Dell XPS 13 im Test: Ultrabook mit schneller Intel-CPU

von Anja Schmoll-Trautmann am , 17:14 Uhr

Pro
  • schickes, schlankes Design
  • sehr kompakt für 13,3-Zoll-Display
  • neues, hervorragendes Display mit 1080p
  • schnellere Intel-CPU
  • etwas bessere Akkulaufzeit als Vorgänger
  • solide Verarbeitung
Con
  • kein Touchscreen
  • kein SD-Kartenslot
  • kein HDMI
  • kein Ethernet
  • hoher Preis
Hersteller: Dell Listenpreis: ab 999 Euro; Testversion 1399 Euro
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,4 von 10 Punkte
Fazit:

Abgesehen davon, dass jetzt neuere und schnellere Prozessoren und ein Display mit höherer Auflösung zum Einsatz kommen - das allerdings nicht touchfähig ist - unterscheidet sich die neue Generation des XPS 13 nur unwesentlich vom Vorjahresmodell.

Das neue Dell Ultrabook XPS 13 ist schnell, superflach, schick und kommt mit hochauflösendem 13,3-Zoll-Display mit 1080p. Wir haben uns den MacBook-Air-Konkurrent genauer angesehen.

Es ist gerade einmal ein gutes Jahr her, dass Dell mit seinem kleinen, beeindruckenden 13-Zoll-Notebook [1] namens XPS 13 debütierte. Es zielte genau auf Produkte wie das MacBook Air und die Windows-Ultrabooks im Businesssegment ab – technisch ausgerichtet auf Business-Kunden, aber dennoch kompakt und voller Stil. Aufgrund einer gewissen Ähnlichkeit zu Apples MacBook Air hatte es bei unseren US-Kollegen ganz schnell seinen neuen Namen weg: Dellbook Air.

Dell hat das XPS 13 zwischenzeitlich einem Update unterzogen und einige Features optimiert. Es verfügt jetzt – je nach Modell – über einen schnelleren Core-i5- respektive i7-Prozessor von Intel, zwei USB-3.0-Ports und einen höherauflösenden 1080p-Bildschirm. Aber eine Touch-Display? Fehlanzeige.

Im vergangenen Jahr hatten wir beim XPS 13 die begrenzte Port-Auswahl wie den fehlenden HDMI-Slot beziehungsweise den SD-Kartensteckplatz bemängelt. Außerdem kritisierten wir das Display und die Lebensdauer der Batterie, die im Test hinter andere schlanke Konkurrenten zurückgefallen war. Das neue XPS 13 kommt jetzt mit einem schicken 1080p-Display und mehr Akkulaufzeit. Die höhere Auflösung hat allerdings ihren Preis: das günstigste Modell mit 1080p kostet immerhin 1149 Euro. Das Einstiegsmodell gibt es zwar bereits ab 999 Euro, dann allerdings mit einem 720p-Bildschirm.

(Foto: Sarah Tew / CNET) [2]

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Technische Daten Dell XPS 13
Preis der Testkonfiguration/Spitzenmodell/Einstiegsmodell 1399 Euro 1399 Euro (N0013Z11) 999 Euro (N0013Z45)
Bildschirm 34 cm (13,3 Zoll)-Full-HD-WLED-Display mit 1.080p, Truelife und Skype-zertifizierter 1,3-MP-HD-Webcam 34 cm (13,3 Zoll)-Full-HD-WLED-Display mit 1.080p, Truelife und Skype-zertifizierter 1,3-MP-HD-Webcam 34 cm (13,3 Zoll)-Full-HD-WLED-Display mit 720p, Truelife und Skype-zertifizierter 1,3-MP-HD-Webcam
Prozessor 1,9 GHz Intel Core i7-3517U 2,0 GHz Intel Core i7-3537U 1,7 GHz Intel Core i5-3317U
Arbeitsspeicher 8 GByte 8 GByte 4 GByte
Festplatte 256 GByte SSD 256 GByte SSD 128 GByte SSD
Chipsatz Intel QS67 k.A. k.A..
Grafik Intel HD 4000 Intel HD 4000 Intel HD 4000
Betriebssystem Windows 8 Windows 8 Windows 8
Wireless Intel Centrino Advanced-N 6235 + Bluetooth 4.0 Kombikarte Intel Centrino Advanced-N 6235 + Bluetooth 4.0 Kombikarte Intel Centrino Advanced-N 6235 + Bluetooth 4.0 Kombikarte
Abmessungen (WD) 31,5 x 20,6 cm 31,5 x 20,6 cm 31,5 x 20,6 cm
Höhe 6 bis 18 mm 6 bis 18 mm 6 bis 18 mm
Bildschirmgröße (Diagonale) 13,3 Zoll 13,3 Zoll 13,3 Zoll
Gewicht 1,36 kg 1,36 kg 1,36 kg
Geräteklasse 13 Zoll 13 Zoll 13 Zoll

Das Dell XPS 13 ist zweifelsohne eines der bestaussehendsten Dells seit dem Adamo. Die Softtouch-Oberfläche, eine elegante Tastatur, das schlanke Metall und eine insgesamt stabile Konstruktion vermitteln einen starken ersten Eindruck. Auch wenn das neue XPS 13 im Grunde nicht viel anders aussieht aus sein Vorgänger, macht es optisch immer noch eine ausgesprochen gute Figur.

(Foto: Sarah Tew / CNET) [3]

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Die Grundfläche fällt mit 31,5 mal 20,6 Zentimeter etwas kleiner aus als beim MacBook Air (32,5 mal 22,7 Zentimeter), wodurch es eher wie ein 11- beziehungsweise 12-Zoll-Notebook wirkt. Der magnetische Verschluss lässt sich bequem öffnen und der Deckel ragt im zusammengeklappten Zustand minimal vor, genau so weit, dass man ihn mit dem Daumen problemlos öffnen und schließen kann.

Das XPS 13 wiegt 1360 Gramm und liegt damit auf Augenhöhe mit dem MacBook Air und seinen 1350 Grammm. An der schmalsten Stelle ist es gerade einmal 6 Millimeter stark und an der dicksten nur 18 Millimeter. Das MacBook Air kommt hier auf Werte von 0,3 bis 1,7 Zentimeter. Das XPS 13 fällt jedenfalls insgesamt für ein 13-Zoll-Ultrabook vergleichsweise schlank und leicht aus.

(Foto: Sarah Tew / CNET) [4]

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Wie schon erwähnt sind, lassen sich optisch kaum Unterschiede zum Vorgängermodell ausmachen. Der Rest ist eher Kosmetik. Auch wenn das XPS 13 sehr kompakt ausfällt, hat das keinen negativen Einfluss auf die Tastatur. Dell setzt auch hier auf ein Chicklet-Keyboard mit guter Haptik. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur ist großzügig genug bemessen und das klickbare Multitouch-Touchpad bietet den Fingern genügend Platz.

dell_xps_13_04 [5]

Als Betriebssystem kommt Windows 8 zum Einsatz, das bekanntermaßen touchorientiert ist. Auch wenn eine Touch-Funktionalität nicht zwingend erforderlich ist, so wird man sie hier doch bei einigen Microsoft [6]-Anwendungen vermissen. So ist und bleibt das Touchpad beim XPS 13 die einzige Touch-Schnittstelle. Das Reaktionsverhalten des Pads ist gut, wobei hier sicherlich auch noch Spiel nach oben ist. Gewöhnungsbedürftig sind vor allem die Wischgesten vom Rand.

(Foto: Sarah Tew / CNET) [7]

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Das sicherlich interessanteste neue Feature beim aktuellsten XPS 13 ist das 13-Zoll-1080p-Display mit Gorilla Glas. Es präsentiert sich bei einer Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel mit scharfer, brillanter Darstellung, mit hohem Blickwinkel von 178 Grad und einer Helligkeit von 250 cd/m². In puncto Bildqualität überflügelt es sogar das MacBook Air. Aber aufgepasst: nicht alle XPS-13-Varianten sind mit diesem Display ausgestattet. Die hier nicht getesteten Einstiegsmodelle beschränken sich – wie schon oben erwähnt – auf eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel. Normalerweise wirkt ein 13-Zoll-Bildschirm bei 1080p eher überladen, aber das Schöne an Windows 8 ist, dass das neue Interface mit den Tiles und die Full-Screen-Anwendungen von der höheren Auflösung auf kleineren Bildschirmen wie hier eher profitieren. Über dem Display befindet sich noch eine Skype-zertifizierte 1,3-Megapixel-HD-Webcam.

Trotz des großen 13,3-Zoll-HD-Displays mit seiner Bilddiagonale von 34 Zentimeter braucht es nur annähernd so wenig Platz wie ein 11-Zoll-Notebook. Das Display geht hier fast bis zum Rand, der seitlich inklusive Gehäuse etwa einen Zentimeter breit ist, oben und unten ist es etwas mehr. Damit fehlt natürlich der nötige Platz für Wischgesten.

So hat sich Dell beim XPS 13 bewusst zugunsten des brillanten, hochauflösenden Full-HD-Displays und einer kompakten Bauform entschieden – und damit gegen Touch. Darüber lässt sich natürlich streiten. Sicherlich kann man für 1400 Euro eigentlich auch einen Touchscreen erwarten und im Zeitalter von Windows 8 lässt sich dieses Feature nicht mehr so einfach ignorieren. Inzwischen bekommt man bereits für die Hälfte des Preises auf dem Markt Ultrabooks mit Touchscreen und findet zudem immer immer Highend-Notebooks, die Touch serienmäßig anbieten.

Dell XPS 13 (2013) Durchschnitt in dieser Kategorie [13 Zoll]
Video Mini-DisplayPort HDMI oder DisplayPort
Audio Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-/Mikrofonanschluss Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-/Mikrofonanschluss
Anschlüsse 2 x USB 3.0 2 x USB 3.0, 1 x USB 2.0, SD-Kartenleser
Netzwerk 802.11n Wi-Fi, Bluetooth Ethernet, 802.11n Wi-Fi, Bluetooth
Optisches Laufwerk nein DVD-Brenner

 

 

 

Anschlüsse, Konfigurationen und Leistung

Das Angebot an Anschlüssen fällt beim XPS 13 eher bescheiden aus. So gibt es zwei USB-3.0-Ports (einer links und einer rechts) und einen Mini-DisplayPort auf der rechten Seite. Links befindet sich noch ein Kombianschluss für Kopfhörer und Mikrofon. Weder HDMI noch Ethernet geschweige denn einen SD-Kartenslot hat Dell dem XPS 13 spendiert. Nun gut, dass Dell auf die ersten beiden verzichtet hat, ist noch verzeihlich, aber nicht der fehlende Kartenslot. Dafür wäre reichlich Platz gewesen.

(Foto: Sarah Tew / CNET) [8]

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Bei dem getesteten XPS 13 handelt es sich um das Top-Modell aus der Modellreihe: Intel Core-i7-Prozessor, 8 GByte Arbeitsspeicher, 256 GByte SSD, 1080p-Display für rund 1400 Euro. Die Einsteiger-Version des XPS 13 gibt es bereits ab 99 Euro mit Core i5, 4 GByte RAM, 128 GByte SSD, aber mit geringer auflösendem Display mit 1366 x 768 Pixel. Bis zu einem gewissen Grad lassen sich die Konfigurationen noch anpassen, aber um die 1080p beim Display zu erhalten, muss man bei mindestens 1249 Euro einsteigen. Dafür gibt es dann 4 GByte RAM und eine 128 GByte SSD.

Bei allen Modellen kommen Intel-Prozessoren der dritten Generation zum Einsatz, wobei die Core-i7-3537-CPU mit 2,0 GHz, die in den Spitzenmodellen mit 1080p zu finden ist, natürlich noch etwas schneller ist als die Core i5-3317-CPUs der Modelle mit 720p-Display. Das Testgerät mit i7-Prozessor liefert die Leistung, die man sich auch von einer entsprechenden Konfiguration erwartet und mit die besten Benchmark-Ergebnisse. Bei der Grafik setzt Dell auf Intels HD 4000, was für die meisten Anwendungsbereiche ausreicht, hinter anspruchsvoller PC-Grafik-Leistung aber zurückbleibt.

(Foto: Sarah Tew / CNET) [9]

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Multimedia-Multitasking-Test (in Sekunden)
(Kürzere Balken stehen für bessere Performance)

Dell XPS 13

402

Asus Taichi 21 [10]

413

HP Envy x2 [13]

2,367

Adobe Photoshop CS5 image-processing test (in seconds)
(Kürzere Balken stehen für bessere Performance)

Dell XPS 13

227

Asus Taichi 21 [10]

257

HP Envy x2 [13]

992

Apple [14] iTunes encoding test (in seconds)
(Kürzere Balken stehen für bessere Performance)

Dell XPS 13

109

Asus Taichi 21 [10]

110

HP Envy x2 [13]

718

Akku-Laufzeit

Der Gute-Laune-Killer schlechthin – gerade bei den ultraportablen Notebooks – ist häufig die Akkulaufzeit. Hier war das alte XPS 13 von 2012 mit seinen weniger als fünf Stunden eher eine Enttäuschung. Das neue XPS 13 schlägt sich hier schon etwas besser mit immerin 5 Stunden und 31 Minuten in unserem Video-Batterie-Test. Die zusätzlichen 40 Minuten sind erfreulich, damit schließt es aber noch an die Riege der Geräte an, die sechs Stunden und mehr schaffen.

Dell bietet für alle XPS-13-Modelle serienmäßig ein Jahr lang einen Vor-Ort-Service am nächsten Tag mit Premium-Telefon-Support. Für 140 beziehungsweise 178 Euro lässt sich der Service auf zwei oder auch drei Jahre ausweiten. Ein spezieller Unfallschutz kann für ein Jahr und 50 Euro ebenfalls zugekauft werden.

(Foto: Sarah Tew / CNET) [15]

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Video playback battery drain test (in minutes)
(Längere Balken stehen für bessere Performance)

HP Envy x2 [13]

452

Dell XPS 13

331

Asus Taichi 21 [10]

277

Load test (average watts)
(Kürzere Balken stehen für bessere Performance)

HP Envy x2 [13]

12.58

Asus Taichi 21 [10]

26.9

Dell XPS 13

28

Fazit:

Das Dell XPS 13 präsentiert sich als eine noch schickere Version des „Dellbook Air“ XPS 13 vom letzten Jahr. Es ist kompakt und funktional und zudem mit einem hervorragenden Display ausgestattet. Der Preis ist allerdings stattlich und durch die fehlende Touchscreen-Option ist es nicht ganz ohne Vorbehalte zu empfehlen. Auch wenn man den Touchscreen vielleicht nicht zwingend benötigt, wäre er für diesen Preis jedoch wünschenswert. Mit Touchscreen könnte das XPS 13 durchaus zum heißer Anwärter auf den Titel des besten Windows 8 Ultrabooks avancieren. Wer aber jetzt schon nicht auf Touch verzichten will, sollte sich alternativ das Dell XPS 12 ansehen, bei dem sich das Display sogar auch noch drehen lässt. Es ist mit 1540 Gramm etwas schwerer, kommt in der Top-Konfiguration mit 12,5-Zoll-Full-HD-WLED-Display mit 1080p und wird ebenfalls von einer i7-3537U-CPU angetrieben. Der Preis liegt allerdings auch hier bei stattlichen 1499 Euro. Eine Einsteigerversion mit Core-i5-Prozessor bietet Dell für 1199 Euro.

[Mit Material von Scott Stein, CNET.com] [16]

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[6] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/

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[9] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/03/dell_xps_13_07.jpg

[10] Asus Taichi 21: http://www.cnet.com/laptops/asus-taichi-21-dh71/4505-3121_7-35477940.html

[11] Acer Aspire S7-391-9886: http://www.cnet.com/laptops/acer-aspire-s7-391/4505-3121_7-35472847.html

[12] Lenovo IdeaPad Yoga 13: http://www.cnet.com/laptops/lenovo-ideapad-yoga-13/4505-3121_7-35477652.html

[13] HP Envy x2: http://www.cnet.com/laptops/hp-envy-x2/4505-3121_7-35540592.html

[14] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[15] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/03/dell_xps_13_08.jpg

[16] CNET.com]: http://www.cnet.com