Bildqualität

Zum Fotografieren bieten sich verschiedene Grundeinstellungen an: Samsungs Smart Auto eignet sich für die meisten Situationen, in denen man nur einfach und schnell einen guten Schnappschuss erstellen will. Desweiteren gibt es noch den intelligenten Modus. Hier findet man Motivprogramme für die gängigsten Situationen wie Porträt, Makro und Landschaft, hat aber auch Zugriff auf ein paar innovative Features wie Gesichtstönung oder das bestes Gesicht. Damit kann man aus fünf Bildern das jeweils beste einer Person heraussuchen, um ein optimales Gruppenbild zu erstellen. Im Expertenmodus lassen sich Einstellungen wie Blende, Belichtungsdauer und der ISO-Wert von 100 bis 3200 einstellen.

Wie bei den meisten Schnappschusskameras fällt auch hier unter besseren Lichtverhältnissen die Bildqualität entsprechend höher aus. Wer überwiegend bei Tageslicht fotografieren will, wird mit den Resultaten durchaus zufrieden sein. Bei schlechteren Lichtverhältnissen ist teilweise ein deutliches Rauschen sowie Artefakte erkennbar, die Darstellung wirkt gelegentlich zu weich und die Detailgenauigkeit bleibt dann öfters auf der Strecke. Auch wenn die Ergebnisse bei schlechter Ausleuchtung nicht optimal sind, sind sie in der Regel doch besser als die Resultate, die viele Smartphones unter gleichen Umständen erzielen.

(Foto: CNET)

Leistung

Aus dem Standby dauert es etwa 3,2 Sekunden bis zu Aufnahme des ersten Bildes, da es natürlich etwas Zeit braucht, bis das große Objektiv komplett ausfährt. Zwischen den Aufnahmen liegen 1,7 Sekunden, kommt der Blitz zum Einsatz, verlängert sich der Zeitraum auf 4,2 Sekunden. Die Auslöseverzögerung variiert abhängig von den Lichtverhältnissen zwischen 0,4 und 0,7 Sekunden. Bei schlechten Konditionen liegt sie sogar bei 0,9 Sekunden. Die Kamera verfügt über eine Serienbildfunktion, mit der sich 20 Bilder hintereinander und vier Bilder pro Sekunde schießen lassen – ein respektabler Wert. Fokus und Belichtung werden bei der ersten Aufnahme festgelegt.

(Foto: CNET)

Die Kamera präsentiert sich mit einer insgesamt guten Performance. Der 1,4-GHz-Quad-Core-Prozessor und die 2 GByte RAM sorgen für ein flottes Tempo, auch wenn es bei der Wiedergabe der Bilder hier und da etwas hakelt. Samsungs Kamera bietet sich auch als Mediaplayer an und kann im Grunde all das, was ein Smartphone auch kann – außer eben telefonieren.

Der Akku ist austauschbar und wird direkt über den USB-Anschluss geladen. Die Ladezeit beträgt etwa vier Stunden. Eine volle Ladung soll für 200 Bilder reichen, in den Tests wird der Wert allerdings nicht erreicht. Wer viel fotografiert, sollte über die Anschaffung eines zweiten Akkus nachdenken.

Fazit

Bei der Galaxy Camera handelt es sich nicht um ein Handy mit einer richtig guten Kamera, sondern um eine Kamera mit kabellosen Netzwerkfunktionen – sprich ein cooles Gadget. Sie bietet keine klassischen Telefonfunktionen eines Handys, obwohl sie auf mobile Netzwerke zurückgreifen kann. Für den Nutzer ist damit eine uneingeschränkte Internettelefonie (VoIP) möglich, herkömmliche Telefon- und SMS-Eigenschaften eines Handys stehen aber nicht zur Auswahl. So gesehen wird die Galaxy Camera noch eine Weile in der misslichen Lage einer normalen Kompaktkamera stecken. Jeder hat sein Smartphone dabei, doch die Galaxy Camera bleibt weiterhin ein Zweitgerät, an das man beim Verlassen des Hauses zusätzlich denken muss.

 

Technische Daten Samsung Galaxy Camera (EK-GC100)
Preis 499 Euro
Abmessungen 128,7 mm x 70,8 mm x 19,1 mm
Gewicht 300 Gramm
Auflösung, Bildsensor 16 Megapixel, 1/2.3-Zoll BSI CMOS
Display 4,8-Zoll-HD-Touchscreen
Objektiv 21fach-Zoom, Blende f2.8-5.9, Brennweite 23-483 mm (35 mm equivalent)
Dateiformat (Foto/Video) JPEG/H.264 AAC (.MP4)
Maximale Auflösung (Foto/Video) 4.608 x 3.456 Pixel /1.920 x 1.080 bei 30fps
Bildstabilisator optisch und digital
Akku Lithium-Ionen-Akku
Anschlüsse Micro-USB
Speichermedien Slot für microSDHC-Karten; 8 GByte interner Speicher
Betriebssystem Android 4.1 Jelly Bean

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