HP bietet derzeit nur eine Konfiguration des Envy Rove 20 an, die einen Intel-Core-i3-4010U-Prozessor (vierte Core-Generation, Haswell), vier GByte Arbeitsspeicher und eine ein TByte große Festplatte mit acht GByte SSD-Speicher mitbringt. In den Benchmark-Tests war das Rove 20 langsamer als alle anderen portablen AiOs, die unsere US-amerikanischen Kollegen bislang getestet haben. Allerdings integrierten alle anderen getesteten (!) Modellvarianten der oben genannten Systeme auch durch die Bank leistungsfähigere Core-i5-Prozessoren – wenn auch der Ivy Bridge-Generation.

Der 20-zöllige Touchscreen ist auch bei der Nutzung als Desktop-Rechner sehr praktisch, löst aber leider nur 1600 x 900 Pixel auf.

Der 20-zöllige Touchscreen ist auch bei der Nutzung als Desktop-Rechner sehr praktisch, löst aber leider nur 1600 x 900 Pixel auf (Foto: CNET).

Trotz dieser Ergebnisse fühlt sich das Rove 20 in alltäglichen Aufgaben wie dem Surfen im Web, dem Stöbern in sozialen Medien, dem Video-Playback oder beim Arbeiten in Office-Aufgaben immer angenehm schnell an. Das System sollte mit jeder Aufgabe problemlos und flüssig klarkommen, die man auch auf einem anderen Mainstream-Desktop-PC oder -All-in-One-Rechner ausführen kann.

Ein kleineres Problem gibt es aber doch: Diese großen, portablen AiOs wären eigentlich prädestiniert für Tabletop-Gaming – besonders dann, wenn sie flach auf dem Tisch liegen. Aber angesichts der relativ langsamen CPU und des Fehlens einer diskreten Grafikkarte sollte man besser nicht darauf hoffen, mit dem Rove 20 ernsthaft spielen zu können. Ein paar vorinstallierte Apps wie die visuell ansprechende Schach-/Dame-/Backgammon-App decken die Grundlagen für Family-Gaming ab und in Microsofts App-Store findet man eine ganze Menge an Casual-Games (unter anderem auch das neue Halo: Spartan Assault), die gut auf dem Rove 20 laufen.

Diese portablen AiO-Computer sind zwar nicht dafür konzipiert, einen ganzen Tag abseits der Steckdose zu verbringen, aber es ist auf jeden Fall angenehm, den Rechner einfach einmal in einen anderen Raum mitnehmen, einen Film im Garten anschauen oder ihn in der Küche als virtuelles Kochbuch nutzen zu können. Setzt man diese Standards an, schlägt sich der Rove 20 mit einer Akkulaufzeit von drei Stunden und 47 Minuten in unseren Video-Playback-basierten Akkutest gar nicht mal schlecht. Die extrem gute Energieeffizienz der aktuellen Generation von Intels Core-Prozessoren hilft dabei zweifellos ganz enorm.

Fazit

Der HP Envy Rove 20 definiert die Messlatte im jungen Feld der portablen AiOs zwar nicht neu, aber es ist solide gebaut, verfügt über ein erstklassig anpassbares Standfußscharnier und bietet eine solide Ausstattung mit Haswell-Prozessor. Allerdings würden wir insgesamt wohl trotz der wenig vertrauenerweckenden Standfüße eher zum gleich teuren Dell XPS 18 mit Core-i3-Prozessor oder dem 200 Euro teureren großen Bruder mit Core-i5-CPU und acht GByte RAM greifen. Denn obwohl der Dell-Rechner einen 10 Prozent kleineren Bildschirm hat, integriert das Gerät ein Display mit voller 1080p-Auflösung – und wiegt nicht einmal die Hälfte des Rove 20.

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