LG Optimus Vu im Vorab-Test: 5-Zoll-Smartphone mit prallem Bildschirm und altem Android

Leistung

Unsere Kollegen von CNET.com haben das mit Quad-Band ausgestattete LG Optimus Vu in San Francisco mit dem Provider AT&T getestet. Der Empfang ist optimal, und es treten weder abgebrochene Anrufe noch Rauschen oder Knistern auf – weder auf der einen noch der anderen Seite des Gesprächs. Allerdings ist die Soundqualität eher mäßig. Die Stimmen sind zwar zu verstehen, hören sich aber dumpf an. Die Lautstärke nach oben zu drehen, sorgt ein wenig für Abhilfe. Aber dennoch klingen beide Gesprächspartner jeweils auf der Gegenseite, als sprächen sie durch einen dicken Schal.

Der Lautsprecher kann ebenfalls nicht überzeugen. Sowohl Stimmen im Freisprechmodus als auch Musik klingt extrem scharf und aggressiv. Hier hilft es ein wenig, die Lautstärke nach unten zu regeln. Enttäuschend ist der Lautsprecher unterm Strich aber trotzdem.

Die Bildqualität der 8-Megapixel-Kamera ist ordentlich. Zur Aufnahme von Fotos halten wahlweise die Schaltfläche auf dem Display her oder die Lautstärke-Buttons. Die Bilder gelingen in der Regel scharf. Die Motive sehen sowohl bei Innen- als auch bei Außenaufnahmen gut definiert aus. Die frontseitige Kamera leistet ebenfalls gute Dienste. Zwar sehen die Fotos hier nicht ganz so scharf aus, für Videotelefonate und gelegentliche Selbstportraits reicht die Qualität aber definitiv.


Bei guten Lichtverhältnissen ist die Detailwiedergabe der rückseitigen Kamera ist ausgezeichnet (links). Bei Innenaufnahmen (rechts) liefert die Kamera immer noch recht rauschfreie und natürlich wirkende Ergebnisse (zum Vergrößern klicken).


Bei unserer Studio-Testaufnahme (links) bringt die Kamera einen leichten Gelbstich auf das Bild. Die mit der Frontkamera geschossene Aufnahme (rechts) wirkt merklich weicher als die anderen Bilder, geht aber immer noch in Ordnung.

Ein kleines Problem hat die frontseitige Kamera allerdings: Das Sucherbild auf dem Display hinkt deutlich hinterher – wir können uns beispielsweise blinzeln sehen. Interessanterweise ist die Kamera dagegen während der Videoaufnahme immer auf der Höhe der Zeit.

Die Qualität der Videoaufnahmen überzeugt. Der Ton ist ordentlich, und das Bild sieht scharf aus. Die Farbwiedergabe ist erfreulich präzise, und das Sucherbild auf dem Display weist keine Verzögerung auf. Nachdem das Display allerdings im 4:3-Format gebaut ist, muss man mit schwarzen Streifen ober- und unterhalb des Videos leben. Im Querformat funktioniert die Videowiedergabe gut, im Hochformat treten leider merkliche Ruckler auf.

Der Akku ist mit einer Kapazität von 2080 mAh zwar recht großzügig dimensioniert, dürfte aufgrund des großen Displays aber dennoch keine Wunder vollbringen. Nach ein paar Stunden intensiver Nutzung ist die Kapazität auf etwa ein Viertel abgefallen. Bei normalem Gebrauch mit gelegentlichen Anrufen, Internet-Recherchen, E-Mail-Abrufen und dergleichen dürfte es kein Problem sein, über den Tag zu kommen.

Ausblick

Nachdem man sich mit dem – gelinde gesagt – ausgefallenen Formfaktor des LG Optimus Vu angefreundet hat, fällt auf, dass das gesamte Gerät noch unfertig wirkt. Vielleicht liegt es am veralteten Betriebssystem, an der langsamen Kamera oder doch noch am Seitenverhältnis. Aber das Phablet wirkt einfach nicht als könne es mit dem Galaxy Note in einer Liga spielen. Ein weiterer Punkt ist der Preis: Die Online-Shops, die das Gerät in Deutschland zur Vorbestellung anbieten, verlangen 800 Euro.

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