Performance

Der XBA-4 ist ein superb klingender Ohrhörer mit einem ausgewogenen Mix tiefer Bässe, natürlicher Mitten und geschmeidiger, detaillierter Höhen. Der ultimative Test für jeden beliebigen Kopf- oder Ohrhörer ist letztlich, wie sie nach langem Hörgenuss klingen. Der XBA-4 enttäuscht in dieser Hinsicht nicht und lässt seinen Nutzer nie erschöpft zurück.

Abgesehen vom klasse Sound ist der Ohrhörer auch sehr komfortabel. Man ist sich zwar der Masse der vergleichsweise großen Ohrstücke bewusst, die einem da aus dem Ohr hängen, aber auf den empfundenen Kofort hat das keinen Einfluss: Die Ohrstücke sitzen immer sicher im Ohr und fallen nicht von allein heraus, dazu braucht es schon ein beherztes Ziehen am Kabel. Das Kabel kennt zudem keine „Mikrofonie“; es überträgt also keine Geräusche, wenn es sich an der Kleidung reibt.

Praktisch: Mit der Wickelhilfe lässt sich die Kabellänge anpassen und der Kopfhörer unterwegs knäuelfrei verstauen.
Praktisch: Mit der Wickelhilfe lässt sich die Kabellänge anpassen und der Kopfhörer unterwegs knäuelfrei verstauen.

Hohe Lautstärken stellen übrigens keine Herausforderung für den XBA-4 dar. Im Test ertappen wir uns immer wieder dabei, wie wir den Ohrhörer mit ohrenbetäubender Lautstärke betreiben, ohne dabei die geringsten Verzerrungen befürchten zu müssen.

Im Vergleich mit dem von unseren US-Kollegen getesteten Etymotic ER-4PT (Marktpreis ab 280 Euro) mit einzelnem „Balanced Armature“-Treiber – übrigens fällt auch der von uns getestete Sony XBA-1iP (Marktpreis ab 65 Euro) in diese Kategorie – hat der der XBA-4 eine reichere, vollere klangliche Balance mit stärkerem dynamischen Kick, während der ER-4PT einen helleren Sound mit überlegener Auflösung feiner Details bietet. Beide Ohrhörer sind richtig gut, aber der XBA-4 setzt sich unserer Meinung nach mit seinem akkuraten, kultivierten Sound im Direktvergleich als Sieger durch.

Vergleicht man den XBA-4 mit dem von CNET USA getesteten Phonak Audeo PFE 132 (ebenfalls ein Ohrhörer mit Single-„Balanced Armature“-Treibern, Marktpreis ab 199 Euro), dann punktet der Sony-Ohrhörer mit dem besseren Bass und klingt insgesamt dynamischer und merklich voller als der PFE-132. Dafür klingen Akustikgitarren mit dem Phonak-Ohrhörer realistischer, während der XBA-4 die einzelnen Noten etwas verwischt.

Die mitgelieferte Schutztasche ist zwar kein Designwunder, erfüllt ihren Daseinszweck aber tadellos.
Die mitgelieferte Schutztasche ist zwar kein Designwunder, erfüllt ihren Daseinszweck aber tadellos.

Alle beschriebenen Hörvergleiche wurden an einem iPod Classic durchgeführt. Wir probierten den Ohrhörer aber auch mal mit ein paar Filme am Computer aus. Zusammen mit dem Kopfhörerverstärker FiiO E17 klingt der Sony XBA-4 hier noch geräumiger als mit Musik; er baut eine richtig dichte Sound-Kulisse auf.

Fazit

Sonys erster Vorstoß in das audiophile Ohrhörer-Design mit „Balanced Armature“-Treiber kann man eigentlich nur als äußerst erfolgreich beschreiben, denn der XBA-4 klingt einfach nur exzellent. Wenn man den hohen Preis tolerieren kann, dann darf man sich auf einen Ohrhörer mit sexy Design, komfortablem Sitz und vollem, Störschall unterdrückendem Klang freuen. Wer auf der Suche nach einem ausgewogenen audiophilen Ohrhörer ist, kann mit dem Sony XBA-4 kaum etwas falsch machen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Sony XBA-4: Hightech-Ohrhörer mit exzellentem Klang

  • Am 17. März 2015 um 15:57 von MCVitus

    Die Ohrhörer sind in ganz Europa nicht zu haben. Gibt’s die mal in nächster Zeit irgendwo wieder?

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