Ausstattung

Mit ihrer aufwändigen und umfangreichen Ausstattung kann die HX200V den einen oder anderen Einsteiger durchaus erst einmal verwirren. Immerhin sind die Menüs einfach und übersichtlich aufgebaut. Und sollte man sich bei einem Feature nicht sicher sein, wofür es gut ist, hilft das vollwertige, auf der Kamera gespeicherte Handbuch weiter. Nachdem etliche Aufnahmemodi zahlreiche Einstellungen haben und die Kamera mit Bedienelementen gespickt ist, ergibt das Sinn. Bis man den gesamten Funktionsumfang begriffen hat, kann es etwas dauern.

Wie alle besseren Sony-Kameras verfügt auch die Cyber-shot DSC-HX200V über etliche Aufnahmefunktionen, die die hohe Geschwindigkeit des Exmor-R-CMOS-Sensors nutzen. So gibt es neben der intelligenten Automatik, die automatisch das zum Geschehen vor der Linse passendste Motivprogramm wählt, noch eine überlegene Automatik. Hier kommen zu den 33 Motivprogrammen der intelligenten Automatik noch die Mehrfachaufnahme-Modi Handgehalten bei Dämmerung, Anti-Bewegungsunschärfe und Gegenlichtkorrektur HDR hinzu. Diese kombinieren jeweils mehrere in schneller Serie geschossene Aufnahmen miteinander, um das Bildrauschen, die Bewegungsunschärfe beziehungsweise den Dynamikbereich zu verbessern. Alternativ findet der Fotograf diese drei Modi zusammen mit 13 anderen Motivprogrammen wie Landschaft, Makro und Porträt auch unter dem Punkt Szenenwahl.

Das Drehelement rechts auf der Oberseite der Kamera dient zum Wählen des Aufnahmemodus.
Das Drehelement rechts auf der Oberseite der Kamera dient zum Wählen des Aufnahmemodus.

Wer der Kamera nicht so viel Kontrolle überlassen möchte, findet die üblichen Halbautomatiken Blenden- und Belichtungspriorität sowie einen komplett manuellen Modus vor, in denen sich entweder Blende oder Belichtungszeit respektive beide Parameter frei einstellen lassen. Nachdem die Sony Cyber-shot DSC-HX200V zur Regulierung der auf dem Sensor eintreffenden Lichtmenge eine Irisblende nutzt, stehen für die Blende bei jeder Brennweite etliche Werte zur Verfügung. Im Weitwinkel gibt es zehn Einstellungen zwischen F2.9 und F8.0, im Telebereich sind es noch vier Werte zwischen F5.6 und F8.0. Zusätzlich bietet die HX200V noch einen zuschaltbaren Neutraldichtefilter, der die Lichtmenge noch einmal um drei Blenden reduziert. Für die Verschlusszeit bietet die Kamera Werte zwischen 1/4000 und 30 Sekunden an.

Im Programm-Modus kümmert sich die Digicam um Verschlusszeit und Blende, während dem Fotografen alle anderen Einstellungen überlassen sind, darunter Farbmodi, Kontrast, Sättigung und Schärfe. Wer die für die eigenen Bedürfnisse optimale Konfiguration gefunden hat, kann diese in einem von drei Speicherplätzen ablegen – und später wieder bequem abrufen.

Der Videomodus der Cyber-shot DSC-HX200V gehört mit zu den besten, die man in dieser Kategorie findet – lediglich die Panasonic Lumix DMC-FZ150 hat der Sony-Kamera noch manuelle Einstellungen zu Blende und Belichtungszeit voraus. Aber dennoch: Die HX200V nimmt Full-HD-Auflösung mit 50 Vollbildern pro Sekunde und einer Datenrate von 28 MBit/s im AVCHD-Format auf. Außerdem stehen noch niedrigere Datenraten sowie das MP4-Format mit 1440 mal 1080 Pixeln Auflösung zur Verfügung. Um einen Clip einzufangen, muss der Anwender nicht unbedingt in den Videomodus wechseln – es genügt, auf die dedizierte Aufnahmetaste zu drücken. Während des Filmens fängt die Digicam bei einem Druck auf den Auslöser 13-Megapixel-Standbilder ein. Dieses sogenannte Dual-Rec-Feature steht allerdings nicht bei der 1080/60p-Aufnahme, sondern nur bei niedrigerer Qualität zur Verfügung.

Das Display der HX200V lässt sich nach oben und unten schwenken. Das ist bei Fotos über Kopf oder aus der Hüfte praktisch.
Das Display der HX200V lässt sich nach oben und unten schwenken. Das ist bei Fotos über Kopf oder aus der Hüfte praktisch.

Alle Funktionen der Kamera zu beschreiben, würde den Umfang dieses Testberichts sprengen. Eine vollständige Liste aller Ausstattungsmerkmale gibt es im Online-Handbuch auf der Webseite des Herstellers.

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