Display

Für bessere Bedienelemente braucht man sich die 3DS XL also nicht kaufen. Dafür hat Nintendo aber kräftig am Bildschirm geschraubt. Statt 3,0 Zoll misst die Anzeige jetzt 4,9 Zoll in der Diagonale. Außerdem ist das Panel erfreulich hell, klar und überzeugt mit tollen Farben. In der Praxis ist das riesige Display zwar erst einmal beeindruckend, doch es fällt schwer, den zusätzlichen Platz auch wirklich zu genießen. Denn leider hat Nintendo die Auflösung von 800 mal 480 beziehungsweise 800 mal 240 Pixeln im 3D-Modus nicht verbessert. Unterm Strich hat die Pixeldichte damit deutlich abgenommen.

Das Ergebnis davon ist, das viele Objekte auf dem Display merklich pixelig aussehen, und wir mehr als nur gelegentlich über gezackte Kanten stolpern. Die Nintendo 3DS konnte zwar nie mit gewaltigen Grafik-Feuerwerken punkten, doch verpixelt sahen Mario, Zelda & Co. auf dem kleinerem Bildschirm nie aus.

Allerdings muss man Nintendo zu Gute halten, dass sich die Auflösung wohl nicht so ohne weiteres nach oben drehen lässt. Denn schließlich hätte es dann wieder Probleme mit der Abwärtskompatiblität neuerer Spiele zur 3DS gegeben. Einzig eine Vervierfachung, wie sie Apple bei seinen Displaydiagonalen durchführt, hätte hier weitergeholfen. Aber 1600 mal 960 Pixel auf 4,9 Zoll hätten wohl wiederum den Preisrahmen gesprengt.

Die meisten jüngeren Spieler dürften sich kaum an der etwas klotzigen Darstellung stören, solange der Rest stimmt. Aber wer hohe Ansprüche an die Wiedergabequalität stellt, sollte sich die Konsole vor dem Kauf zumindest einmal näher angesehen haben.

Das wird so ziemlich alles sein, was viele Käufer der 3DS XL erst einmal zu sehen bekommen. Denn im Lieferumfang ist kein Ladekabel enthalten.
Das wird so ziemlich alles sein, was viele Käufer der 3DS XL erst einmal zu sehen bekommen. Denn im Lieferumfang ist kein Ladekabel enthalten.

3DS für drei Dimensionen

Fast eineinhalb Jahre nach dem Marktstart der 3DS klingt es zwar nicht mehr so spektakulär, aber die Nintendo 3DS XL verfügt immer noch über ein autostereoskopisches 3D-Display, das man bei anderen Herstellern vergeblich sucht. Autostereoskopisch bedeutet dabei, dass der Nutzer keine alberne 3D-Brille aufsetzen muss, um eine Tiefenwirkung zu erleben. Das erreicht der Hersteller dadurch, dass jeweils die Hälfte der Pixel auf dem Bildschirm nur vom rechten, und die andere Hälfte vom linken Auge zu sehen sind.

Damit das funktioniert, muss der Anwender jedoch genau gerade vor der Anzeige sitzen – Zuschauer haben ebenfalls Pech gehabt und sehen nur Pixelsalat. Wir sind uns nicht sicher, ob dieser Sweet Spot bei der 3DS XL kleiner geworden ist. Größer als beim Vorgänger ist er jedenfalls nicht. Sobald man entweder seinen Kopf oder die Konsole etwas hin und her schüttelt, wird das Bild platt und verschmiert. Das ist nicht gerade ideal für holprige Auto- oder Zugfahren und windige Flüge.

Wie bei der 3DS funktioniert die 3D-Wiedergabe auf der 3DS XL gut. Der Effekt ist erfreulich klar und weist eine ordentliche Tiefe auf. Für die Tiefenwirkung gibt es auf der rechten Seite des Gehäuses übrigens einen Schieber, mit dem sich die Intensität des 3D-Effekts von viel über wenig bis aus regeln lässt.

Dieser Schieber rechts am Display dient zum Regeln der Intensität des 3D-Effekts.
Dieser Schieber rechts am Display dient zum Regeln der Intensität des 3D-Effekts.

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