Fazit: Kaufen, übergehen oder noch warten?

Dies ist eindeutig ein Kamera-Smartphone, das eine neue Ära der Smartphone-Fotografie einläutet. Sein größerer Sensor, die prominent eingeblendeten kreativen Kontrollmöglichkeiten und die unglaublich gute verlustfreie Vergrößerung von Bildausschnitten sorgen dafür, dass es sich von der Masse der Konkurrenz abhebt. Für Gelegenheitsnutzer könnte das Lumia 1020 aber sehr wohl mehr Kamera – zusammen mit „klobiger“ Größe und hohem Preis – repräsentieren, als eigentlich nötig und angemessen wäre. Nicht zuletzt produzieren Smartphones wie Nokias 920er Serie, Apples iPhone 5, Samsungs Galaxy S4 und HTCs One ebenfalls hervorragende Schnappschüsse, die man einfach ins Netz stellen und mit anderen teilen kann. Die Kernfrage ist nur, welches Niveau man anstrebt.

Puristen werden sich – zurecht – darüber mokieren, dass der Sensor des Lumoia 1020 kleiner ist als der des Symbian-basierten Vorgängers Nokia 808 PureView. Aber das ist gleichzeitig auch einer der Gründe, warum das Lumia 1020 so kompakt und – salopp gesagt – Hosentaschen-freundlich ist. Wir könnten außerdem Look und Layout der ‚Pro Cam‘-App kritisieren, aber letztlich sind das kleinere Problemchen und praktisch Meckern auf hohem Niveau.

Samsungs Galaxy S4 Zoom integriert ein Objektiv mit zehnfachem optischen Zoom.

Samsungs Galaxy S4 Zoom integriert ein Objektiv mit zehnfachem optischen Zoom (Foto: CNET).

Wir können die Bildqualität des Lumia 1020 natürlich nicht mit der des Samsung Galaxy S4 Zoom (16 Megapixel) vergleichen, da dieses Testgerät noch aussteht. Aber während des kurzen Hands-on-Tests kamen uns die Einstellungsmöglichkeiten zur absoluten Bildqualität beim S4 Zoom nicht so ambitioniert vor, wie das beim Nokia Lumia 1020 der Fall ist. Andererseits dürften sein zehnfaches optisches Zoom-Objektiv und die leicht zugänglichen Aufnahme-Modi (Nacht, Portrait, Sport, …) auf anderer Ebene eines echte Konkurrenz für das Lumia 1020 darstellen.

Wenn man sich zwischen dem Samsung Galaxy S4 Zoom und dem Nokia Lumia 1020 entscheiden will, investiert man so oder so in ein 2-in-1-Gerät, das teurer ist als andere Geräte seiner Klasse. Wer optischen Zoom bevorzugt, sollte vielleicht auf den Test des Galaxy S4 Zoom warten. Das Gleiche gilt, wenn man vorab definierte Aufnahme-Modi für gängige Szenarien schätzt und kein Problem damit hat, ein Smartphone von der Größe einer soliden Kompaktkamera mit sich herumzuschleppen.

Wer sich dagegen überhaupt nicht als Fotonarr sieht, sollte wahrscheinlich von beiden Geräten Abstand nehmen. Denn für Gelegenheitsschnappschüsse reicht die Kamera fast jedes beliebigen hochwertigen Smartphones aus, das derzeit am Markt gehandelt wird.

[Mit Material von , CNET.com)

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