Performance

Der Signature Pro ist ein sehr präziser und akkurater Kopfhörer. Wenn man ihn daheim an einen Receiver oder einen Kopfhörerverstärker anschließt, verstärkt dies seine lebendige Klarheit noch und resultiert in einem selbst im Vergleich zu anderen Highend-Kopfhörern noch außergewöhnlichen Klang. Seine Transparenz macht süchtig, andere Kopfhörer klingen im Vergleich zu ihm regelrecht verschleiert und verhangen. Diese „durchsichtige“ Qualität ist zudem nicht nur auf die Höhendetails beschränkt; man erlebt diese Unmittelbarkeit auch im Mitten- und Bassbereich. Dieser Kopfhörer kennt keine Überbetonung bestimmter Frequenzbereiche, ist weder lässig noch lieblich. Stattdessen ist der Signature Pro ein neutrales, farbloses Gerät, das exakt die Form der Musik annimmt, die man durch seine Treiber pumpt. Anwender, die nach aufgemotztem Bass und akzentuierten Höhen suchen, werden hier weder fündig noch glücklich werden. Wer dagegen Neutralität über alles (und vor allem über künstliche Sound-Boosts) stellt und auf originalgetreue Reproduktion Wert legt, wird es.

Wer transparenten, neutralen Sound sucht, ist beim Ultrasonic-Kopfhörer Signature Pro genau richtig.
Wer transparenten, neutralen Sound sucht, ist beim Ultrasonic-Kopfhörer Signature Pro genau richtig.

Als geschlossenes Design isoliert der Signature Pro seinen Träger stärker von der Außenwelt als halboffene oder offene Konstruktionen. Da dieses Prinzip aber auch für die andere Richtung gilt, lässt sich mit dem Ultrasone-Kopfhörer problemlos ein Film im Bett schauen, ohne den Partner neben sich wach zu halten.

Das „S-Logic Plus“-Feature kommt vor allem bei Aufnahmen mit ortbaren Effekten zur Geltung und verschafft beispielsweise dem „On-Land“-Album von Brian Eno eine extrem weite Soundstage außerhalb des Kopfes. Der Signature Pro klingt in dieser Beziehung sogar noch besser als der offene Grado RS1i. Das ist absolut beachtenswert, das geschlossene Kopfhörer wie der Signature Pro selten so geräumig klingen wie offene Designs. Die Interpretation des Turtle Island String Quartet von Lennon und McCartneys „Because“ klingt perfekt ausgewogen und ausgesprochen rein.

Man kann nicht automatisch davon ausgehen, dass ein hervorragender Highend-Kopfhörer auch an einer mobilen Audioquelle wie einem iPod beeindruckend klingt. Aber auch hier überzeugt der Signature Pro, wo andere audiophile Kopfhörer versagen: Er reproduziert die Musik mit einem lauten, dynamischen Durchsetzungsvermögen und einer geräumigen Klangbühne.

Der Ultrasone Signature Pro sitzt auch nach Stunden noch bequem und komfortabel auf dem Schädel.
Der Ultrasone Signature Pro sitzt auch nach Stunden noch bequem und komfortabel auf dem Schädel.

Wir schauten uns mit dem an einen Fiio-Kopfhörerverstärker angeschlossenen Signature Pro außerdem etliche Episoden der „Lost:Season-2“-DVD auf einem Mac Mini an. Die Titelmusik der Serie sowie die Dschungel- und Strandgeräusche schienen von überall um uns herum zu kommen, während klare Dialoge und Schüsse die Dynamik des Kopfhörers unterstrichen.

Fazit

Ja, der Ultrasone Signature Pro ist richtig teuer – aber auch äußerst leistungsfähig und jeden Cent wert. Er bleibt auch über lange Sitzungen hinweg komfortabel, klingt nicht nur daheim, sondern auch an mobilen Geräten gut, ist stabil genug, um den Strapazen des Alltags zu trotzen, und punktet mit einer der längsten Garantien, die von Kopfhörerherstellern geboten werden. Der Ultrasone Signature Pro ist dann eine lohnende Investition, wenn man als audiophiler Nutzer noch einem Full-Size-Kopfhörer mit transparentem, neutralen und superbem Klang sucht, der sich mit jeder Art Musik gut verträgt.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Ultrasone Signature Pro im Test: geschlossener HiFi-Kopfhörer der Spitzenklasse

  • Am 17. Oktober 2012 um 22:15 von Michael Preuß

    Test Ultrasone Signature Pro
    Liebe Leute, seit wann ist AKG deutsch?

    • Am 4. Juli 2013 um 07:28 von BrianO

      Ja. Das stimmt allerdings. Wer glaubt, AKG sei ein deutscher Hersteller von Kopfhörern, der soll bitte vorm nächsten Hifi-Kauf mal ins Geschichtsbuch oder auf die Landkarte schauen!

      Peinlich!

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