. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung jedoch auf 0,6 Sekunden an. Außerdem wird der Autofokus bei höheren Brennweiten merklich eingebremst, was für Bridgekameras jedoch typisch ist.

Die Fujifilm FinePix HS30EXR bietet eine ganze Reihe von Serienbildmodi mit unterschiedlichen Auflösungen an. Bei voller 16-Megapixel-Auflösung sind maximal drei Fotos pro Sekunde möglich – sowohl im JPEG-, als auch im RAW-plus-JPEG-Modus. Im Test messen wir hier erfreulicherweise sogar 5,6 fps. Wer sich mit 8 Megapixeln zufriedengibt, wird mit bis zu 11 fps belohnt. Allerdings sind Fokus und Belichtung jeweils mit dem ersten Foto festgelegt. Wenn sich während des Serienbildknipsens also die Aufnahmebedingungen ändern, beispielsweise die Entfernung zwischen Fotograf und Motiv, so misslingt ein Teil der Bilder. Außerdem laufen die Pufferspeicher nach ein paar Fotos voll, und die Kamera muss das Tempo drosseln. Bei maximaler Auflösung geschieht das nach bereits vier oder fünf Aufnahmen.

Unterm Strich ist die Fujifilm FinePix HS30EXR nicht die schnellste Megazoom-Kamera, die wir jemals getestet haben. Aber für das gelegentliche Actionfoto ist sie mit ihrem flexiblen Objektiv und den diversen Serienbildmodi durchaus zu haben.

Mit auf 8 Megapixel gedrosselter Auflösung schießt die Fujifilm HS30EXR elf Fotos pro Sekunde.
Mit auf 8 Megapixel gedrosselter Auflösung schießt die Fujifilm HS30EXR elf Fotos pro Sekunde.

Bildqualität

Wie bei den meisten Kompaktkameras hängt es von den eigenen Erwartungen ab, ob man enttäuscht oder begeistert ist von der Bildqualität. Nachdem die Fujifilm FinePix HS30EXR gewisse Ähnlichkeiten mit Spiegelreflexkameras aufweist, werden die Erwartungen bei etlichen Käufern sicherlich zu hoch sein. Im Wesentlichen handelt es sich bei der HS30EXR dem voluminösen Gehäuse zum Trotz nämlich um eine Kompaktkamera mit einem riesigen Objektiv davor.

Für ihre Klasse liefert die HS30EXR jedenfalls eine sehr gute Bildqualität und liefert das eine oder andere ausgezeichnete Foto. Allerdings muss man sich darauf gefasst machen, mit den Einstellungen herumspielen, im RAW-Format fotografieren und mit den EXR-Modi experimentieren zu müssen, um ideale Ergebnisse zu erzielen. Wer keine Lust hat, sich besonders tiefgreifend mit einer Kamera auseinanderzusetzen, sollte dieses Modell vermutlich eher meiden. Die EXR-Automatik liefert mit sehr wenig Aufwand bereits sehr gute Aufnahmen, aber auch hier lassen sich mit ein paar Feineinstellungen noch bessere Resultate erzielen.

Unser größter Kritikpunkt an den Fotos der HS30EXR sind die zahlreichen sichtbaren Artefakte, die auf den Fotos auftauchen, wenn man sie vergrößert betrachtet. Außerdem wirken die Bilder hier zu weich für unseren Geschmack. Dem lässt sich immerhin in gewissem Maße mit dem Einsatz des Rohdatenformats entgegenwirken. Mehr Details zur Bildqualität und zahlreiche Testfotos der Fujifilm FinePix HS30EXR gibt es in der folgenden Fotostrecke.

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