Geschwindigkeit

Die Sony Cyber-shot DSC-HX200V ist für ihre Klasse eine sehr schnelle Kamera. Die Verschnaufpausen zwischen zwei Aufnahmen bewegen sich auf einem Niveau mit anderen Megazoomern mit CMOS-Sensoren: eine Sekunde ohne Blitz und drei bis vier Sekunden mit zugeschalteter Beleuchtung.

Beim Scharfstellen ist die HX200V enorm schnell. Um bei optimalen Bedingungen auf das Motiv zu fokussieren und das Bild einzufangen, benötigt sie gerade einmal 0,2 Sekunden. Und selbst bei schlechteren Lichtverhältnissen steigt die Auslöseverzögerung nur auf immer noch hervorragende 0,3 Sekunden an. Selbst bei höheren Brennweiten ist die Kamera noch erfreulich schnell. Zwar lässt das Tempo hier ein wenig nach, doch die Konkurrenz in dieser Klasse überflügelt die Cyber-shot immer noch mühelos.

Im Serienbildmodus stemmt die Sony Cyber-shot DSC-HX200V bei voller Auflösung bis zu zehn Fotos pro Sekunde. Allerdings geht der Kamera bei Vollgas bereits nach einer Sekunde – respektive zehn Fotos – die Puste aus. Außerdem sind Fokus und Belichtung mit dem ersten Foto festgelegt. Die Kamera passt die Einstellungen also nicht mehr an. Ändern sich die Aufnahmebedingungen während des Serienbild-Dauerfeuers, misslingt ein Teil der Fotos. Darüber hinaus genehmigt sich die Digicam nach jeder Bilderreihe eine Verschnaufpause, um die Aufnahmen abzuspeichern – etwa ein bis zwei Sekunden pro Foto. Was das für die Praxis bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Die größte Konkurrentin der HX200V in puncto Geschwindigkeit ist wohl die Panasonic Lumix DMC-FZ150. Sie stemmt im Serienbildmodus 10 fps ohne und 5 fps mit kontinuierlichem Autofokus. Außerdem benötigt die FZ150 deutlich geringere Speicherzeiten für die Aufnahmen. Unterm Strich ist die Sony in Sachen Tempo aber für eine Kamera in dieser Klasse definitiv herausragend aufgestellt – insbesondere bei der Auslöseverzögerung.

Bildqualität

In Sachen Fotoqualität bewegt sich die Sony Cyber-shot DSC-HX200V zwischen sehr gut und hervorragend – vorausgesetzt, die Erwartungen seitens des Käufers sind realistisch. Denn auch wenn sie wie eine kleine Spiegelreflex aussieht, ist die HX200V im Wesentlichen eine kleinsensorige Kompaktkamera mit vorgeschaltetem Megazoom-Objektiv. Und dementsprechend bewegt sich auch die Bildqualität auf dem Niveau von Kompaktkameras – und nicht auf dem von DSLRs, die um ein Vielfaches größere Bildsensoren mitbringen.

Wie bei allen aktuellen 18-Megapixel-Kameras von Sony sind auch die Fotos der HX200V bei maximaler Vergrößerung nicht besonders beeindruckend. Allerdings bietet die Kamera mit ihrer Auflösung einen gewissen Puffer, so dass man die Aufnahmen ohnehin nicht bei voller Vergrößerung benutzt. Und bei verkleinerter Betrachtung sehen die Fotos ordentlich aus. Unterm Strich stellt die hohe Pixelzahl damit für den Anwender immerhin weder einen Gewinn noch einen Verlust dar.

Bis ISO 400 sehen die Aufnahmen auch noch im DIN-A4-Format gut aus, was bereits die Anforderungen der meisten Käufer überschreiten dürfte. Wer die Fotos etwas zusammenschneidet, erhält damit auch im DIN-A5-Format noch sehr gute Ergebnisse. Wer die Fotos ohnehin nur auf Facebook hochlädt oder auf dem Fernseher im Wohnzimmer betrachtet, dürfte nichts zu meckern haben.

Oberhalb von ISO 400 werden die Aufnahmen merklich weicher. In kleinen Größen sehen sie aber auch bis ISO 1600 noch brauchbar aus. Bei schlechten Lichtverhältnissen dehnt der Mehrfachaufnahme-Modus Handgehalten bei Dämmerung den Spielraum noch etwas aus. Mit dieser Option liefert die HX200V mit die besten Available-Light-Fotos, die wir von einer kleinsensorigen Kamera bislang gesehen haben. Die beiden höchsten Empfindlichkeiten, ISO 6400 und ISO 12.800, sollte man aber dennoch weiträumig umschiffen. Hier sehen die Bilder eher wie gemalt aus, denn wie Fotografien, und die Farben liegen ziemlich daneben. Eine RAW-Funktion bietet die Kamera übrigens nicht.

Die Videos der HX200V bewegen sich auf einem Niveau mit ihren Fotos. Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Digicam ansprechende und weich bewegte AVCHD-Filmchen, wenn die Auflösung auf 1080/60p eingestellt ist. Bei Kameraschwenks treten nur leichte Ruckler auf, und auch schnell bewegte Objektive sorgen nur für ganz schwache Geisterbilder. Bei schlechten Lichtverhältnissen weisen die Clips zwar ein merkliches Rauschen auf und wirken weicher, gelingen aber immer noch sehr gut. Der optische Zoom funktioniert während der Aufnahme, ist aber in leisen Umgebungen zu hören. Die Tonqualität des Stereo-Mikrofons auf der Oberseite ist ebenfalls sehr gut – einen Anschluss für ein externes Mikrofon gibt es allerdings leider nicht.

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