Die Anschaffungskosten von 50 Euro für das iCade Mobile sind ganz schön hoch gegriffen. Für etwas mehr als das doppelte gibt es schon eine Nintendo DSi zu kaufen. Das Original-iCade für das iPad durfte sich die gehobenen Anschaffungskosten leisten – schließlich gab es hier ein flippiges und cooles Produkt für das Geld. Außerdem war die Verarbeitungsqualität auf einem deutlich besseren Niveau. Das D-Pad spricht zwar gut an, macht aber einen etwas losen Eindruck – und Retro-Titel wie Defender oder Joust einfach nicht so viel Spaß wie im Original.

Mit dem iOS-Gerät verbindet sich das iCade Mobile via Bluetooth. Zum Paaren drückt der Anwender alle vier Schultertasten und gibt anschließend einen Code mit Hilfe des Steuerkreuzes und der Tasten ein, die allesamt mit Zahlen versehen sind. Nachdem die Verbindung einmal erfolgreich auf diese Art und Weise hergestellt wurde, muss der Anwender in Zukunft lediglich das Gadget einschalten, und schon kann’s losgehen. Für die Stromversorgung des iCade Mobile sind zwei AA-Batterien erforderlich. Zum Tausch dieser ist es jedoch erforderlich, die Rückseite des Gehäuses abzuschrauben.

Besonders elegant ist die Halterung nicht: Man muss das iPhone in diese Gummi-Einfassung hineinpopeln.
Besonders elegant ist die Halterung nicht: Man muss das iPhone in diese Gummi-Einfassung hineinpopeln.

Die Gummifassung für das iPhone beziehungsweise den iPod Touch fühlt sich billig an und dehnt sich etwas seltsam unregelmäßig rund um das Mobiltelefon. Für den iPod Touch ist ein zusätzliches Gummiteil im Lieferumfang enthalten, das das schlankere Gehäuse ausgleicht. Sobald das iOS-Gerät im Gehäuse steckt, fühlt es sich dort recht sicher an. Allerdings sind beim iPhone weder die Lautstärketasten noch Ein/Aus-Schalter erreichbar. Positiv anzumerken bleibt, dass sich das Apple-Gerät nicht nur im Quer-, sondern auch im Hochformat einsetzen lässt.

Eine Warnung noch zum Schluss: Zwar stehen für das iCade insgesamt mehr als 100 Spiele zur Verfügung. Doch nicht alle Titel arbeiten auch mit dem iCade Mobile zusammen. Das ist uns beispielsweise aufgefallen, als wir Super Crate Box spielen wollten. In Zukunft wird es hier sicherlich noch das eine oder andere Updates und mehr Auswahl geben, doch aktuell sieht die Realität etwas frustrierend aus.

Mit dem iCade Mobile lässt es sich sowohl im Hoch- als auch im Querformat zocken.

Fazit

Für den Daddelfreak, der schon alles hat, könnte das iCade Mobile durchaus ein smartes, wenngleich teures Geschenk sein. Allerdings verfliegt der Überraschungseffekt schnell und es wird klar, dass Ion Audio aus dem iPhone keine PlayStation Vita macht. Wer unbedingt mit Buttons daddeln möchte, sollte sich eben doch einfach eine Vita oder eine 3DS kaufen.

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