Dennoch schauen wir uns natürlich die Performance des BDP-S590 an und scheuchen ihn durch unseren Testparcours. Die Bildqualität von Blu-rays und DVDs des BDP-S590 ist wie die anderer moderner Player wenig überraschend exzellent. Die Streaming-Darstellungsqualität ist ebenfalls großartig, HD-Inhalte sehen so gut aus wie auf jedem anderen Player.

Der BDP-S590 (wie alle aktuellen Blu-ray-Player) lädt Filme merklich schneller als die Sony PlayStation 3, ist dabei aber langsamer als andere Standalone-Blu-ray-Player des Modelljahres 2012. Das liegt hauptsächlich an seinen lausigen eigentlichen Disc-Ladegeschwindigkeiten; selbst für eine Disc mit einem simplen Menü (z.B. Mission Impossible III) braucht er bis zu zwei mal so viel Zeit wie die Konkurrenz. Der BDP-S590 ist beim Laden sonstiger Inhalte eigentlich keine Schlafmütze und auch die Navigation geht vergleichsweise flott von der Hand, aber wenn man einen Stapel Blu-ray-Filme anschauen will, sollte man besser Geduld mitbringen.

Der integrierte Web-Browser funktioniert an sich zwar, ist für eine echte Nutzung aber zu langsam und rendert zudem schlecht.
Der integrierte Web-Browser funktioniert an sich zwar, ist für eine echte Nutzung aber zu langsam und rendert zudem schlecht.

Wer alle Testdetails haben möchte, braucht sich nur einmal die 2012er Blu-ray-Charts unser US-amerikanischen CNET-Kollegen anzuschauen. Die Kernaussage ist aber, dass die Performance eines Blu-ray-Players als Unterscheidungsmerkmal einfach nicht mehr so wichtig ist, denn in Sachen Bildqualität liegen sie praktisch gleichauf. Man ist daher besser beraten, bei der Wahl eines Blu-ray-Players die fraglichen Modelle lieber hinsichtlich der gewünschten Ausstattungsmerkmal und einfacher Bedienbarkeit zu selektieren.

Wie sieht es eigentlich mit Sonys anderen Blu-ray-Playern aus? Der BDP-S590 ist in Sony aktuellem Portfolio das Mittelklassemodell, aber das Unternehmen bietet im Modelljahr 2012 noch drei weitere Player an:

  • Sony BDP-S390 (Listenpreis 129 Euro): WLAN, Streaming-Apps
  • Sony BDP-S490 (Listenpreis 129 Euro): 3D-Kompatibilität, Streaming-Apps
  • Sony BDP-S590 (Listenpreis 169 Euro): WLAN, 3D-Kompatibilität, Streaming-Apps (hier im Test)
  • Sony BDP-S790 (Listenpreis 249 Euro): WLAN, 3D-Kompatibilität, Streaming-Apps, zwei HDMI-Ausgänge, 4K-Upscaling, Skype (mit optionaler Kamera)

Die beiden 130-Euro-Modelle haben wir zwar noch nicht getestet, aber je nach Anspruch (WLAN oder 3D) dürften sie die beste Wahl für die allermeisten Anwender darstellen – speziell der BDP-S390. Denn für all die Käufer, die weder einen 3D-fähigen HDTV und noch 3D-Blu-rays besitzen und vielleicht auch einfach kein Interesse an diesem Format haben, ist die 3D-Kompatibilität keine essenziell wichtige Funktion, sondern nur ein Preistreiber. Vergleich man Stand jetzt via Geizhals die Marktpreise, bildet sich der Unterschied im Listenpreis auch am Markt ab: Der BDP-S390 ist mit Lagerpreisen ab 98 Euro schon einen ganzen Zacken günstiger als der ab 139 Euro am Markt verfügbare BDP-S590. Und wer 3D will, aber kein WLAN braucht: Den BDP-S490 gibt es ebenfalls zu Preisen ab 98 Euro. Der Marktpreis des BDP-S790 liegt übrigens bei 198 Euro.

Fazit

Der Sony BDP-S590 ist ein guter Allround-Blu-ray-Player und definitiv einen zweiten Blick wert, wenn man auf die Ästhetik oder das Playback digitaler Videodateien Wert liegt. Die Streaming-Funktionen sind ebenfalls gut, aber im Vergleich zu den Möglichkeiten des US-amerikanischen Markts natürlich enorm beschnitten.

Wer nicht alle Features des Players braucht, kann am Markt rund 40 Euro sparen und einen der kleinen Brüder nehmen oder gleich zum Testsieger unserer US-amerikanischen CNET-Kollegen greifen: Der Panasonic DMP-BDT220 hat zwar einen klassischen „Schwarzer Kasten“-Look, bietet dafür aber auch ein besseres User-Interface sowie merklich schnellere Filmladezeiten und ist ebenfalls bereits zu Preisen ab 139 Euro am Markt erhältlich.

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