Samsung Ativ Book 9 Lite im Vorab-Test: 13-Zoll-Touchscreen-Notebook mit Windows 8

Windows und Spezifikationen

Auf dem Ativ Book 9 Lite läuft das vollwertige Windows 8, man kann also problemlos jede gewünschte PC-Software installieren. Microsoft wird noch in diesem Jahr ein großes Update für Windows 8 auf den Markt bringen, hat aber angekündigt, dass alle Bestandskunden dieses Update kostenlos herunterladen können. Besitzer dieses Notebooks werden es also unverzüglich auf den neuesten Stand bringen können, sobald das Update freigegeben wird.

Herz des Notebooks ist eine spezielle CPU, die von Samsung einfach nur als Quad-Core-Prozessor beschrieben wird. In der Tat handelt es sich dabei um einen AMD Temash A6-1450, der dank AMDs exzellenter integrierter Radeon HD 8250 auch ordentlich Grafikpower bieten dürfte. Dazu kommen noch 4 GByte Arbeitsspeicher und eine 128 GByte große SSD, die für schnelle Boot- und Programmstartzeiten sorgen sollte. An Schnittstellen gibt es je einen USB-2.0- und USB-3.0-Port sowie micro-HDMI, VGA, LAN (via Adapter), Audiobuchsen und einen 3-in1-Cardreader.

Konkurrenzbetrachtung

Samsung hat mittlerweile des Markteinführungstermin und den empfohlenen Verkaufspreis für den US-Markt bekanntgegeben. Das Ativ Book 9 Lite soll am 28. Juli für 799 US-Dollar (entspräche knapp über 600 Euro) in den Handel kommen. Es gibt zwar nur die oben beschriebene Konfiguration, aber immerhin kann man unter zwei Farbvarianten wählen: „Mineral Ash Black“ und „Marble White“. In deutschen Preisvergleichsdiensten taucht das Notebook zumindest in der schwarzen Version auch schon auf. Wie leider allzu oft üblich entsprechen die Preise aber denen der US-Version – nur halt in Euro: exakt 799 Euro werden hier aufgerufen.

Mit 17 Millimetern Bauhöhe ist das Ativ Book 9 Lite angenehm schlank.

Mit 17 Millimetern Bauhöhe ist das Ativ Book 9 Lite angenehm schlank.

Mit diesem Preis ist das Ativ Book 9 Lite zwar deutlich billiger als das Ativ Book 9 Plus (Preisvergleichsdienste: ab knapp über 1300 Euro), aber eben nicht wirklich ein „echtes“ Budget-Notebook. Denn für 800 Euro gibt es ziemlich viel Konkurrenz mit ähnlichen RAM-, SSD- und Touchscreen-Spezifikationen, aber mit Intels gängigen Core-i5-Prozessoren als Herz des Geräts. Einige dieser Notebooks sind vielleicht nicht so dünn oder schick wie das Book 9 Lite, aber sie sind nahe dran. Bis zu Apples 13-zölligen MacBook Air und dessen Kaufpreis von 1099 Euro ist zwar noch ordentlich Luft, aber konkurrenzlos ist das Book 9 Lite weiß Gott nicht.

Ein weiterer möglicher Kritikpunkt, der sich erst in einem echten Test bedienen lässt, ist die Akkulaufzeit: Intel-basierte Systeme lassen AMD-basierte Systeme seit etlichen Generationen hier immer wieder teils deutlich hinter sich. Dieses Szenario hat sich nun noch weiter verschärft, da Intels Haswell-Prozessoren (4. Core-Generation) nun auch langsam in den Budget-Bereich vordringt – und die Haswell-CPUs sind exzellente, genügsame Langläufer, die in unseren Notebooktests bisher wirklich beeindrucken konnten.

Bezüglich Performance und Akkulaufzeit von AMDs White-Label-CPU werden wir einfach warten müssen, bis wir ein Testgerät des Ativ Book 9 Lite in den Händen halten.

Fazit

Das Samsung Ativ Book 9 Lite kann nicht mit den Highend-Spezifikationen oder der schicken Außenhaut aus Metall aufwarten, die seinen großen Bruder (Ativ Book 9 Plus) auszeichnen. Aber es ist nichtsdestotrotz ein attraktives Gerät, dessen Erfolg am Markt wegen des vergleichsweise hohen Preises und der noch nicht abschätzbaren Leistung und Akkulaufzeit völlig offen ist.

[Mit Material von Andrew Hoyle, CNET.com]

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Samsung Ativ Book 9 Lite im Vorab-Test: 13-Zoll-Touchscreen-Notebook mit Windows 8

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *