Nokia Lumia 1020 im Test: Windows-Phone-Smartphone mit 41-Megapixel-Kamera

von Anja Schmoll-Trautmann und Gerald Strömer am , 17:43 Uhr

Pro
  • modernes Smartphone mit hochwertiger 41-Megapixel-Kamera
  • nimmt extrem hochauflösende Bilder mit feinen Details auf
  • unkomplizierte Einstellmöglichkeiten für kreative Aufnahmen
Con
  • als Nischengerät teurer als die meisten Highend-Smartphones
  • etwas klobig
  • multiple Kamera-Apps sind verwirrend
  • lässt manuelle Blende-Kontrollen und Voreinstellungen für häufige Aufnahmeszenarien vermissen
Hersteller: Nokia Listenpreis: ab 695 Euro (Stand Ende Juli: noch nicht lieferbar)
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,3 von 10 Punkte
Fazit:

Wer unterwegs gerne fotografiert, wird die umfassenden Einstellmöglichkeiten des Nokia Lumia 1020 lieben. Wer dagegen nur ab und an Motive knipsen will, ist mit einem normalen Smartphone oder Telefon und seiner integrierten Kamera auch gut bedient.

Mit dem Lumia 1020 bringt Nokia ein Smartphone, das sich deutlich von der breiten Masse abhebt. Im Gegensatz zu anderen hochpreisigen Highend-Geräten legt es nicht so viel Wert auf die besten technischen Smartphone-Features, sondern konzentriert sich verstärkt auf einen anderen Bereich: die Fotografie.

Es ist die hochwertige Kamera in Verbindung mit der Nokia-eigenen Kamera-App, die dieses Windows-8-Smartphone [1] ausmacht und mobilen Schnappschuss-Jägern das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Mit dem Lumia 1020 hat Nokia das Kamera-Smartphone neu definiert: Mit seiner Kombination aus roher Bilderfassungs-Performance und den guten Nahbereichs-Fähigkeiten ist das 1020 eines der Smartphones mit dem sehr hohem künstlerischen Potenzial. Unsere amerikanischen Kollegen hatten bereits Gelegenheit das Lumia 1020 bereits ausführlich zu testen.

Würden wir unsere Kompaktkamera wegwerfen und uns stattdessen aufs Lumia 1020 verlassen? Für die Alltagsnutzung und Events am Wochenende – absolut. Das Lumia 1020 ist extrem komfortabel und macht für Smartphone-Verhältnisse exzellente Bilder, die die Qualität guter Kompaktkameras erreichen.

Aber basierend auf unseren CNET-Tests hat auch Nokia noch eine Menge zu tun, bevor ein Smartphone eine hochwertige Standalone-Kamera ersetzen kann. Auch wenn man das Lumia 1020 jederzeit für Schnappschüsse heranziehen kann – den ersten Geburtstag des Kindes würden wir trotz aller Fortschritte nicht mit dem Lumia 1020 festhalten wollen.

Wie das Samsung Galaxy S4 Zoom [3] (16 Megapixel) ist auch das Lumia 1020 ein Nischengerät. Durchschnittliche User, die hauptsächlich mit automatischen Einstellungen fotografieren, werden keinen großen Unterschied in der Bildqualität bemerken, solange sie nicht Teilbereiche des Bildes stark vergrößern und/oder zuschneiden. Mit seinem optischen Zoom könnte sich das S4 Zoom natürlich als starker Konkurrent des Lumia 1020 erweisen. Wir sind gespannt, wie sich das Samsung [4]-Modell schlagen wird.

Deutsche Preisvergleichsdienste listen die drei Farbvarianten (Weiß, Schwarz und Gelb) des Nokia Lumia 1020 derzeit mit Preisen ab 695 Euro; verfügbar ist es allerdings noch nirgendwo. Inklusive Vertrag beginnen die Preise für das Smartphone bei einem Euro (Vodafone), 339 Euro (O2) und 149 Euro (T-Mobile/Telekom). Der Gerätepreis selbst ist für Gelegenheitsnutzer jedenfalls ziemlich hoch. Solche User sind mit Geräten der 200-Euro-Klasse (oder noch günstiger) wahrscheinlich besser bedient, da deren hochauflösende Foto- und Videoaufnahmen für diese Nutzergruppe völlig ausreichen. Ernsthafte Fotografen werden die 2-in-1-Fähigkeiten des Lumia 1020 dagegen zu schätzen wissen.

Design und Fertigungsqualität

Im Gegensatz zum bulligen Galaxy S4 Zoom und dem knolligen Nokia 808 PureView [5] (Nokias erster Interpretation eines 41-Megapixel-Smartphones) ist das the Lumia 1020 ein eher schlankes Gerät. Denn das Smartphone ist nur marginal dicker als die Lumia-Modelle 920 [6] und 928 [7], an die es optisch erinnert.

Samsung nimmt praktisch eine Kamera und erweitert sie um ein Smartphone. Nokia geht den anderen Weg und pflanzt einem Smartphone ein beeindruckendes Kameramodul ein. [8]

Samsung nimmt praktisch eine Kamera und erweitert sie um ein Smartphone. Nokia geht den anderen Weg und pflanzt einem Smartphone ein beeindruckendes Kameramodul ein.

Abmessungen von 13,0 von 7,1 Zentimetern sind praktisch Standard und der Großteil des Gehäuses ist nur 10,4 Millimeter hoch. Lediglich am großen, etwa 4,5 Zentimeter durchmessenden Kameramodul ist das Lumia 1020 merklich dicker; hier wölbt es sich auf knapp 1,3 Zentimeter auf.

Diese Bauform bedingt, dass das Smartphone nicht flach auf der Rückseite liegen kann. Überraschenderweise ist das aber manchmal sogar regelrecht hilfreich – beispielsweise dann, wenn die Front durch die Wölbung der Rückseite so zum Benutzer hin geneigt wird, als hätte das Smartphone einen Standfuß. Auch beim längeren Tragen in der Gesäßtasche fällt es überraschenderweise kaum auf. Beim Halten stellten sich die Finger praktisch automatisch auf die rückseitige Wölbung ein, man greift das Smartphone einfach unter ihr.

Um eine so dünne Bauform bei einem Smartphone mit diesen Features zu erreichen, ist fraglos eine echte Leistung in Sachen Produktdesign. Das ist besonders dann augenfällig, wenn man das Nokia Lumia 1020 mit dem klobigen Samsung Galaxy S4 Zoom vergleicht. Letzteres ist nämlich eher wie eine Kompaktkamera geformt, an die ein Smartphone angeflanscht wurde.

Ein riesiges Kameramodul definiert das Nokia Lumia 1020. [9]

Ein riesiges Kameramodul definiert das Nokia Lumia 1020 (Foto: CNET).

Mit einem Gewicht von 158 Gramm ist das in mattem Gelb, Weiß oder Schwarz erhältliche Lumia 1020 kräftig und robust gebaut und unbestreitbar solide. Unsere US-Kollegin, die das Lumia ausführlich getestet hat, ist schwere Taschen und Rucksäcke gewohnt, sie störte das Gewicht des Lumia 1020 nicht sonderlich. Wer aber gern leicht und beschwingt unterwegs ist, wird die solide Masse des Nokia-Smartphones sofort wahrnehmen.

Bezüglich der Schmutzempfindlichkeit wird das Lumia 1020 übrigens in allen drei Farbvarianten unter die Lupe genommen. Am weißen Modell wahren Verschmutzungen zwar – wie zu erwarten – am leichtesten zu sehen, aber sie ließen sich recht einfach wieder vom Polykarbonat der Außenhaut entfernen.

Nokias Produkt-Designer haben sich richtig angestrengt und verhindert, dass das große Kameramodul zu weit herausragt. [10]

Nokias Produkt-Designer haben sich richtig angestrengt und verhindert, dass das große Kameramodul zu weit herausragt (Foto: CNET).

Wie schon die Smartphones der Lumia-920-Serie, integriert auch das Lumia 1020 einen 4,5-Zoll-Bildschirm mit WXGA-Auflösung (1280 x 768 Pixel) und einer Pixeldichte von 334 ppi. Das AMOLED-Display ist zudem extrem sensibel [11] und kann auch mit Fingernägeln oder mit Handschuhen bedient werden. Gorilla Glass 3 [12] schützt das Display vor Kratzern und Rissen – auch wenn jeder Bildschirm irgendwann nachgibt, wenn man ihr entsprechend hart oder oft genug malträtiert.

Auch die Bedienelemente ordnen sich der Lumia-Design-Philosophie unter: Länglich-rechteckige Tasten für Lautstärke, Power/Lock und Kameraauslösung sitzen an der rechten Seite, während Headset-Anschluss und microSIM-Karten-Slot auf der Oberseite zu finden sind. Die Vorderseite des Geräts zieren die Frontkamera und drei kapazitive Navigationstasten. Den Ladeanschluss im Micro-USB-Format findet man an der unteren Kante. Die Rückseite wird durch das massive Kameramodul beherrscht, zu dem auch ein weiter Xenon-Blitz, eine hauptsächlich für als Fokus-Hilfslicht verwendete LED sowie das aus sechs Linsen aufgebaute Carl-Zeiss-Objektiv gehören.

Das Lumia 1020 kann nicht flach auf dem Rücken liegen. Beim Anschauen von Videos beispielsweise kann das aber sogar ganz praktisch sein. [13]

Das Lumia 1020 kann nicht flach auf dem Rücken liegen. Beim Anschauen von Videos beispielsweise kann das aber sogar ganz praktisch sein.

Als komplett versiegeltes Unibody-Design hat das Lumia 1020 weder einen austauschbaren Akku noch einen Slot für microSD-Speicherkarten, was vor allem begeisterte Fotografen nervös machen könnte, da so besonders bei großen Foto-Dateien Speicherengpässe zu befürchten sind.

 

Die Kamera verstehen

Das Wichtigste, was man über das Lumia 1020 wissen sollte: die 41-Megapixel-Kamera des Smartphones produziert nicht wirklich 41-Megapixel-Bilder. 1. Die ‚Pro Cam‘-App erstellt 5-Megapixel-Fotos. Zusätzlich wird von jedem Foto aber auch eine hochauflösende Version gespeichert. Wenn man Teilbereiche stark vergrößert, sehen die Fotos noch detaillierter aus. Interessante Hintergrundinformationen dazu bietet auch der Artikel [14] unseres amerikanischen Kamera-Spezialisten Joshua Goldman.

Nokia Pro Cam ist die eigentliche Kamera-App des Lumia 1020. Man kann aber auch die native App nutzen, zu einer anderen wechseln und die gewünschte Standard-App in den Einstellungen festlegen. [15]

Nokia Pro Cam ist die eigentliche Kamera-App des Lumia 1020. Man kann aber auch die native App nutzen, zu einer anderen wechseln und die gewünschte Standard-App in den Einstellungen festlegen.

2. Standardmäßig nimmt das Lumia 1020 Fotos mittels Nokias ‚Pro Cam‘-App auf, was man nicht mit Nokias ‚Smart Cam‘ verwechseln sollte. ‚Pro Cam‘ stellt Schieber-Kontrollen für Blitz, Belichtung, ISO und Fokus sowie andere Einstellungen bereit. Nokias ‚Pro Cam‘ ist vom Prinzip eine separate Kamera-App, die die native Kamera ersetzt. Höhere auflösende Bilder können nur mit der ‚Pro Cam‘-App aufgenommen werden.

So sieht die Auswahl von Seitenverhältnis und Auflösung in den Einstellungen von Nokias 'Pro Cam'-App aus. [16]

So sieht die Auswahl von Seitenverhältnis und Auflösung in den Einstellungen von Nokias ‚Pro Cam‘-App aus (Foto: CNET).

Was das Ganze noch verwirrender macht: Die Größe hochauflösender Fotos hängt von den Kameraeinstellungen ab. Wählt man ein 16:9-Bildverhältnis, speichert das Gerät zusätzlich zum 5-Megapixel-Foto, das man sich schließlich anschaut und mit anderen teilen kann, auch eine 34-Megapixel-Datei ab. Im 4:3-Seitenverhältnis ist diese „verborgene“ Datei 38 Megapixel groß. Man hat diese Auswahl – oder überhaupt irgendwelche Auflösungsoptionen – nicht, wenn man die native Kamera-App nutzt.

Man kann lediglich die kleineren 5-Megapixel-Dateien direkt vom Lumia 1020 aus ins Netz hochladen oder mit anderen teilen. Wenn man auf die 34 oder 38 Megapixel großen Rohversionen der Bilder zugreifen will, muss das Smartphone an einem Computer angeschlossen sein.

In mancherlei Hinsicht sind die kreativen Einstellungen des Lumia 1020 keine große Sache; die meisten Smartphones bieten ähnliche Einstellungen, allerdings in der Regel in Untermenüs versteckt. Der große Unterschied ist, dass beim Lumia 1020 alle Kreativ-Optionen auf der höchsten Ebene der App eingeblendet werden, wodurch man viel schneller auf sie zugreifen, sie einstellen und von Aufnahme zu Aufnahme verändern kann.

Ernsthafte Fotografen werden eine Einstellung aber sofort vermissen: Man kann die Tiefenschärfe nämlich nicht manuell einstellen. Unsere Tester sind ebenfalls irritiert davon, dass die „Live Preview“ der manuellen Einstellungen, die man vor der Aufnahme auf dem Bildschirm sieht, oft vom dem eigentlichen finalen Foto abweicht.

CNET-Redakteure helfen bei der Demonstration von Nokias 'Pro Cam'-App. [17]

CNET-Redakteure helfen bei der Demonstration von Nokias ‚Pro Cam‘-App (Foto: CNET).

Im Menü kann man auf die Frontkamera umschalten, auf die Einstellungen zugreifen und die Einführung anschauen. Im Gegensatz zum Galaxy S4 Zoom bietet das Lumia 1020 allerdings keine voreingestellten Modi für Nacht- und Sportaufnahmen oder andere gängige Szenarien. Man sollte also entweder wissen, was man tut, oder genügend Geduld mitbringen, um alle Einstellungen auszuprobieren.

Uns ist allerdings unklar, warum es keine Onscreen-Kontrollen für die Umschaltung auf die Frontkamera gibt. Das Herumwühlen im Display scheint uns ein überflüssiger Schritt zu sein. Es ist außerdem seltsam, dass es zwei Tasten zum Betrachten der Aufnahmen gibt. Eine ruft die letzte gemachte Aufnahme auf, die andere gewährt Zugriff auf die komplette Bildersammlung. Leider kann man nicht mit einem Wischer nach links die Bildersammlung aufrufen, wie das bei der nativen Kamera-App der Fall ist.

Das man für den Wechsel zur Frontkamera erst in die Einstellungen gehen muss, ist unschön. Dass andererseits das Tutorial vergleichsweise leicht zu finden und abzurufen ist, gefällt dagegen. [18]

Das man für den Wechsel zur Frontkamera erst in die Einstellungen gehen muss, ist unschön. Dass andererseits das Tutorial vergleichsweise leicht zu finden und abzurufen ist, gefällt dagegen.

Man kann zudem auf oberflächliche Bearbeitungswerkzeuge zugreifen, wenn man sich ein Foto anschaut. Dazu gehören Drehung und ein Tool, dass das Seitenverhältnis auf 4:3, 3:2, 1:1 und 16:9 ändern kann. Wir würden uns wünschen, dass Nokia hier ein kompletteres, robusteres Set von Bearbeitungswerkzeugen implementiert hätte. Stattdessen muss man eine Bildbearbeitungs-App aufrufen, wenn man Bilder beschneiden oder anderweitig bearbeiten, reparieren und aufpolieren will. Immerhin kann man das beim Lumia 1020 ziemlich unkompliziert machen, wenn man Fotos in der Bildersammlung anschaut.

Mit Schiebereglern können Belichtung, ISO, Helligkeit und Weißabgleich unkompliziert direkt vor dem Fotografieren eingestellt werden. [19]

Mit Schiebereglern können Belichtung, ISO, Helligkeit und Weißabgleich unkompliziert direkt vor dem Fotografieren eingestellt werden (Foto: CNET).

Bildqualität

Wir wollten natürlich testen, inwieweit das Lumia 1020 Nokias Versprechen fotografischer Größe gerecht wird. Unsere US-Kollegin schoss viele Dutzend Fotos sowohl mit der ‚Pro Cam‘- als auch der nativen Kamera-App und nutzte dabei eine Kombination automatischer Modi und ausgefeilterer manueller Einstellungen. Dazu muss gesagt werden, dass sie ein absoluter Gelegenheitsfotograf ist; die Ergebnisse repräsentieren daher die Perspektive eines durchschnittlichen Benutzers und zeigen, was für ihn (oder sie, selbstredend) möglich ist. Für künstlerisch anspruchsvollere Aufnahmen holte sie sich zudem den CNET-Fotografen James Martin und den CNET-Redakteur Joshua Goldman ins Boot, der für Kameras zuständig ist. Unabhängig voneinander bezeichneten übrigens beide das Lumia 1020 als „richtig gute Smartphone-Kamera“, nachdem sie ihre ersten Testschüsse hinter sich gebracht hatten.

Viele der Aufnahmen sehen bezüglich Farbe, Kontrast und Details – besonders bei Feinheiten wie einem im Hintergrund sichtbaren Spinnennetz – einfach fantastisch aus. Wenn das Bild korrekt fokussiert ist, produziert der verlustfreie digitale Zoom der Kamera zudem grandiose Details – genau wie Nokia es verspricht.

Bei den Aufnahmen mit der Lumia 1020 ist kein einziges schnlechtes Bild dabei. Andererseits ist aber auch nicht jedes Foto ein Volltreffer. Natürlich kann auch eine gute Kamera mal ein schlechtes Bild machen, wenn die Rahmenbedingungen nicht passen.

Kanten wirkten in der Regel schön scharf, aber manchmal lässt das Bildzentrum Schatten, Details und Tiefe vermissen. Im Test gibt es immer wieder Probleme, wirklich gute Portrait-Aufnahmen anzufertigen. Die Ausleuchtung ist manchmal nicht ideal und Gesichter wirken nicht ganz fokussiert. Das kann Probleme bereiten, wenn man Fotos einer Gruppe aufnimmt. Alles in allem gelingen die Fotos von Objekten viel besser als die von Personen. Unsere erfahrenen Fotografen stoßen hier auf deutlich weniger Probleme.

Dieses Kind genießt seinen Snack offenbar in vollen Zügen. (Zur Vergrößerung das Bild anklicken.) [20]

Dieses Kind genießt seinen Snack offenbar in vollen Zügen. Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

Das Lumia 1020 führt offensichtlich kurz nach der Aufnahme eine Farbkorrektur durch. Bei der Benutzung des Blitzes scheint sich die Farbtemperatur der Fotos auch etwas ins Warme, Gelbliche hinein zu verschieben, was etwas seltsam anmutet. Andererseits ist ein minimaler Gelbstich angenehmer als die Blauverschiebung, die oft genug auftritt, wenn man Fotos mit Blitz aufnimmt.

Da die ‚Pro Cam‘-App aufgenommene Bilder gleichzeitig in niedriger und hoher Auflösung abspeichert, braucht die Kamera bei Nutzung dieser App merklich länger, bis sie für die nächste Aufnahme bereit ist. Anstatt von zweieinhalb Sekunden bei Verwendung der nativen Kamera-App wartet man dann rund sechs Sekunden, bevor das Lumia 1020 nach einer Aufnahme mit der ‚Pro Cam‘-App wieder einsatzbereit ist.

Im Test gelingen jedenfalls bei Verwendung des Automatik-Modus der ‚Pro Cam‘-App viele wirklich hervorragende Bilder von Objekten. Dieser Umstand sowie die Tatsache, dass man in Aufnahmen praktisch verlustfrei zoomen kann, führten dazu, dass für den Test deutlich mehr Fotos aufgenommen werden, als es vielleicht normalerweise der Fall wäre.

Wenn es nicht explizit anders beschrieben wird, wurden die folgenden Bilder mit den Automatik-Einstellungen aufgenommen und später in der Größe angepasst. Wer noch weitere Bilder sehen will, findet bei unseren US-Kollegen eine Galerie mit Testfotos des Lumia 1020 [21] und einen Vergleich der Foto-Performance von Nokia Lumia 1020, Apple iPhone 5 und Samsung Galaxy S4 [22].

Draußen mit der 'Pro Cam'-App aufgenommen. (zur Vergrößerung das Bild anklicken) [23]

Draußen mit der ‚Pro Cam‘-App aufgenommen. Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

Dieses Bild wurde mit der nativen Kamera-App des Lumia 1020 aufgenommen. (zur Vergrößerung das Bild anklicken) [24]

Dieses Bild ist mit der nativen Kamera-App des Lumia 1020 aufgenommen. Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

Hier ein maximal vergrößerter Bildausschnitt. [25]

Hier ein maximal vergrößerter Bildausschnitt (Foto: CNET).

Diese mit der nativen Kamera-App aufgenommene Weintrauben-Rebe gehört zu Jessicas Favoriten – volle Auflösung, keine Vergrößerung. [26]

Diese mit der nativen Kamera-App aufgenommene Weintrauben-Rebe gehört zu Jessicas Favoriten – volle Auflösung, keine Vergrößerung (Foto: CNET).

Obwohl der Fokus auf den Palmen lag, wirkt diese an einem bewölkten Tag aufgenommene Landschaftsaufnahme irgendwie weich. (Zur Vergrößerung das Bild anklicken) [27]

Obwohl der Fokus auf den Palmen liegt, wirkt diese an einem bewölkten Tag aufgenommene Landschaftsaufnahme irgendwie weich. Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

Wahre Worte. (Zur Vergrößerung das Bild anklicken) [28]

Wahre Worte. Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

 

Der Text sieht selbst im vergrößerten Bildausschnitt noch klasse aus. (Zur Vergrößerung das Bild anklicken) [29]

Der Text sieht selbst im vergrößerten Bildausschnitt noch top aus. Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

Natürlich kann man noch näher herangehen – aber sobald man ein Bild so speichert, gibt es keinen Weg zurück. [30]

Natürlich kann man noch näher herangehen – aber sobald man ein Bild so speichert, gibt es keinen Weg zurück (Foto: CNET).

Den nachfolgenden, 100 x 112 Pixel großen Bildausschnitt haben wir so stark vergrößert, wie nur irgend möglich:

Nokia Lumia 1020 018 [31]

Blätter und Gras sehen auf diesem Bildausschnitt (volle Auflösung) klasse aus. [32]

Blätter und Gras sehen auf diesem Bildausschnitt (volle Auflösung) hervorragend aus (Foto: CNET).

Und hier ist das gleiche Bild, diesmal aber die von der 'Pro Cam'-App gespeicherte hochauflösende Variante. [33]

Und hier ist das gleiche Bild, diesmal aber die von der ‚Pro Cam‘-App gespeicherte hochauflösende Variante (Foto: CNET).

Das Lumia 1020 ist hervorragend, wenn es um den Wechsel von Fokuspunkten geht. Hier fokussiert das Telefon auf die vordere Rebe (Zur Vergrößerung das Bild anklicken.) [34]

Das Lumia 1020 ist hervorragend, wenn es um den Wechsel von Fokuspunkten geht. Hier fokussiert das Telefon auf die vordere Rebe. Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

Auf diesem Bild liegt die hintere Rebe im Fokus des Bildes. (Zur Vergrößerung Bild anklicken.) [35]

Auf diesem Bild liegt die hintere Rebe im Fokus des Bildes Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

Natürlich haben wir noch ein wenig mit dem Fokus gespielt. Hier ist Jessica im Fokus.... (zur Vergrößerung das Bild anklicken) [36]

Natürlich haben wir noch ein wenig mit dem Fokus gespielt. Hier ist Jessica im Fokus…. zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

...und hier das Eis. (Zur Vergrößerung das anklicken.) [37]

…und hier das Eis. Zur Vergrößerung das anklicken (Foto: CNET).

Hat jemand Appetit auf Tacos? (Zur Vergrößerung das Bild anklicken) [38]

Hat jemand Appetit auf Tacos? Zur Vergrößerung das Bild anklicken (Foto: CNET).

Die 'Pro Cam'-App gibt dem Appetizer nach der eigentlichen Aufnahme einen leichten Gelbstich. Die frittierten Schalotten wirken gut fokussiert, aber die gelbe Sauce ist nicht so gut definiert. [39]

Die ‚Pro Cam‘-App gibt dem Appetizer nach der eigentlichen Aufnahme einen leichten Gelbstich. Die frittierten Schalotten wirken gut fokussiert, aber die gelbe Sauce ist nicht so gut definiert (Foto: CNET).

Dieser Blumenstrauß wurde nachts drinnen mit mit der nativen Kamera-App aufgenommen. Der Strauß ist scharf, aber die Blüten lassen Tiefe vermissen – besonders die weißen. (Zur Vergrößerung das anklicken.) [40]

Dieser Blumenstrauß wurde nachts drinnen mit mit der nativen Kamera-App aufgenommen. Der Strauß ist scharf, aber die Blüten lassen Tiefe vermissen – besonders die weißen. Zur Vergrößerung das anklicken (Foto: CNET).

Nachts draußen mit der 'Pro Cam'-App aufgenommen: Belichtungszeit 1/400s, ISO 800. [41]

Nachts draußen mit der ‚Pro Cam‘-App aufgenommen: Belichtungszeit 1/400s, ISO 800 (Foto: CNET).

Bildausschnitt bei voller Auflösung; mit einer Belichtungszeit von 1/800s und einer ISO-Einstellung von 4000 aufgenommen. [42]

Bildausschnitt bei voller Auflösung; mit einer Belichtungszeit von 1/800s und einer ISO-Einstellung von 4000 aufgenommen (Foto: CNET).

Noch einmal: Das Lumia 1020 ist gut genug, um auf eine durchschnittliche Kompaktkamera praktisch komplett verzichten zu können. Aber es lässt dennoch einige manuelle Einstellungsmöglichkeiten vermissen, die ernsthafte Fotografen für besondere Fotos als Standard voraussetzen.

Videoaufnahmen und Frontkamera

Das Lumia 1020 nimmt sauberem flüssige HD-Videos im 1080p-Format auf – zumindest dann, wenn man in den Einstellungen den Standard von 720 auf 1080p ändert. Dazu kommt bei Nutzung der ‚Pro Cam‘-App noch ein dreifacher digitaler Zoom, der genauso sauber arbeitet wie der im Fotobereich. Nokia hat zudem Zoom-Gesten in der App verborgen: Der Anwender kann Pinch-to-Zoom („Zweifinger-Zoom“) nutzen oder alternativ nach oben oder unten wischen, um um hinein oder heraus zu zoomen. Das Zoomen funktionierte in Jessicas Tests sehr gut. Muster in Teppichen und Gesichtern sind gezoomt deutlich zu sehen.

Die Audio-Aufnahme ist dagegen einer von Jessicas wenigen Kritikpunkten – zumindest dann, wenn sie die native Kamera-App verwendet. Die eigene Stimme ist überdeutlich – fast schon zu laut – zu hören, während die wenige Meter entfernten Aufnahmeobjekte kaum zu verstehen sind. Bei Verwendung von Nokias ‚Pro Cam‘-App scheint das Smartphone dagegen klareren Sound aufzunehmen.

Beim Betrachten der ‚Pro Cam‘-Videos wird man dazu aufgefordert, den Nokia Video Trimmer aus dem App Store zu installieren. Dabei handelt es sich um ein weiteres Tool, das Nokias Windows-Phone-Fähigkeiten schärft. Warum dies Tool allerdings nicht von Haus aus im Auslieferungszustand des Smartphones vorinstalliert ist, ist uns schleierhaft.

Bei der Frontkamera handelt es sich um das gleiche 1,2-Megapixel-Modell mit Weitwinkelobjektiv, das schon im Lumia 920 verbaut wurde. Die Kamera kann 720p-Videos aufzeichnen, was ein Bonus für Videochats ist. Unsere Testerin ist von der Bildqualität der Frontkamera ziemlich begeistert, deren Weitwinkel zudem groß genug ist, um auch den Hintergrund zu würdigen und Freunden, mit denen man Bilder und Videos teilt oder chattet einen fundierten Eindruck von der Umgebung zu vermitteln.

Dieser Imbisswagen (und Jessica) wurde mit der Frontkamera des Lumia 1020 und mithilfe der 'Pro Cam'-App aufgenommen. [44]

Dieser Imbisswagen (und Jessica) wurde mit der Frontkamera des Lumia 1020 und mithilfe der ‚Pro Cam‘-App aufgenommen (Foto: CNET).

Betriebssystem und Performance

Auf dem Lumia 2010 läuft eine leicht modifizierte Version [45] von Windows Phone 8 [46]. Die Modifikation war nötig, damit WP8 mit der enormen 41-Megapixel-Kamera des Smartphones klarkommt.

Der Anwender bekommt von dieser Modifikation aber praktisch nichts mit; das Lumia 1020 verhält sich wie jedes anderen Windows-Phone-basierte Smartphone von Nokia. Mit an Bord sind die üblichen Verdächtigen aus Nokias App-Aufgebot: Nokia Music, die Karten und Navigationswerkzeuge von Nokia Here, etliche zusätzliche Foto-Tools in Nokia Pro Cam, Nokia Smart Cam, Nokia Panorama und Nokia Cinemagraph.

Weitere Kernfunktionen sind NFC für Tap + Send sowie Bluetooth 3.0 (das in Kürze zu Bluetooth 4.0 werden könnte [47]). Die kabellose Akkuladung wird beim Lumia 1020 ab Werk nicht unterstützt, aber Nokia bietet gegen Aufpreis optional eine entsprechend ausgestattete Rückseitenabdeckung an.

Fotonarren werden sehr wahrscheinlich aber auf andere Kamera-Accessoires wie das Stativ oder das Kameragriff-Gehäuse (79 Euro) Wert legen. Letzteres verwandelt das Lumia 1020 dank aufgewölbtem, leicht fassbaren Handgriff und verlegtem Auslöser in eine „echte“ Kompaktkamera.

Das als kostenpflichtiges Zubehör (79 Euro) angebotene Kameragriff-Gehäuse verwandelt das Nokia Lumia 1020 in eine echte Kompaktkamera. [48]

Das als kostenpflichtiges Zubehör (79 Euro) angebotene Kameragriff-Gehäuse verwandelt das Nokia Lumia 1020 in eine echte Kompaktkamera (Foto: CNET).

Das gleiche Gehäuse in anderer Farbe, diesmal von oben. Hier sieht man gut den verlegten Auslöser und den – zumindest zum Fotografieren – angenehm dicken Griff. [49]

Das gleiche Gehäuse in anderer Farbe, diesmal von oben. Hier sieht man gut den verlegten Auslöser und den – zumindest zum Fotografieren – angenehm dicken Griff (Foto: CNET).

Performance

AT&Ts mobile Breitbandverbindung (4G LTE) sorgt bei den Tests in San Francisco dafür, dass das Lumia 1020 konstant im zweistelligen Megabit-Bereich bleibt. In der Diagnostik werden regelmäßig Down- und Upload-Werte von 15 bis 38 bzw. 5 bis 15 MBit/s angezeigt.

In praktischen Test werden selbst grafisch aufwändige Desktop-Versionen von Webseiten sehr schnell und komplett geladen. Apps und Fotos lassen sich ebenfalls sehr schnell herunterladen und der Upload von Status-Updates und Bilder geht ohne große Wartezeiten vonstatten.

Die mithilfe der 'Free Speed Test'-App für Windows Phone ermittelten Up- und Download-Testergebnisse des Lumia 1020. [50]

Die mithilfe der ‚Free Speed Test‘-App für Windows Phone ermittelten Up- und Download-Testergebnisse des Lumia 1020.

Wie andere Lumia-Smartphones integriert auch das Lumia 1020 mit dem Qualcomm Snapdragon S4 einen 1,5 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor, der im Gegensatz zu anderen Lumia-Smartphones (ein GByte RAM) allerdings auf satte zwei GByte Arbeitsspeicher zurückgreifen kann. Obwohl der S4 nicht die Leistung der neuesten Quad-Core-Modelle von Qualcomm hat, ist er dennoch das Schnellste, was es derzeit im Windows-Phone-Bereich gibt – und er ist wirklich ein ziemlich flinker Chip. Auch das Gaming mit Xbox-Games und anderen Spielen läuft angenehm flüssig und lässt den Anwender im Spiel versinken.

Nokia Lumia 1020 Performance
Download Endomondo (3 MByte): 19,5 Sekunden
Starten der Endomondo-Mobile-App: 4,1 Sekunden
Ladezeit der mobilen CNET-Webseite: 5 Sekunden
Ladezeit der Desktop-Version der CNET-Webseite: 13,7 Sekunden
Boot-Zeit zum Lock-Screen: 30,7 Sekunden
Boot-Zeit der Kamera: 2,8 Sekunden
Zeit zwischen zwei Kameraaufnahmen: ‚Pro Cam‘: 6 Sekunden mit Blitz und Fokussierung;
Nativ: 2,5 Sekunden

Das Lumia 1020 integriert einen fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 2000 mAh, der unter 3G für 13,3 Stunden Gesprächszeit gut sein soll. Der Akku hat damit die gleiche Kapazität wie die Akkus der 920er Baureihe – und wie diese Smartphones sollte auch das Lumia 1020 einen kompletten Arbeitstag durchhalten, bevor es wieder an die Steckdose muss. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass die Akkus mit der Zeit abbauen.

Der interne Festspeicher des Lumia 1020 ist 32 GByte groß, was für die meisten Anwender voll und ganz ausreichen dürfte. Aber da mit Nokias ‚Pro Cam‘-App angefertigte Fotos einen erheblich höheren Speicherbedarf als „normale“ Fotos haben, könnte der nicht erweiterbare Speicherplatz Grund genug für etliche Interessenten sein, nervös zu werden. Im Test kommen wir trotz intensiver Aufnahmetätigkeit nicht annähernd an diese Barriere heran – und im Zweifel muss man seine Bilder halt ab und an auf den Rechner übertragen. Immerhin: Das Lumia 1020 bringt sieben GByte kostenlosen SkyDrive-Cloud-Speicher, den man optional erweitern kann.

Bezüglich der Strahlungsintensität müssen sich Besitzer des Lumia 1020 auch keinen Kopf machen: Die US-amerikanische FCC hat einen wert von 0,82 Watt pro Kilogramm gemessen. Damit liegt das Lumia 1020 deutlich unter Apples iPhone 5 (1,25 W/kg) und je nach Modell etwa auf gleichem Niveau wie Samsungs Galaxy S4 (0,75 bis 0,98 W/kg).

Gesprächsqualität

Unsere US-Kollegen testeten natürlich auch die Gesprächsqualität des Lumia 1020 (GSM 850/900/1800/1900) im AT&T-Netz in San Francisco.

In ruhigen Innenräumen reicht eine Lautstärke von 5 von 10 völlig aus, draußen ist meist etwas mehr nötig. Stimmen klingen allerdings nicht ganz natürlich, sondern stattdessen ein bisschen flach, roboterartig und lispelnd. Es gibt keine großartigen Verzerrungen oder Störungen, aber der flache Klang ist in allen Telefonaten festzustellen. Man kann problemlos telefonieren, aber man merkt einfach, dass die Stimme des Gesprächspartners nicht ganz perfekt klingt. Klasse ist dagegen, dass Telefonate mit dem Lumia 1020 absolut klar und frei von Hintergrundrauschen sind.

Ihr könnt euch aber auch selbst einen Eindruck von der Gesprächsqualität machen:

Hörprobe:

 

Fazit: Kaufen, übergehen oder noch warten?

Dies ist eindeutig ein Kamera-Smartphone, das eine neue Ära der Smartphone-Fotografie einläutet. Sein größerer Sensor, die prominent eingeblendeten kreativen Kontrollmöglichkeiten und die unglaublich gute verlustfreie Vergrößerung von Bildausschnitten sorgen dafür, dass es sich von der Masse der Konkurrenz abhebt. Für Gelegenheitsnutzer könnte das Lumia 1020 aber sehr wohl mehr Kamera – zusammen mit „klobiger“ Größe und hohem Preis – repräsentieren, als eigentlich nötig und angemessen wäre. Nicht zuletzt produzieren Smartphones wie Nokias 920er Serie, Apples iPhone 5, Samsungs Galaxy S4 und HTCs One ebenfalls hervorragende Schnappschüsse, die man einfach ins Netz stellen und mit anderen teilen kann. Die Kernfrage ist nur, welches Niveau man anstrebt.

Puristen werden sich – zurecht – darüber mokieren, dass der Sensor des Lumoia 1020 kleiner ist als der des Symbian-basierten Vorgängers Nokia 808 PureView. Aber das ist gleichzeitig auch einer der Gründe, warum das Lumia 1020 so kompakt und – salopp gesagt – Hosentaschen-freundlich ist. Wir könnten außerdem Look und Layout der ‚Pro Cam‘-App kritisieren, aber letztlich sind das kleinere Problemchen und praktisch Meckern auf hohem Niveau.

Samsungs Galaxy S4 Zoom integriert ein Objektiv mit zehnfachem optischen Zoom. [51]

Samsungs Galaxy S4 Zoom integriert ein Objektiv mit zehnfachem optischen Zoom (Foto: CNET).

Wir können die Bildqualität des Lumia 1020 natürlich nicht mit der des Samsung Galaxy S4 Zoom (16 Megapixel) vergleichen, da dieses Testgerät noch aussteht. Aber während des kurzen Hands-on-Tests [52] kamen uns die Einstellungsmöglichkeiten zur absoluten Bildqualität beim S4 Zoom nicht so ambitioniert vor, wie das beim Nokia Lumia 1020 der Fall ist. Andererseits dürften sein zehnfaches optisches Zoom-Objektiv und die leicht zugänglichen Aufnahme-Modi (Nacht, Portrait, Sport, …) auf anderer Ebene eines echte Konkurrenz für das Lumia 1020 darstellen.

Wenn man sich zwischen dem Samsung Galaxy S4 Zoom und dem Nokia Lumia 1020 entscheiden will, investiert man so oder so in ein 2-in-1-Gerät, das teurer ist als andere Geräte seiner Klasse. Wer optischen Zoom bevorzugt, sollte vielleicht auf den Test des Galaxy S4 Zoom warten. Das Gleiche gilt, wenn man vorab definierte Aufnahme-Modi für gängige Szenarien schätzt und kein Problem damit hat, ein Smartphone von der Größe einer soliden Kompaktkamera mit sich herumzuschleppen.

Wer sich dagegen überhaupt nicht als Fotonarr sieht, sollte wahrscheinlich von beiden Geräten Abstand nehmen. Denn für Gelegenheitsschnappschüsse reicht die Kamera fast jedes beliebigen hochwertigen Smartphones aus, das derzeit am Markt gehandelt wird.

[Mit Material von Jessica Dolcourt [53], CNET.com [54])

Spezifikationen

  • Betriebssystem: - Microsoft Windows Phone 8
  • Prozessor: - Qualcomm Snapdragon S4, Dual Core, 2x 1,5 GHz
  • GPU: - Adreno 225
  • Arbeitsspeicher: - zwei GByte
  • Festspeicher: - 32 GByte, nicht erweiterbar
  • Display: - 4,5 Zoll, AMOLED, 1280 x 768 Pixel, kapazitiver Touchscreen, Gorilla Glas 3
  • Kameras: - rückseitig 41 MP (AF, OIS, Xenon-Blitz, LED-Fokuslicht, 1080p-Videos), frontal 1,2 MP (720p-Videos)
  • Kommunikation: - WLAN (802.11a/b/g/n, DLNA), Bluetooth 3.0, NFC
  • Mobilfunkstandards: - GSM, UMTS, LTE
  • Anschlüsse: - Micro-USB 2.0, 3,5 mm Klinke Audio
  • sonstiges: - UKW-Radio, MP3-/Video-Player, Micro-SIM-Formfaktor,
  • Akku: - 2000 mAh, fest verbaut, 19,1/13,3 Stunden Gesprächszeit (GSM/UMTS)
  • Abmessungen: - 13,0 x 7,1 x 1,0/1,3 cm
  • Gewicht: - 158 g

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[2] Galerie: Nokia Lumia 1020 im Detail: https://www.cnet.de/88115225/galerie-nokia-lumia-1020-im-detail/?pid=1#sid=88115310

[3] Samsung Galaxy S4 Zoom: http://www.cnet.de/88113121/galaxy-nx-ativ-q-ativ-tab-3-ativ-book-9-samsungs-neue-produkte-im-uberblick/

[4] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[5] Nokia 808 PureView: http://reviews.cnet.com/smartphones/nokia-808-pureview-unlocked/4505-6452_7-35151907.html

[6] 920: http://reviews.cnet.com/nokia-lumia-920/

[7] 928: http://reviews.cnet.com/smartphones/nokia-lumia-928-verizon/4505-6452_7-35760294.html

[8] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-Comic.jpg

[9] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-001.jpg

[10] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-002.jpg

[11] extrem sensibel: http://reviews.cnet.com/8301-6452_7-57586983/how-supersensitive-screens-get-touch-y-smartphones-unlocked/

[12] Gorilla Glass 3: http://ces.cnet.com/8301-34447_1-57560286/tougher-gorilla-glass-3-means-more-scratch-proof-screens/

[13] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-003.jpg

[14] Artikel: http://reviews.cnet.com/8301-6454_7-57593179/whats-old-and-new-about-the-nokia-lumia-1020s-camera/

[15] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-004.jpg

[16] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-005.jpg

[17] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-006.jpg

[18] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-007.jpg

[19] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-008.jpg

[20] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-009.jpg

[21] Galerie mit Testfotos des Lumia 1020: http://reviews.cnet.com/2300-6452_7-10017636.html

[22] Vergleich der Foto-Performance von Nokia Lumia 1020, Apple iPhone 5 und Samsung Galaxy S4: http://reviews.cnet.com/8301-6454_7-57595078/nokia-lumia-1020-shootout-versus-galaxy-s4-iphone-5/

[23] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-010.jpg

[24] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-011.jpg

[25] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-012.jpg

[26] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-013.jpg

[27] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-014.jpg

[28] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-015.jpg

[29] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-016.jpg

[30] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-017.jpg

[31] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-018.jpg

[32] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-019.jpg

[33] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-020.jpg

[34] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-021.jpg

[35] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-022.jpg

[36] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-023.jpg

[37] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-024.jpg

[38] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-025.jpg

[39] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-026.jpg

[40] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-027.jpg

[41] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-028.jpg

[42] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-029.jpg

[43] Galerie: Testfotos des Nokia Lumia 1020 mit 41-Megapixel-Kamera: https://www.cnet.de/88114139/galerie-testfotos-des-nokia-lumia-1020-mit-41-megapixel-kamera/?pid=1#sid=88115310

[44] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-030.jpg

[45] leicht modifizierte Version: http://reviews.cnet.com/8301-6452_7-57593301/windows-phone-tweaks-back-lumia-1020s-41mp-camera/

[46] Windows Phone 8: http://reviews.cnet.com/windows/windows-phone-8/4505-3672_7-35516448.html

[47] Bluetooth 4.0 werden könnte: http://reviews.cnet.com/8301-6452_7-57593954/nokia-phones-bluetooth-4.0-update-reportedly-on-the-way/

[48] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-031.jpg

[49] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-032.jpg

[50] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-033.jpg

[51] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/07/Nokia-Lumia-1020-034.jpg

[52] Hands-on-Tests: http://reviews.cnet.com/smartphones/samsung-galaxy-s4-zoom/4505-6452_7-35792092.html

[53] Jessica Dolcourt: http://www.cnet.com/profile/J-Do/

[54] CNET.com: http://reviews.cnet.com/nokia-lumia-1020/