Das 4:3-Seitenverhältnis bietet beim Betrachten von Webseiten und Ebooks Vorteile. Es gibt aber auch Nachteile: Für die Videowiedergabe sind Displays mit 16:9-Format natürlich besser geeignet, weil auch die meisten Videos in diesem Format vorliegen. Beim Abspielen auf dem iPad Mini erscheinen die Filme mit einem schwarzen Balken oben und unten. Das gleiche trifft auf 16:9-Fotos zu.

(Foto: CBS Interactive)
(Foto: CBS Interactive)

Auch für Spiele bietet sich das Gerät gut an. Aufgrund der im Vergleich zum Retina-iPad niedrigeren Auflösung ist es in der Praxis leicht verschmerzbar, dass die Grafikeinheit längst nicht so leistungsstark erscheint wie die im iPad 3 und 4. Dafür muss das iPad Mini auch weniger Pixel darstellen, sodass sich die vermeintliche Leistungsschwäche im 3D-Bereich in der Praxis so gut wie nicht auswirkt.

(Foto: CBS Interactive)
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Hardware-Ausstattung

Viele der günstigen Tablet-Alternativen bieten Ausstattungsmerkmale, die man beim iPad Mini nicht findet. Hierzu zählen ein erweiterbarer Speicher und eine HDMI-Schnittstelle. Im Wesentlichen bietet das iPad Mini die gleichen Anschlüsse wie die größeren iPad-Modelle. Auch die Speicheroptionen mit 16, 32 und 64 GByte sowie die LTE-Funktion sind identisch. Die LTE-Variante im iPad Mini wird in Deutschland allerdings nur von der Telekom unterstützt.

(Foto: CBS Interactive)
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Performance

Der für das iPad Mini verwendete Dual-Core-A5-Prozessor setzt Apple bereits seit 2011 ein. Er kommt im iPad 2, iPhone 4S, iPod Touch und AppleTV zum Einsatz. Wer bereits mit dem iPad 2 Erfahrungen gesammelt hat, wird keinen Unterschied zum iPad Mini in Sachen Performance feststellen. Im Geekbenchtest erreicht das Mini-Tablet 752 Punkte, während das iPad 2 755 erzielt. Zum Vergleich: Das iPhone 5 kommt auf rund 1600 Punkte in diesem Test und das iPad 4 erreicht sogar 1700. Das iPad Mini reißt hinsichtlich Performance zwar keine Bäume aus, bietet aber selbst für anspruchsvolle 3D-Spiele noch genügend Leistung.

Kamera

In Sachen Kameraausstattung setzt Apple beim iPad Mini auf die gleiche Technik wie im iPad 3. Die für Fotos gedachte iSight-Kamera bietet eine Auflösung von 5 Megapixel. Die Facetime-Kamera kommt auf 1,2 Megapixel und bietet damit eine Videoauflösung von 720p. Das iSight-Modell nimmt Videos hingegen mit 1080p auf. Für Schnappschüsse und kurze Videoclips ohne besondere Ansprüche reicht die Ausstattung aus. Einen LED-Blitz gibt es nicht, ebenso wenig unterstützt das iPad Mini den von der Kamera-App im iPhone bekannten HDR- und Panorama-Aufnahmemodus. Die aufgenommen Fotos mit dem iPad Mini sehen so gut respektive so schlecht aus wie mit jedem anderen iPad. Für gehobene Ansprüche reicht die Qualität – wie auch die Lösungen in vergleichbaren Produkten – kaum aus.

(Foto: CBS Interactive)
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Batterielebensdauer

Die Batterielebensdauer gibt Apple mit 10 Stunden an. Das LTE-Modell soll 9 Stunden durchhalten. Praxistests bezüglich der Akkuleistung liefert CNET in wenigen Tagen nach.

Fazit

Auf den ersten Blick ist das iPad Mini mit einem Preis von 329 Euro zu teuer. Vergleichbare 7-Zoll-Tablets gibt es vom Mitbewerb bereits ab knapp 200 Euro. Für das iPad spricht allerdings die 35-Prozent größere Bildschirmfläche im Vergleich zur 7-Zoll-Konkurrenz. Zudem bietet das 4:3-Format Vorteile beim Lesen von Webseiten und Ebooks.
Das hochwertige und präzise gefertigte Gehäuse sowie das Design insgesamt sprechen ebenfalls für das iPad Mini. Auch in Sachen Tablet-Apps bietet die iOS-Plattform gegenüber der Android-Konkurrenz noch Vorteile. Zwar finden sich bei Google Play (ehemals Android-Market) inzwischen genauso viele Anwendungen wie im App Store. Doch dürfte das Zählen von für Tablets optimierten Varianten eindeutig zugunsten von Apple ausgehen.
Nicht zu vergessen ist auch die enge Verzahnung in die übrige Apple-Welt. Wer beispielsweise ein AppleTV nutzt, wird kaum auf den Gedanken kommen, sich ein Android-Tablet anzuschaffen. Dann müsste man sich von liebgewonnen Features wie AirPlay Mirroring und AirPlay Videostreaming verabschieden.

(Mit Material von Scott Stein, CNET.com]

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