Logitech muss ja nicht zwangsläufig die Maus neu erfinden; traditionelle Mäuse funktionieren so gut, dass nur wenige Nutzer eine steile Lernkurve in Kauf nehmen würden, um eine Touch-Eingabe genießen zu können. Aber wenn Logitech schon mit „flüssigem Scrollen wie auf einem Smartphone“ wirbt, wie wäre es dann mit Multi-Gesten-Erkennung im Smartphone-Stil? Oder Pinch-to-Zoom-Funktionalität?

Performance

Logitech bietet zur M600 die sogenannte FlowScroll-Software zum Download an. Dabei handelt es sich im Kern um eine Reihe von Plugins für den Internet Explorer, Chrome und Firefox, die das Hoch- und Runterscrollen weicher gestalten und so das nahtlose Gefühl eines Smartphones oder Tablets replizieren sollen. Der Effekt ist nur marginaler Natur, aber wir konnten uns auch vor der Installation des Add-Ons nicht über die Glattheit des Scrollings beschweren.

Logitech setzt im Endeffekt darauf, dass sich potenzielle Nutzer durch das simple, moderne Gefühl der Touch-Bedienung und das schlanke, schicke Maus-Design zum Kauf der M600 animieren lassen. Wer sich von diesen Argumenten einfangen lässt, kann sich zumindest auf ein unkompliziertes Setup und die guten Features freuen, die vielen Logitech-Eingabegeräten gemein sind.

Der Unifying-Empfänger ist vielleicht eines dieser nützlichen Features: Über den im Lieferumfang enthaltenen USB-Mikro-Receiver können bis zu sechs kompatible Geräte von Logitech mit dem Rechner verbunden werden. Im Moment gehören dazu Mäuse, Tastaturen, ein kabelloses Touchpad und die Cube, eine Mischung aus portabler Maus und Präsentationsgerät. Das Limit von sechs Geräten in der Praxis auszuschöpfen dürfte daher eher schwerfallen.

Wer übrigens auf die Touch-Bedienung verzichten kann, spart mit der kleinen Schwester M510 richtig Geld. Diese mechanische Maus bietet die gleichen Navigationsfunktionen wie die M600, hat aber echte, physische Tasten – und kostet mit Marktpreisen ab 28 Euro weniger als die Hälfte der M600.

Logitech muss an dieser Stelle auch einmal für seine intuitive SetPoint-Konfigurationssoftware gelobt werden, die nicht nur der M600 sondern auch jedem anderen Eingabegeräte von Logitech beiliegt. Hier kann man Cursor- und Scroll-Sensitivität einstellen, Links- mit Rechtsklick (und umgekehrt) vertauschen und andere Einstellungen treffen. Die software bietet alle benötigten Konfigurationsmöglichkeiten, ohne den Anwender erst durch ein respekteinflößendes Interface abzuschrecken.

Fazit

Die Logitech Touch Mouse M600 macht nichts falsch, aber macht andererseits auch nicht genug, um den Preis von knapp 60 Euro zu rechtfertigen. Sie strahlt einen gewissen Reiz des Neuen aus und sieht auch noch gut aus, was zusammen durchaus zu einem Kauf verleiten kann. Ein Kauf ist kein Fehlgriff, aber wir wünschten, dass Logitech sich ein bisschen mehr angestrengt hätte, um der Touch-Funktionalität Bedeutung zu verschaffen – oder aber die M600 entsprechend günstiger anbieten würde.

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