Ausstattung

An der rechten Seite der Revolve-Basis findet man eine Lautstärkewippe, einen Schalter, mit dem man die Autorotation des Displays unterbinden kann, und einen Ein-/Aus-Schalter mit seltsamem Federmechanismus. Dazu kommen noch – zur Rückseite hin – ein HP-Side-Docking-Anschluss, eine Kopfhörerbuchse und ein Schacht für microSD-Speicherkarten. Die linke Seite ist dagegen komplett leer; alles restlichen Ports sitzen auf der Rückseite. Dort findet man Ethernet-, DisplayPort-1.2- und zwei USB-3.0-Anschlüsse (einer davon kann Accessoires auch im Schlafmodus aufladen) sowie der Anschluss für das Stromkabel.

Der LAN-Anschluss auf der Rückseite hilft zwar, das Kabelgewirr auf dem Schreibtisch zu minimieren, aber ein oder zwei USB-Anschlüsse an der Seite wären schon eine feine Sache gewesen. Auch ein Full-Size-SD-Kartenschacht anstelle des Äquivalents für die microSD-Version wäre schick und vom Platz her problemlos unterzubringen gewesen.

An der Rückseite des Geräts findet man man Ethernet-, DisplayPort- und zwei USB-2.0-Anschlüsse – übrigens die einzigen USB-Ports des Geräts.

An der Rückseite des Geräts findet man man Ethernet-, DisplayPort- und zwei USB-2.0-Anschlüsse – übrigens die einzigen USB-Ports des Geräts.

An Wireless-Optionen bietet das EliteBook Revolve WLAN (802.11a/b/g/n), Bluetooth 4.0, NFC und einen Schacht für micro-SIM-Karten, dank dem man mobiles Breitbandinternet (HSPA und HSPA+) nutzen kann. Im Gegensatz zu einem normalen Notebook (hier zeigen sich die Tablet-Gene des Geräts) integriert das Revolve 810 auch eine Menge Sensoren, namentlich Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Umgebungslichtsensor und Kompass.

Das Multitouch-Display ist mit einem aktiven, kapazitiven ‚Executive Tablet Pen‘ kompatibel, der als Digitizer fungiert, aber separat verkauft und nicht mitgeliefert wird. Dennoch ist es schön, dass es diese Option überhaupt gibt.

Noch etwas zu den Security-Features des Geräts: Das EliteBook Revolve 810 integriert reinen vPro-fähigen Prozessor aus Intels Core-i5-Familie, bietet TPM-Unterstützung und bringt eine Anzahl von Sicherheitsfunktionen und -software von HP mit.

Zu den Kernkomponenten des Geräts: Die von uns getestete Version des Revolve 810 ist mit einem Intel Core i5-3437U, vier Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 128 GByte großen SSD bestückt. Am deutschen Markt werden aber auch diverse Revolve-Varianten mit Core-i7-Prozessor (i7-3687U), acht Gigabyte RAM oder einer 256 MByte großen SSD angeboten.

Mit einem Gewicht von rund 1,4 kg und kompakten Abmessungen kann das 11,6-Zoll-Hybridgerät leicht transportiert werden – perfekt für Geschäftsreisende.

Mit einem Gewicht von rund 1,4 kg und kompakten Abmessungen kann das 11,6-Zoll-Hybridgerät leicht transportiert werden – perfekt für Geschäftsreisende.

Performance und Akkulaufzeit

Im Revolve werden noch keine Haswell-Prozessoren (Intels vierte Core-Generation) verbaut. Das hat zwar keinen sonderlich großen Einfluss auf die Performance, könnte aber einer der Gründe für die nach heutigen Maßstäben wenig beeindruckende Akkulaufzeit sein. In unseren Benchmarks erwies sich das Revolve 810 mit seinem leicht verschiedenen Core-i5-Prozessor jedenfalls als einen Tick schneller als das ansonsten vergleichbar bestückte Lenovo ThinkPad Helix und war schneller als das IdeaPad Yoga 11S.

Die im Prozessor integrierte Grafikeinheit – eine Intel HD Graphics 4000 – liefert im Zusammenspiel mit der Rechenleistung des Core i5 und en schnellen Zugriffszeiten der SSD eine gute, für den Alltag völlig ausreichende Performance ab. Das Revolve startet sich selbst und Programme schnell und fühlt sich in allen „normalen“ Lebenslagen schnell genug an.

Die Akkulaufzeit ist allerdings ausbaufähig und gibt Anlass zur Kritik: In unserem Video-Playback-Test strich das Revolve nach nur vier Stunden und 45 Minuten die Segel. Immerhin lässt sich der mitgelieferte 6-Zellen-Akku entfernen und bei Bedarf austauschen. Allerdings verbaut das ähnlich große ThinkPad Helix gleich zwei Akkus, dank denen seine Akkulaufzeit bei ziemlich respektablen sieben Stunden und 37 Minuten liegt. Betreibt man das Helix im Tablet-Modus mit nur einem Akku, kommt es immer noch auf eine ähnliche Laufzeit wie das Revolvew 810 – allerdings halt mit einem viel, viel kleineren Formfaktor.

Man könnte sich daher sehr leicht vorstellen, dass ein Prozessor der Haswell-Generation der Akkulaufzeit vielleicht sogar sehr deutlich auf die Sprünge helfen könnte – schließlich hat es bei anderen Notebooks ja auch geklappt. Dieser Technologiewechsel wäre HP sehr zu anzuraten, denn einem Familienangehörigen, Freund oder Kollegen Mitte 2013 ein Notebook mit weniger als fünf Stunden Akkulaufzeit zu empfehlen, fällt schwer.

Das HP EliteBook Revolve 810 ist ein robustes, ansehnliches und leistungsfähiges Gerät, das nur noch etwas billiger sein und mehr Akkulaufzeit vorweisen müsste – dann könnte man es bedenkenlos empfehlen.

Das HP EliteBook Revolve 810 ist ein robustes, ansehnliches und leistungsfähiges Gerät, das nur noch etwas billiger sein und mehr Akkulaufzeit vorweisen müsste – dann könnte man es bedenkenlos empfehlen.

Fazit

Lobenswert am HP EliteBook Revolve 810 sind das aufgeräumte Design, die angenehme, robuste Haptik und die gute Performance. Der hohe Preis, die vergleichsweise niedrige Displayauflösung und die geringe Akkulaufzeit sind dagegen die Schwächen des Systems. Diese Fakten machen es schwierig, dem Revolve 810 im Vergleich zu anderen modernen Notebook-Tablet-Hybriden den eindeutigen Vorzug zu geben. Letztlich ist das Revolve 810 ein feines, kleines, unaufgeregt professionelles Hybrid-Gerät, das aber noch den letzten Schliff braucht, um auch modernen Anforderungen an die Akkulaufzeit gerecht zu werden.

Während das Revolve für Gelegenheitsnutzer sicher nicht die erste Wahl sein dürfte, ist es für Geschäftsreisende, die oft unterwegs sind, eine lohnenswerte Alternative. Trotz allem gibt es derzeit auf dem Markt viele interessante und teils deutlich günstigere und/oder besser bestückte Geräte. Für HP stellt das Revolve 810 jedoch fraglos einen Schritt in die richtige Richtung dar – da darf man auf die nächste Version gespannt sein.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu HP EliteBook Revolve 810: der kompakte Notebook-Tablet-Hybrid im Test

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *