Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test: schick, kompakt, aber funktionell eingeschränkt

von Anja Schmoll-Trautmann und Gerald Strömer am , 19:05 Uhr

Pro
  • für ein 10,1-Zoll-Tablet leicht und kompakt
  • beeindruckend helles Display
  • Slot für bis zu 64 GByte große microSD-Speicherkarten
Con
  • zu große "Hit-Box" für kapazitive Menü- und Back-Tasten resultiert in Fehleingaben
  • niedrige Performance beim schnellen App-Wechsel
  • WLAN-Speed sinkt mit abnehmender Distanz zum Router drastisch
  • zu hoher Preis für ein Gerät mit Prä-2012-Komponenten
Hersteller: Listenpreis: Wi-Fi: 369 Euro; 3G: 469 Euro; LTE: 509 Euro
ZDNet TESTURTEIL: BEFRIEDIGEND 6,3 von 10 Punkte
Fazit:

Das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 ist ein schickes, schlankes Tablet, aber angesichts all der leistungsstärkeren und billigeren Optionen am Markt fühlt sich das Tablet wie eines von vielen an und nicht wie ein Upgrade.

Das 10,1-Zoll-Tablet kommt als größter Vertreter der Galaxy-Tab-3-Reihe mit 1,6-GHz-Dual-Core-CPU, Android 4.2.2 Jelly Bean und ansprechendem Design. Es sieht gut aus, hebt sich aber nicht wirklich von der Masse ab.

Vor gut zwei Monaten stellte der koreanische Hersteller die dritte Generation seiner Galaxy-Tab-Serie vor. Sie sollte nicht nur mit jeder Menge neuer Features locken, sondern auch eine verbesserte Performance zum Vorgängermodell bieten. Mit dem hier getesteten 10,1-Zoll-Modell ergänzt Samsung [1] damit die kleineren 7- und 8-Zoll-Modelle. Samsung bietet das große Galaxy Tablet als reines WLAN-Modell (GT-P5210), in einer 3G-Version (GT-P5200) und in einer 4G/LTE-Version (GT-P5220) an. Die Preise liegen zwischen 369 und 509 Euro.

Samsungs Galaxy Tab 3 10.1 setzt im Vergleich zu seinem Vorgänger [2] auf eine simplere Ästhetik. Für ein 10-Zoll-Tablet fällt es mit seinen Abmessungen von 24,3 x 17,6 x 0,8 Zentimetern kompakt aus. Es präsentiert sich leichtgewichtig und schlank, mit schmalem Rahmen und einem sauberen, aufgeräumten Design, auf das auch ein iPad neidisch sein darf.

Bezüglich der Technik setzt Samsung aber leider den Trend ausgesprochen langweiliger Technik-Upgrades im Rahmen seiner 10-Zoll-Galaxy-Tab-Familie fort. Uns gefallen zwar Stil und Ästhetik des Galaxy Tab 3 10.1, aber seine technischen Spezifikationen repräsentieren nur ein minimales Upgrade gegenüber dem Tab 2 10.1, was in einer für heutige Verhältnisse bestenfalls durchschnittlichen Performance resultiert. Letztlich würden Begriffe wie „Änderung“ oder „Austausch“ besser zu seinen neuen Komponenten passen als „Upgrade“.

Das Tablet-Design wird außerdem von äußerst reaktionsfreudigen Menü- und Zurück-Tasten geplagt. Die beiden Tasten können viel zu leicht ungewollt aktiviert werden – selbst man sich ihrer überbordenden Sensibilität schmerzhaft bewusst ist. Dennoch verhindert es das Design des Tablets (und ganz gewiss nicht seine Funktionalität), dass man es getrost vergessen und sofort aufs mentale Abstellgleis schieben kann.

Design

Das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 – als größtes Modell der Tab-3-Familie – hat ein simpleres und kompakteres Design als alle bisherigen Galaxy-Tab-10.1-Tablets. Hauptgründe dafür sind die schmaleren Rahmenelemente am Display und die überarbeitete Kante aus Metall. Während das dicke Gehäuse des Tab 2 10.1 [3] Lautsprecher in der Front beherbergte, verlegt das Tab 3 10.1 sie an die linke und rechte Kante.

Abmessungen Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Samsung Galaxy Note 10.1 Google [4] Nexus 10 Apple [5] iPad (4. Generation)
Gewicht in kg 0,51 0,6 0,6 0,65
Breite in cm 24,4 26,2 26,4 24,1
Höhe in cm 17,5 18,5 17,5 18,5
Tiefe in cm 0,79 0,89 0.89 0,94
Seitliche Rahmenbreite in cm 1,27 2,29 2,29 2,03

Das 10,1-zöllige Tablet ist relativ dünn und leicht, aber trotzdem noch kein Sony Xperia Tablet Z [6]. Es lässt sich in beiden Händen komfortabel halten und fühlt sich solide, aber dank der glatten Kunststoffe auch etwas billig an. Trotz der glatten Flächen ist es nicht schlüpfrig – es liegt einfach recht gut in der Hand.

Am unteren Rahmen gibt es einen Navigationsbereich, der sich aus zwei kapazitiven Touchscreen-Tasten (Menü und Zurück) sowie einer physischen, leicht erhöhten Home-Taste zwischen ihnen zusammensetzt. Diese Designentscheidung erinnert an Samsungs Note-Modellreihe, aber wegen Funktionalitätsproblemen harmoniert das einfach nicht sonderlich gut mit dem 10,1-zölligen Tab 3. Obwohl die physische Home-Taste eine nützliche Erweiterung ist, die schnellen Zugriff auf den Homescreen und eine Ansicht aller offenen Apps gewährt, unterminieren die Menü- und Zurück-Tasten die grundlegende Funktionalität des Tablets.

Das Tab 3 10.1 wiegt 510 Gramm (Foto: CNET) [7]

Das Tab 3 10.1 wiegt 510 Gramm (Foto: CNET).

Um die Menü- und Zurück-Tasten auszulösen, muss man nämlich nicht direkt die Symbole berühren, sondern einfach nur einen Finger in ihrer Nähe platzieren. An sich ganz gut – aber die berührungsempfindliche Fläche (die „Hit-Box“), welche die Menü- und Zurück-Funktionen auslöst, erstreckt sich am unteren Rahmen über rund neun Zentimeter.

Es sollte kein Lernprozess nötig sein, um ein Tablet festzuhalten – aber beim Tab 3 10.1 ist das dennoch der Fall. Die Hit-Box des Navigationsbereichs ist so groß, das man sich schwer tut, wenn man das Tablet in horizontaler Ausrichtung hält. Sie belegt nämlich genau den Raum, den die haltende Hand normalerweise einnehmen würde.

Am unteren Rahmen gibt es einen Navigationsbereich, der sich aus zwei kapazitiven Touchscreen-Tasten (Menü und Zurück) sowie einer physischen, leicht erhöhten Home-Taste zwischen ihnen zusammensetzt (Foto: CNET) [8]

Am unteren Rahmen gibt es einen Navigationsbereich, der sich aus zwei kapazitiven Touchscreen-Tasten (Menü und Zurück) sowie einer physischen, leicht erhöhten Home-Taste zwischen ihnen zusammensetzt (Foto: CNET).

Im Test streifen wir mit dem linken Daumen ständig über die Touch-Fläche der Zurück-Taste (die übrigens eher wie ein Backspace funktioniert), was uns dann aus dem herauskatapultiert, was wir gerade machen. Wir gewöhnen uns an, ständig bewusst die Position unserer Finger zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie sich nicht in die Hit-Box verirren können, statt einfach die Zeit mit dem Tablet zu genießen.

Die Zurück- und Menü-Tasten sind bei anderen Android [9]-Geräten üblicherweise auf der auf dem Bildschirm eingeblendeten Navigationsleiste positioniert. Und auch wenn der zusätzliche Platz auf dem Display des Tab 3 10.1 eine feine Sache ist – wir würden ihn jederzeit liebend gern opfern, wenn die Bedienung dann nicht so frustrierend wäre. Dazu kommt noch, dass man praktisch keine Kontrollmöglichkeit zum Verhalten der kapazitiven Tasten hat; man kann nur anpassen, wie lange sie beleuchtet bleiben. Und trotz dieser Option strahlten die Tasten auch beim Netflix-Streaming und bei der Nutzung anderer Apps munter vor sich hin.

Die Rückseite ist für ein Samsung Galaxy typisch (Foto: CNET). [10]

Die Rückseite ist für ein Samsung Galaxy typisch (Foto: CNET).

An der Oberkante des Tablets sitzen der Ein-/Aus-Schalter, die Lautstärkewippe, der Erweiterungs-Slot für microSD-Speicherkarten und ein IR-Blaster. Nicht weit davon entfernt – nahe der oberen linken Ecke – sitzt der Kopfhöreranschluss, direkt über dem in der linken Kante integrierten linken Lautsprecher. An der unteren Kante findet man ein Stecknadel-großes Mikrofon und einen Micro-USB-Port, während man an der rechten Kante ganz oben den rechten Lautsprecher findet. In der Mitte des oberen, vorderen Displayrahmens sitzen ein Umgebungslichtsensor und die 1,3-Megapixel-Kamera. Die mit 3,2 Megapixel auflösende Hauptkamera findet man mittig oben auf der Rückseite.

Software

Auf dem Tab 3 10.1 läuft Googles Android 4.2.2 („Jelly Bean“) in Kombination mit Samsungs TouchWiz-Nutzeroberfläche. Zu den Features gehört Smart Stay, das das Tablet in den Schlafmodus versetzt, wenn man es nicht anschaut, sowie ein nützliches Benachrichtigungs-Panel, das man ein bisschen an die persönlichen Präferenzen anpassen kann.

Das Smart Stay-Feature funktioniert zwar, aber dennoch nicht gut so wie von Samsung beworben. Das Tablet hat oftmals Probleme, die Augen unseres Testers zu erkennen (auch wenn er direkt auf den Bildschirm sieht) – und wegen dieser Unbeständigkeit erweist sich dieses Feature als letztlich so nützlich wie eine ganz normale Bildschirmabschaltung. Denn das Tablet braucht in etwa genauso viel Zeit, um zu erkennen, das nicht mehr auf den Schirm geschaut wurde, wie die alternativ eingestellte Abschaltung des Displays nach einem bestimmten Zeitraum. Das Tab 3 10.1 verfügt nicht über die Smart Pause– und Smart Scroll-Features anderer Galaxy-Geräte, so dass das Ganze eher ein Smart Stay Lite darstellt.

Über die Schnellstartleiste kann man Funktionen wie WLAN, GPS, Smart Stay und Bildschirmausrichtung an- und abschalten sowie die Helligkeit des Displays anpassen (Foto: CNET). [11]

Über die Schnellstartleiste kann man Funktionen wie WLAN, GPS, Smart Stay und Bildschirmausrichtung an- und abschalten sowie die Helligkeit des Displays anpassen (Foto: CNET).

Auf die Schnellstartleiste kann man leicht zugreifen, indem man von der Oberseite des Displays her nach unten wischt. Über diese Leiste kann man Funktionen wie WLAN, GPS, Smart Stay und Bildschirmausrichtung an- und abschalten sowie die Helligkeit des Displays anpassen. Man kann zwar anpassen, in welcher Reihenfolge diese Einstellungen angezeigt werden, kann aber keine neuen hinzufügen. Unterhalb dieser Einstellungen findet man die Benachrichtigungen und eine kleine, schwarze Leiste, die den User wissen lässt, mit welchem WLAN-Netzwerk er verbunden ist.

Man kann zwar anpassen, in welcher Reihenfolge diese Einstellungen angezeigt werden, kann aber keine neuen hinzufügen (Foto: CNET). [12]

Man kann zwar anpassen, in welcher Reihenfolge diese Einstellungen angezeigt werden, kann aber keine neuen hinzufügen (Foto: CNET).

Der im Tab 3 10.1 integrierte IR-Blaster ermöglicht die Nutzung des Tablets als Universalfernbedienung und das Tablet bringt auch bereits einige Apps mit, die dabei helfen. Unser Tester kann Peels Smart Remote-App nicht davon überzeugen, die Kabelbox anstelle des Fernsehers anzusprechen, so dass er auf Samsungs Universalfernbedienungs-/Video-Hub-App Watch On zurückgreift. Mit dieser App kann man TV-Listen durchblättern, Erinnerungen setzen, Kanäle wechseln sowie Fernseher und Kabelbox an- und ausschalten.

Die Einrichtung braucht wegen Verbindungsproblemen zwar ihre Zeit, aber ansonsten funktioniert das Ganze tadellos und flüssig, wenn auch ein bisschen langsam. Die App selbst ist zwar ansprechbar, hat aber mit ernsthaften Lag-Problemen zu kämpfen: Beim Start vergeht ziemlich viel Zeit und bei der Navigation von einem Bildschirm zum nächsten vergehen jedes mal etliche Sekunden.

Das in die App integrierte Streaming von Videoinhalten ist für On-Demand-Angebote ganz komfortabel, aber die Suchfunktion arbeitet nicht besonders gründlich: Die Suchergebnisse sind im Test unserer US-Kollegen oft auf Samsungs eigenen Media Hub-Service sowie Hulu Plus und Blockbuster Video limitiert, obwohl Netflix und Google Play die gleichen Inhalte anbieten.

Andere Samsung-Features sind zwar ganz nette Erweiterungen, funktionieren aber nicht sonderlich gut. Beispielsweise erkennt die S Voice-App die Sprachbefehle im Test oftmals nicht, weshalb diese Funktion nicht nur als wenig hilfreich, sondern regelrecht als verrückt machend abgehakt wird. Dieses Feature wird durch einen Doppelklick der Home-Taste aktiviert, kann bei Bedarf aber problemlos über die Einstellungen deaktiviert werden.

Say what? [13]

S Voice-App (Screenshot: CNET).

Group Play ist ein Samsung-Feature, mit dem man Dateien in Echtzeit mit anderen Samsung-Usern im gleichen Netzwerk teilen und gemeinsam bearbeiten kann. Dieses Feature funktioniert meist wie beabsichtigt, gibt aber nicht immer bekannt, wenn man eine Detail erfolgreich mit anderen geteilt hat. Das Tab 3 10.1 verfügt nicht über das Multi-Windows-Feature des 8-zölligen Galaxy Tab 3 [14], aber angesichts der gerade so ausreichenden Single-Windows-Performance ist das vielleicht auch gar nicht so schlecht.

Hardware

Das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 beherbergt den 1,6 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor Intel Atom Z2560, 1 GByte Arbeitsspeicher sowie abhängig vom Modell 16 oder 32 GByte Festspeicher. Wir testen das 16-GByte-Modell, was direkt ab Werk noch etwa 11 GByte freien Speicherplatz bietet. Der Slot für microSD-Speicherkarten unterstützt übrigens bis zu 64 GByte große Karten – sehr schön.

Der Erweiterungs-Slot für microSD-Speicherkarten und der IR-Blaster sind nette Features, bei dem ansonsten rechten unspektakulären Tablet (Foto: CNET). [15]

Der Erweiterungs-Slot für microSD-Speicherkarten und der IR-Blaster sind nette Features, bei dem ansonsten rechten unspektakulären Tablet (Foto: CNET).

Performance

In Sachen Leistung zeigt sich das Tablet im Test bei simplen Aktivitäten wie dem Checken von e-Mails oder dem Lesen eines eBooks gut ansprechbar, aber wenn es zum Multitasking oder zum schnellen Wechseln zwischen Apps kommt, wird das Gerät langsam und hat gelegentlich ordentliche Lags. Die Performance geht deutlich in den Keller, sobald mehrere Anwendungen offen sind oder Dateien heruntergeladen werden.

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Samsung Galaxy Note 10.1 Google Nexus 10 Apple iPad (4. Generation)
Maximale Helligkeit 421 cd/m² 411 cd/m² 368 cd/m² 455 cd/m²
Maximaler Schwarzwert 0,44 cd/m² 0,47 cd/m² 0,44 cd/m² 0,49 cd/m²
Maximales Kontrastverhältnis 956 795 836 939

Trotz beeindruckender Benchmark-Resultate lässt die Gaming-Performance in der Realität arg zu wünschen übrig. Riptide GP läuft zwar flüssig und die Grafiken sehen schön scharf aus, aber in N.O.V.A. 3 fungiert das Tab 3 10.1 schmerzhaft langsam. Zum Laden der Level benötigt es zwischen zwei und vier Minuten und das Gameplay selbst leidet gelegentlich unter Framerate-Einbrüchen und Lags. Aber allein die langen Ladezeiten sorgen in der Praxis dafür, dass sich jegliche aus dem vorherigen Level aufgebaute Spannung verflüchtigt, bevor man überhaupt zu den Rucklern kommt. Alles in allem ist das Tablet ungeeignet, wenn man ernsthaft damit spielen will.

Modell CPU GPU RAM OS (Test)
Samsung Galaxy Tab 3 10.1 1,6 GHz Dual-Core Intel Atom Z2560 PowerVR SGX544MP (Dual-Core) 1 GByte Android 4.2.2
Samsung Galaxy Note 10.1 1,4 GHz Quad-Core Exynos 4 Quad (4412) Mali T400MP4 (Quad-Core) 2 GByte Android 4.1.2
Google Nexus 10 1,7 GHz Dual-core Samsung Exynos 5 Dual (5250) Mali-T604 (Quad-Core) 2 GByte Android 4.2.2
Apple iPad (4. Generation) 1,4 GHz Dual-Core Apple A6X PowerVR SGX554MP4 (Quad-Core) 1 GByte iOS 6.1.3

3DMark (normal)
(je länger der Balken, desto besser die Leistung)
Google Nexus 10 [16]

8,055

Graphics Test 1 Normal (GPU)
(je länger der Balken, desto besser die Leistung)
Google Nexus 10 [16]

36,9

Graphics Test 2 Normal (GPU)
(je länger der Balken, desto besser die Leistung)
Google Nexus 10 [16]

32,9

Obwohl das Tablet im Test niemals abstürzt oder einfriert, treten gelegentlich dennoch Bugs auf. Es fordert zum Update von Apps auf, für die es keine Updates gibt, zeigt manchmal alte Benachrichtigungen und verliert sporadisch die Verbindung zum Funknetzwerk.

Die WLAN-Performance des Tablets korreliert direkt – und manchmal ziemlich dramatisch – mit der Distanz zum WLAN-Router. Die für den Download von Deer Hunter Reloaded benötigte Zeit steigt kontinuierlich immer weiter an, je weiter man das Galaxy Tab 3 10.1 vom Router entfernt. Beim Nexus 10 lässt die WLAN-Performance bei zunehmendem Abstand zwar ebenfalls etwas nach, aber bei weitem (!) nicht so stark wie beim Samsung-Tablet.

Download-Zeit (in Minuten) Samsung Galaxy Tab 3 10.1 Google Nexus 10
1-foot distance 2:38 2:08
10-foot distance 5:09 3:28
20-foot distance 10:34 3:27

Nahe der oberen linken Ecke sitzt der Kopfhöreranschluss (Foto: CNET) [19]

Nahe der oberen linken Ecke sitzt der Kopfhöreranschluss (Foto: CNET).

Die Lautsprecher produzieren einen ordentlichen und ausgewogenen Klang und sind bei voller Lautstärke für Tablet-Verhältnisse ziemlich laut. Der Wechsel von den frontseitig abstrahlenden hin zu den nach den Seiten abstrahlenden Lautsprechern schadet zudem dem Höreindruck unserer Meinung nach nicht.

Keine der beiden Kameras des Tab 3 10.1 verfügt über einen manuellen Fokus oder einen Blitz. Die rückseitige 3,2-Megapixel-Kamera nimmt klare Fotos auf (auch wenn sie nicht die aller schärfsten sind) und liefert hinsichtlich der Replikation lebensnaher Farbtöne eine gute Arbeit ab. Die von der Frontkamera angefertigten Fotos wirken ein bisschen weich, dafür aber gut belichtet.

 Die rückseitige 3,2-Megapixel-Kamera liefert eine akzeptable Leistung ab (Foto: CNET) [20]

Die rückseitige 3,2-Megapixel-Kamera liefert eine akzeptable Leistung ab (Foto: CNET).

Der 10,1-Zoll-Bildschirm des Tablets macht seinen Job, ist aber nicht sonderlich beeindruckend. Er punktet mit hoher maximaler Helligkeit und tiefen Schwarzwerten, aber seine Auflösung – 1280 x 800 Pixel (149 ppi) – ist nach heutigen Verhältnissen bestenfalls durchschnittlich. Es zeigt sich bei Bildern, Videos und Texten augenscheinlich weniger scharf als das Display des Nexus 10, repliziert die Farbsättigung aber dynamischer. Das Panel reagiert sehr gut auf Berührungen, leidet aber unter der Lag-Tendenz des Tablets, wenn man zu viel auf einmal versucht.

Nachfolgend das offizielle Ergebnis des Akkulaufzeittests der CNET Labs. Eine Übersicht von Akkulaufzeiten der von CNET getesteten Tablets gibt es hier [21].

Akkulaufzeit (in Stunden)
Samsung Galaxy Tab 3 10.1 8,3

Die ‚Tab 3‘-Familie

Das 10-zöllige Tab 3 ist eines von drei Tab-3-Geräten, die derzeit auf dem Markt sind – es gibt noch einen 8- und einen 7-Zöller. Parallel zum Tab 3 10.1 hatten die US-Kollegen auch die 8-zöllige Version in den Händen, aber noch nicht das 7-Zoll-Modell.

Während sich das Tab 3 10.1 wie eine launische Diva aufführt, ist die Nutzung des 8-zölligen Bruders einfach nur erfrischend. Es hat das gleiche schlanke und leichte Design, kombiniert das aber mit guter Performance und nützlichen Features, was es zur besseren Wahl der beiden macht. Obwohl das Tab 3 10.1 viele der gleichen Features an Bord hat, gibt es doch Unterschiede: die Multiscreen-Option fehlt, das Display hat eine viel niedrigere Pixeldichte (ppi) und die Funktionalitätsprobleme sind für ein Gerät dieser Preisklasse nicht hinnehmbar.

Obwohl das 7-zöllige Tab 3 noch nicht angekommen ist, hegen wir derzeit angesichts der enttäuschenden Spezifikationen eher geringe Erwartungen. Alles in allem dürfte das 8-Zoll-Modell damit die beste Wahl im Rahmen der Tab-3-Familie sein.

Fazit

In unserem Test erwies sich das Tab 3 10.1 eher als frustrierend denn als funktional. Selbst wenn man ihm anrechnet, dass es nur ein Tablet der preislichen Mittelklasse ist und beeindruckend kompakt und leicht für ein 10-Zoll-Gerät ausfällt, würde es das Samsung Galaxy Tab 3 10.1 dennoch nicht schaffen, uns zum Kauf zu überzeugen.

Die Spezifikationen des Geräts ähneln dem Vorgänger Tab 2 10.1 zu sehr, um als echtes Upgrade durchzugehen. Angesichts der Tendenz zu Lags in Kombination mit dem nervigen, für Fehleingaben geradezu prädestinierten Navigationsbereich ist der Preis des Tablets einfach nicht angemessen. Für vergleichbar viel Geld bekäme man auch ein Google Nexus 10, das bessere Performance und einen besseren Bildschirm bietet und ohne die frustrierend sensiblen kapazitiven Touch-Tasten daherkommt.

Samsung hat mit dem Galaxy Tab 3 10.1 nicht versucht, das Tablet neu zu definieren, sondern hat ein alles in allem eher nur durchschnittliches Gerät produziert. Aufgrund der mageren Hardware-Upgrades und der daraus resultierenden wenig beeindruckenden Performance erweist sich das Tablet als schlechte Wahl in einem Meer sinnvollerer Produkte. Das zu einem vergleichbaren Preis angebotene Google Nexus 10 bietet beispielsweise ein höher auflösendes Display, mehr Leistung und wesentlich mehr Funktionalität.

[Mit Material von Xiomara Blanco, CNET.com [22]]

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/88116314/samsung-galaxy-tab3-im-test/

URLs in this post:

[1] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[2] Vorgänger: http://reviews.cnet.com/tablets/samsung-galaxy-tab-2/4505-3126_7-35150702.html

[3] Tab 2 10.1: http://www.cnet.de/41563636/angetestet-samsung-galaxy-tab-2-10-1-mit-android-4-0/

[4] Google: http://www.cnet.de/unternehmen/google-inc/

[5] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[6] Sony Xperia Tablet Z: http://reviews.cnet.com/tablets/sony-xperia-tablet-z/4505-3126_7-35618809.html

[7] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/35781419_Samsung_Galaxy_Tab_3_10-7577_610x435.jpg

[8] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/35781419_Samsung_Galaxy_Tab_3_10-7563_610x435.jpg

[9] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[10] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/35781419_Samsung_Galaxy_Tab_3_10-7588_610x435.jpg

[11] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/Screenshot_2013-07-19-16-11-00_610x381.png

[12] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/Screenshot_2013-07-19-16-11-19_610x381.png

[13] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/Screenshot_2013-07-14-00-38-43_610x381.png

[14] 8-zölligen Galaxy Tab 3: http://reviews.cnet.com/tablets/samsung-galaxy-tab-3/4505-3126_7-35781417.html

[15] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/35781419_Samsung_Galaxy_Tab_3_10-7573_610x435.jpg

[16] Google Nexus 10: https://www.cnet.de/google-nexus-10/

[17] Samsung Galaxy Tab 3 10.1: https://www.cnet.de/tablets/samsung-galaxy-tab-3/4505-3126_7-35781419.html

[18] Samsung Galaxy Note 10.1: https://www.cnet.de/tablets/samsung-galaxy-note-10/4505-3126_7-35147489.html

[19] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/35781419_Samsung_Galaxy_Tab_3_10-7575_610x435.jpg

[20] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/08/20130715_163138_610x458.jpg

[21] gibt es hier: http://reviews.cnet.com/8301-19736_7-20080768-251/cnet-tablet-battery-life-results/

[22] CNET.com: http://www.cnet.com