LG Optimus Vu im Vorab-Test: 5-Zoll-Smartphone mit prallem Bildschirm und altem Android

Ausstattung

Für Rechenleistung im LG Optimus Vu sorgt ein 1,5 GHz schneller Dual-Core-Prozessor. Gegen den Vierkern-Chip der Optimus 4X HD kann die CPU zwar nicht anstinken, über mangelnde Leistung können wir uns aber trotzdem nicht beschweren. Beim Wechsel vom Hoch- ins Querformat gibt es keine merkliche Verzögerung, ebenso flüssig geht das Wischen durch die Homescreens vonstatten. Spiele und Apps starten und schließen problemlos, der Wechsel zurück zum Homescreen passiert ebenfalls erfreulich flott. Lediglich die Kamera macht bei der Performance ein paar Probleme – aber dazu später mehr.

Leider setzt LG beim Betriebssystem noch auf das angestaubte Android 2.3 Gingerbread. Zwar hat der Hersteller ein Upgrade auf Version 4.0 mit dem Namen Ice Cream Sandwich angekündigt, doch wann dieses erscheinen wird, steht noch in den Sternen. Bis dahin müssen sich Kunden mit der alten OS-Version zufrieden geben. Mit an Bord sind natürlich die üblichen Verdächtigen wie Gmail, Latitude, Play Store, Places, Talk, YouTube und Maps inklusive Navigation. Ebenfalls in die Schublade „Selbstverständlich“ gehören Apps für Textnachrichten, E-Mail, Webbrowser, Wörterbuch, Kalender, Uhr inklusive Wecker, Notizbuch, Taschenrechner und Diktiergerät.

Außerdem verpasst LG dem Smartphone noch eine Reihe weiterer Anwendungen, etwa zum Sichern der persönlichen Daten oder zum Abrufen von Nachrichten und Wetter. Außerdem ist die Office-Lösung Polaris Office an Bord sowie eine Anwendung namens RemoteCall, mit dessen Hilfe der LG-Support auf das Gerät zugreifen und Probleme lösen kann. Ebenfalls im Paket sind eine Videoschnitt-App und eine TV-App, die in Verbindung mit der zuvor erwähnten Antenne zum Fernsehempfang dient. Die SmartWorld-Anwendung gewährt Zugriff auf Apps und Klingeltöne von LG, mit SmartShare lassen sich Fotos & Co. in diversen sozialen Netzwerken teilen. Ob sich diese Apps dann auch auf der Deutschland-Version des Optimus Vu finden, ist allerdings zumindest fraglich.

Das Optimus Vu verfügt über eine integrierte Antenne für den Radio- und Fernsehempfang.
Das Optimus Vu verfügt über eine integrierte Antenne für den Radio- und Fernsehempfang.

Wie bereits eingangs erwähnt verfügt das LG Optimus Vu über einen NFC-Chip (Near Field Communication), der eine sichere Kommunikation über kurze Distanzen erlaubt. Im Lieferumfang mit dem Smartphone sind drei verschiedene Aufkleber mit den Beschriftungen Office, Sleep und Car enthalten. Diese kann der Anwender ins Büro, ans Bett respektive ins Auto kleben und anschließend dazu nutzen, ohne Aufwand diverse Einstellungen am Smartphone zu verändern. Wer ins Bett geht, stellt so beispielsweise gleichzeitig den Klingelton auf lautlos, dimmt das Display und deaktiviert die Musikwiedergabe nach zehn Minuten. Wenn diese Einstellungen einmal festgelegt sind, lassen sie sich jederzeit durch ein Antippen des jeweiligen Stickers aktivieren.

Auch wenn das NFC-Feature größtenteils zuverlässig arbeitet und die Aufkleber mit der dazugehörigen Tag+-App schnell konfiguriert sind, ist der NFC-Chip im Optimus Vu nicht so empfindlich wie im LG Optimus 3D Max. Beim Max reicht ein einzelnes Antippen aus, um die Einstellungen zu speichern respektive abzurufen. Beim Optimus Vu müssen wir gelegentlich schon etwas mit dem Smartphone auf dem Sticker herumrubbeln.

Außerdem verfügt das Optimus Vu über eine QuickMemo-Funktion, die sich durch einen Druck auf die zuvor erwähnte QuickClip-Taste auf der Oberseite aktivieren lässt. Hier kann der Anwender nach Belieben mit dem Finger oder dem Rubberdium-Stylus auf dem Display herumkritzeln – wahlweise auf einem leeren Hintergrund oder auf einem Screenshot. Anschließend gibt es die Möglichkeit, die Werke abzuspeichern und mit der Welt zu teilen. Farbe und Beschaffenheit des virtuellen Stifts lassen sich konfigurieren.

Dieses Foto zeigt die QuickMemo-Funktion in Aktion.
Dieses Foto zeigt die QuickMemo-Funktion in Aktion.

Die 8-Megapixel-Kamera bietet eine ganze Reihe von Features: Autofokus, Touch to Focus, Blitz, 15-fach-Digital-Zoom, Gesichtsverfolgung, Geotagging, Selbstauslöser, Serienbildmodus und Panorama-Aufnahme. Außerdem ist eine Belichtungskorrektur an Bord. Es stehen insgesamt vier verschiedene Bildgrößen (zwischen 1280 mal 960 und 3264 mal 2448 Pixel), sechs Motivprogramme (Normal, Portrait, Landschaft, Sport, Sonnenuntergang und Nacht), vier verschiedene ISO-Optionen (100, 200, 400 und Auto), fünf Weißabgleich-Einstellungen (Auto, Kunstlicht, Sonnig, Neonlicht und Bewölkt) sowie vier Farbeffekte (Kein, Mono, Sepia und Negativ) zur Verfügung.

Die frontseitige Kamera bietet die gleichen Funktionen wie Belichtungskorrektur, Weißabgleichoptionen, Farbeffekte, Selbstauslöser und Geotagging, beschränkt sich jedoch auf zwei Szenenmodi (Normal und Nacht) sowie zwei Bildgrößen (640 mal 480 und 1280 mal 960 Pixel). Außerdem gibt es eine Option, die das Bild spiegelt und eine Beauty-Shot-Funktion, die Helligkeit und Weichzeichnung des Hauttöne anpasst.

Im Videomodus stehen ebenfalls die Einstellungen zu digitalem Zoom, LED, Belichtungskorrektur, Geotagging, Farbeffekte und Weißabgleich zur Verfügung. Außerdem gibt es die Option, den Ton stummzuschalten, und die App bietet sieben verschiedene Videoformate von QCIF bis Full-HD an. Ganz ähnlich präsentiert sich die frontseitige Kamera im Videomodus, die allerdings nur fünf Bildgrößen von QCIF bis 720p anbietet.

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