Geschwindigkeit

Die vergangenen Outdoor-Kameras von Olympus waren nie besonders schnell. Nicht nur bei der Auslöseverzögerung oder den Speicherzeiten gab es nervige Pausen, sondern auch das Interface reagierte einfach träge. Die Olympus TG-1 hat mit diesen Problemen nicht mehr zu kämpfen.

Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 2,1 Sekunden. Zwischen jeder weiteren Aufnahme genehmigt sich die Kamera eine Verschnaufpause von 1,2 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verlängert sich die Auszeit nur wenig – auf 1,8 Sekunden.

Um auf das Motiv zu fokussieren und das Foto einzufangen, benötigt die Kamera bei optimalen Lichtverhältnissen 0,3 Sekunden. Im Zwielicht verschlechtert sich der Wert auf immer noch ordentliche 0,6 Sekunden. Damit spielt die Kamera nun endlich in einer Liga mit der Konkurrenz von Sony und Panasonic.

Für Actionfotos hat die Olympus TG-1 ebenfalls einiges zu bieten. Mit voller Auflösung stemmt die Kamera fünf Bilder pro Sekunde. Und wer sich mit 3 Megapixeln zufrieden gibt, wird mit Serienbildraten von 15 bis 60 fps belohnt. Allerdings bietet die Kamera hier keinen kontinuierlichen Autofokus. Verändert sich während des Serienbild-Dauerfeuers also die Entfernung zwischen Fotograf und Motiv deutlich, so wird ein Teil der Aufnahmen unscharf.


Die Olympus TG-1 von links, vorne und rechts: Mit Abmessungen von 11,2 mal 6,7 mal 2,9 Zentimetern ist die TG-1 ordentlich kompakt (zum Vergrößern auf die Thumbnails klicken).

Bildqualität

Für eine Outdoor-Kompaktkamera liefert die Olympus TG-1 sehr gute bis ausgezeichnete Fotos. Die Qualität einer XZ-1, die einen deutlich größeren Bildsensor besitzt, darf man hier allerdings nicht erwarten.

Bei den niedrigsten Empfindlichkeiten bewegen sich die Fotos der Olympus TG-1 – betrachtet man die Aufnahmen bei 100-prozentiger Vergrößerung – zwischen überschärft und zu weich. So sieht die Bildqualität dann auch bis ISO 800 aus. Bei höheren Empfindlichkeiten geraten die Fotos dann schließlich zunehmend weicher und verrauschter. Von ISO 3200 sollte man nur im Notfall Gebrauch machen, von ISO 6400 raten wir gänzlich ab. Unterm Strich reicht die Bildqualität fürs Internet und für Abzüge bis einschließlich DIN-A4-Größe locker aus, solange man sich im Bereich bis ISO 400 bewegt.

Auch wenn der zweite Absatz im Bereich Bildqualität mit dem ersten etwas im Widerspruch zu stehen scheint: So entwickelt sich die Bildqualität bei den meisten Kompaktkameras mit 1/2,3-Zoll-Sensoren. Die TG-1 hat hier den Vorteil, dass sie sich mit ihrem lichtstarken F2.0-Objektiv stets bei niedrigeren Empfindlichkeiten bewegt als das Gros der Konkurrenz.

Die Videoqualität der Olympus TG-1 ist ebenfalls gut, eignet sich aber am besten für YouTube & Co. und weniger für den regelmäßigen Genuss auf einem großformatigen Fernseher. Die Qualität bewegt sich in etwa auf einem Niveau mit einem Pocket-Camcorder oder besseren Smartphones. Der Ton ist allerdings deutlich besser als bei den beiden genannten Geräteklassen. Außerdem steht während der Aufnahme ein optischer Zoom zur Verfügung, der in sehr leisen Umgebungen allerdings leicht zu hören ist. Außerdem verfügt die Kamera über einen mechanischen Bildstabilisator, schiebt also den Sensor durch die Gegend, um Verwacklungen seitens der Fotografen respektive Kameramanns auszugleichen. Bei hohen Brennweiten machen sich zittrige Hände jedoch trotzdem auf den Clips bemerkbar.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Olympus TG-1 im Test: schnelle Rambo-Kamera mit guter Bildqualität und Ausstattung

  • Am 10. Juli 2012 um 00:47 von Philipp B.

    Olympus TG-1
    Hallo,

    ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer Outdoorkamera, welche eine gute Bildqualität hat und diese nicht zu Gunsten der Outdoorfeatures einbüsst. Der von Ihnen verfasste Bericht verleitet mich zum Kauf der TG-1, denn ich habe mir vor einigen Tagen eine Pentax Optio WG-2 GPS gekauft und bin mit deren Bildqualität nicht sonderlich zufrieden.

    Nun stellt sich mir die Frage, ob die TG-1 hinsichtlich der Bildqualität besser ist, denn die WG-2 macht leider nicht beständig gute Fotos und wenn dann auch nur mit mittelmäßiger Qualität. Zudem ist die Geschwindigkeit der WG-2 zu bemängeln.

    Meine Frage an die Redaktion, lohnt sich ein Kauf der TG-1 oder ist die Bildqualität nicht unwesentlich besser?

    Grüße

    Philipp

  • Am 14. Juli 2012 um 17:53 von Michael Stubbings

    tg1 Film-Geräusche
    Hallo!
    Ich habe mir die TG1 gekauft und finde die Fotoquali sehr gut.
    Was mich allerdings total stört ist die Geräuschentwicklung beim Filmen. Der Zoom ist unglaublich laut zu hören, ok auf den könnte man noch verzichten…aber der Autofokus ist schon so laut mit einem fast ununterbrochen hörbaren Tickern wie bei einer Uhr. Kann ich da was machen (ausser den Ton deaktivieren?)
    Oder ist bei mir gar etwas kaputt?
    Danke für die Auskunft!
    lg,
    Michael

  • Am 19. Juli 2012 um 09:33 von Michael Stubbings

    tg1 Filmgeräusche
    Antwort ist zwar keine gekommen, aber inzwischen ist klar…die Kamera war nagelneu und trotzdem kaputt!
    Bei der neuen ist alles soweit ruhig…
    mfG
    Michael Stubbings

  • Am 30. Juli 2012 um 02:34 von Philipp

    Olympus TG-1
    Hallo,

    erst einmal danke für die Antwort auf meine erste Frage. Ich habe die WG-2 gegen die TG-1 umgetauscht und bin zumindest was die Bildqulität und die Auslösezeit zufriedener. Einzig und allein der Videomodus macht Probleme. Nun würde ich gerne wissen, ob bei Ihrem Testgerät Geräusche auf den Videos zu hören waren?

    Ich habe bereits eine TG-1 zurückgehen lassen, da auf den Videos ein Klackern zu hören ist. Nun höre ich bei der Jetztigen ein Dschungelgeräusch, obwohl es bei der Aufnahme komplett still war.

    Grüße

    Philipp

  • Am 5. September 2012 um 22:22 von Benni

    Bildqualität und Haltbarkeit im Vergleich
    Hallo,

    ich interessiere mich derzeit für zwei Kameras. Die FT 4 oder die TG-1. Vorher war ich ganz klar ein Fan der FT 4. Habe eine FT 2 besessen und war bis zum Wasserschaden beim Schnorcheln voll und ganz zufrieden. Jetzt haben mich bei Amazon die vermehrt kritischen Äußerungen schockiert, in denen geschrieben wurde, dass die Kamera bereits sehr früh den Geist auf gibt. Häufig traten Undichtigkeiten auf. Was würden sie in Punkto Robustheit sagen? Welche der beiden Modelle neigt wohl eher zu spontanen Totalausfällen.

    Die zweite Frage wäre ganz einfach. Bei welche Kamera ist die Bildqualität überzeugender. Dabei meine ich vorallem bei gutem Licht? (Bei schlechtem sollte ja die TG 1 aufgrund des lichtstärken Objektives punkten)

    • Am 20. September 2012 um 21:00 von Ralf

      AW: Bildqualität und Haltbarkeit im Vergleich
      Auch ich suche eine geeignete Outdoorkamera, doch leider findet man kaum Infos, da diese Kameras nicht so verbreitet sind.
      Die Test von denen man liest sind auch total unterschiedlich.
      Bissher wollte ich mir die Nikon Coolpix AW100 zulegen.
      Dann sagte man mir, die Canon Powershit D20 sei die Beste und nun lese ich das hier und bin noch mehr verwirrt.

      Ich möchte die Kamera vorüberwiegende im Wasser einsezten… könnten sie mir einen Tipp geben, welche nun die geeigneste ist?

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