Die aktuellen Apps nutzen jedoch nicht den ganzen Platz des 4-Zoll-Displays, zumindest solange nicht, bis sie ein Update erfahren, in dem der zusätzliche Platz berücksichtigt ist. Bis dahin laufen sie in der Mitte des Displays mit schwarzen Balken im oberen und unteren Bereich. Die bestehenden Apps funktionieren derzeit zwar problemlos, aber man registiert definitv den Unterschied. Wichtige Updates werden aber sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

Durch den gleich schmalen aber längeren Bildschirm ist es jetzt nicht mehr ganz so einfach, vom Home-Button bis nach oben alles mit einer Hand zu erreichen. Das iPhone 5 ist anders als noch der Vorgänger eher für die Bedienung mit beiden Händen ausgelegt. Diese Veränderung könnte Nutzer und auch App-Entwickler dazu veranlassen, aufs Querformat umzusteigen.

LTE

Apples neues iPhone unterstützt zwar den schnellen Datenfunk LTE, kann ihn aber bei vielen Netzbetreibern nur eingeschränkt oder überhaupt nicht nutzen. In Deutschland ist die schnelle Datenübertragung mit dem UMTS-Nachfolger sogar nur in Netzen der Telekom verfügbar. Kunden von O2 und Vodafone gehen hier leer aus. In den US-Netzen von Verizon und Sprint ist es nicht möglich, mit dem iPhone 5 gleichzeitig LTE zu nutzen und zu telefonieren.

Das Problem des von Apple in Europa angebotenen Modells liegt darin, dass das iPhone mit 1800 Megahertz nur zu einer der verfügbaren LTE-Frequenzen kompatibel ist. Diese wird lediglich von der Telekom und bislang in 60 Städten genutzt. Außerhalb dieser Städte oder in anderen Mobilfunknetzen ist die versprochene LTE-Bandbreite von bis zu 100 MBit/s nicht verfügbar. Zudem kostet LTE zusätzlich zu den nicht gerade günstigen Telekom-Tarifen zusätzlich knapp 10 Euro.

Kamera

Das iPhone 5 ist mit einer 8-Megapixel-Kamera ausgestattet – und bietet somit die gleiche Basisauflösung wie auch das iPhone 4S, auch wenn Apple daran noch kleine Verbesserungen vorgenommen hat. So liefert das neue iPhone eine höhere Qualität bei Aufnahmen mit schlechten Lichtverhältnissen und bietet eine bessere Bildstabilisierung bei Videoaufnahmen.

Das iPhone 5 liefert bei schlechteren Lichtverhältnissen bessere Resultate als der Vorgänger, und stellt jetzt auch Details dar, die beim 4S nicht zu erkennen waren (Foto: CNET)
Das iPhone 5 liefert bei schlechteren Lichtverhältnissen bessere Resultate als der Vorgänger, und stellt jetzt auch Details dar, die beim 4S nicht zu erkennen waren (Foto: CNET)

Fotos, die in schwierigen oder schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen werden, wirken besser als vorher, auch wenn sie grobkörniger sind als Bilder, die unter normalen, hellen Lichtverhältnissen erstellt werden. Mit dem iPhone 5 lassen sich schnell mehrere Aufnahmen in Folge erstellen.

Unter guten Lichtbedingungen liefert das iPhone 5 mit seiner 8-Megapixel-Kamera sehr gute Resultate (Foto: CNET).
Unter guten Lichtbedingungen liefert das iPhone 5 mit seiner 8-Megapixel-Kamera sehr gute Resultate (Foto: CNET).

Jetzt ist es auch möglich, während einer laufenden Videoaufnahme Fotos zu erstellen, aber leider nutzt das Feature dafür nicht die Kamera selbst, sondern zieht sich nur ein Einzelbild aus dem Videomaterial. Das hat ein anderes Seitenverhältnis zur Folge und bringt Einbußen bei der Bildqualität mit sich.

Neu ist auch der Panoramamodus, der allerdings mit einem Trick unter iOS 5 aktiviert werden konnte. Das Panoramabild wird aufgenommen, indem die Kamera im Portraitformat gehalten und langsam geschwenkt wird. Panorama-Apps sind an sich nicht neu, aber Apples Lösung ist einfacher zu bedienen und ausgefeilter. Die App selbst führt durch den Aufnahmeprozess, die Ergebnisse sehen gut aus, auch wenn die Bilder im Test leichte Artefakte aufweisen.

Im Panorama-Modus wird der Nutzer bequem durch das Aufnahme-Prozedere geleitet (Foto: CNET):
Auch die Frontkamera hat ein Update auf 720p erfahren, was zu besseren Ergebnissen sowohl bei verbesserten Fotoaufnahmen als auch bei Videos führt. Eine gute Nachricht für alle YouTube-Filmemacher.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Im Test: Apples neues iPhone 5 mit 4-Zoll-Display, schnellem A6-Prozessor und LTE

  • Am 26. September 2012 um 11:01 von Seb

    LTE Bewertung?
    Warum wird LTE positiv gewertet wenn es eigentlich negativ beschrieben wird? Ist ja schön das LTE theoretisch an Bord ist, aber die Umsetztung durch die Einschränkung ist doch wohl eher mangelhaft.

  • Am 15. Oktober 2012 um 16:53 von philipp

    zu kleiner Display?
    Wieso ist ein zu kleines Display ein Minuspunkt? Es ist ein Handy, daher soll es noch in die Hosentasche passen. Außerdem stehen viele nicht auf so ein riesiges Displays wie das S3, daher finde ich es eher unpassend eine persönliche Meinung mit einzubringen.

  • Am 16. November 2012 um 04:07 von JMM

    Größeres Display PFLICHT?!? Kein NFC SCHLECHT?!?
    Warum ist ein größeres Display PFLICHT?!? nur weil alle anderen immer größere und unhandlichere „Smartphones“ herstellen ist es doch nicht notwendig mit dem Strom zu schwimmen?!?

    Warum ist das fehlende NFC schlecht, wenn es 1. nirgends eingesetzt wird, 2. keinen internationalen Standart gibt und 3. keiner Nutzt, außer um Fotos zu kopieren?!?

    Ein neuer Anschluss ist also schlecht, wenn er ca. alle 10Jahre geupdatet wird, aber bei der Konkurrenz ist es gut wenn sie alle Jahre wieder einen anderen USB verbauen, nur weil es USB ist?!?!

    Ansonsten ein lesbarer und nutzbarer Test =)

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