Samsung Galaxy Note 3 im Test: das Android-Smartphone mit 5,7-Zoll-Display, LTE und optimierter Stifteingabe

von Anja Schmoll-Trautmann am , 22:51 Uhr

Pro
  • großes und beeindruckendes Display
  • sehr schneller Quad-Core-Prozessor
  • ausgefeilte S-Pen-Features
  • gute Akkulaufzeit
  • gute Gesprächsqualität
  • hervorragende Kamera
Con
  • teuer
  • groß
  • Kunstleder-Optik auf der Rückseite nur billiger Kunststoff
  • Region-Lock
Hersteller: Samsung Listenpreis: 749 Euro (ohne Vertrag)
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 8,8 von 10 Punkte
Fazit:

Das Lederimitat passt zwar nicht zum stolzen Preis, aber das Samsung Galaxy Note 3 ist trotzdem ein gelungenes Beispiel für ein Smartphone in Übergröße. Es liefert eine beeindruckende Vorstellung und hat genügend gute Argumente auf Lager, warum man unbedingt zum XL-Smartphone greifen sollte.

Die dritte Generation von Samsungs XL-Smartphone kommt mit großem 5,7-Zoll-Display, schneller Quad-Core-CPU, 3 GByte RAM, Android Jelly Bean, LTE, einer optimierten Stifteingabe und vielen anderen neuen Features.

Das Galaxy Note 3 ist ein wahres Prachtstück. Es ist nicht nur groß, leistungsstark und enorm schnell, sondern verfügt zudem noch über einen unglaublich scharfen 5,7-Zoll-Bildschirm und eine beeindruckende Akkulaufzeit, mit der sich die Koreaner wahrlich nicht verstecken müssen. Wichtiger noch, das Note 3 wartet im Vergleich zum Vorgänger Galaxy Note 2 [1] mit einem noch schlankeren Design auf, bietet eine weiter verfeinerte S-Pen-Oberfläche und es kommt außerdem noch mit der gleichen hervorragenden Kamera, die auch schon im S4 verbaut ist.

Mit der dritten Note-Generation kommt das bis jetzt bedeutendste Upgrade und aufgrund der noch weiter auf die Stifteingabe optimierten Oberfläche dürfte es auch das erste Note sein, dass massentauglich ist und die Kauflust ankurbeln dürfte. So manch anderes Flaggschiff kann sich davon noch eine Scheibe abschneiden und selbst Zweifler könnte es dazu bringen seit dem guten alten Palm Treo doch mal wieder zu einem Telefon mit Stift zu greifen.

Samsung [2] bietet das XL-Smartphone [3] in Schwarz und in Weiß an. Ohne Vertrag liegt die unverbindliche Preisempfehlung für das Galaxy Note 3 bei stolzen 749 Euro, bei einigen Händlern ist es derzeit aber für 630 bis 700 Euro zu bekommen. Bei o₂ gibt es das Note 3 LTE für 699 Euro, der E-Plus-Verkäufer BASE führt das Note 3 als verfügbar mit Neuvertragspaketen.

Was ist beim Galaxy Note 3 neu?

Das Note 3 stellt eine massive Verbesserung zu den Vorgänger-Modellen dar. Im Wesentlichen bietet das Galaxy Note 3 einen größeren 5,7-Zoll-Full-HD-Bildschirm, weitaus umfangreichere S-Pen-Features und die S-Note-App. Außerdem ein dünneres und leichteres Gehäuse, spürbar mehr Prozessor-Power und eine neue News-App aus der Schmiede von Flipboard.

Design und Ausstattung

Samsungs umfangreiche Überarbeitung macht sich bereits beim äußeren Erscheinungsbild bemerkbar. Unserer Ansicht nach wirkt es viel eleganter und exklusiver als die beiden vorangegangenen Modelle. Mit seinen Abmessungen von 151,2 mal 79,2 ist es geringfügig kleiner als der Vorgänger (151 mal 81 mal 9,45 Millimeter) und mit einer Höhe von 8,3 Millimetern sogar eine Nuance dünner als das Note 2 mit seinen 9,45 Millimetern. Trotzdem ist das Display von 5,5 auf 5,7 Zentimeter gewachsen. Insgesamt ist das neue Note auch leichter geworden. Es bringt jetzt nur noch 168 statt 182 Gramm auf die Waage.

Das Galaxy Note 3 ist groß, aber trotzdem schön dünn (Foto: CNET). [4]

Das Galaxy Note 3 ist groß, aber trotzdem schön dünn (Foto: CNET).

Samsung hat sich in puncto Design von den eher weichen Ecken und Kanten und dem Kunststoff-Design der früheren Galaxy Notes und auch des S4 ein Stück weit entfernt. So weist das neueste Note 3 jetzt ein rechteckiges Chassis mit chromfarbenem, gerilltem Rand und eine Rückseite auf, die das Gefühl von Leder vermitteln soll. Diese lederartige Rückseite erinnert irgendwie an Samsonite-Brieftaschen aus den 60er Jahren. Abgerundet wird dieser Retro-Ausflug durch die imitierten, falschen Nähte, die umlaufend die Rückseite des Smartphones zieren.

Auch wenn die Rückseite aus Kunststoff besteht, hat sich Samsung sichtlich Mühe gegeben, es sie wie Leder aussehen zu lassen (Foto: CNET). [5]

Auch wenn die Rückseite aus Kunststoff besteht, hat sich Samsung sichtlich Mühe gegeben, es sie wie Leder aussehen zu lassen (Foto: CNET).

Aber diese Design-Modifikation dient nicht nur der Optik, sondern hat auch einen tieferen Sinn. So bleiben auf der texturierten Oberfläche der Rückseite keine hässlichen Fingerabdrücke zurück und außerdem lässt sich das Gerät damit auch besser halten. Sicherlich wird es reichlich Anwender geben, für die dieser neue Look etwas zu viel des Guten ist und für die das Note 3 damit eher billig wirkt. Trotz aller Bemühungen, die Rückseite besteht eben nun mal aus Kunststoff und nicht aus Leder. Trotz allen Gemeckers: Samsung hat dem Note 3 einen schönen und unverwechselbaren Look verpasst, im Vergleich zu den rutschigen und eher billig wirkenden Kunststoff-Chassis der beiden Vorgänger-Modelle.

Das Note 3 ist nun einmal groß (Foto: CNET). [6]

Das Note 3 ist nun einmal groß (Foto: CNET).

Auf der Rückseite des Note 3 befindet sich auch die 13-Megapixel-Kamera samt LED-Blitz. Nimmt man die Rückwand ab, zeigen sich jede Menge gern gesehene Features, allen voran ein austauschbarer Hochleistungsakku mit 3200 mAh und ein microSD-Steckplatz. Interessanterweise sitzt der SD-Steckplatz genau über der Micro-SIM-Halterung, was nichts anderes bedeutet, als dass man den Akku herausnehmen muss, wenn man den SD-Kartenplatz erreichen will, um Speicher aufzurüsten.

Der S-Pen verschwindet unten elegant im Gehäuse (Foto: CNET). [7]

Der S-Pen verschwindet unten elegant im Gehäuse (Foto: CNET).

Der S Pen ist in einem Futteral am unteren Ende des Note 3 zu Hause. Ansonsten kommt das Gerät mit gerade einmal drei Knöpfen aus: einem winzigen An-Aus-Knopf am rechten Rand, einem schmalen Lautstärkeregler an der linken Seite und einem großen ovalen Home-Button unterhalb des Screens. Rechts und links davon befinden sich noch die beiden Sensortasten „Menü“ und „Zurück“).

Über dem Display liegt die 2-Megapixel-Frontkamera für Selbstporträts, Video-Chats et cetera. An der Oberseite des Note 3 ist die 3,5-mm-Klinkenbuchse für das Kopfhörerkabel untergebracht.

An der Unterseite des Note 3 mutet ein Slot zunächst wie ein Samsung-proprietärer Anschluss an, es handelt sich dabei aber nur um eine Kombination aus Micro-USB- und neuer USB-3.0-Buchse. USB 3.0 schafft kürzere Ladezeiten und bis zu zehnmal schnellere Datentransfers im Vergleich zum älteren USB-2.0-Standard – sofern man den passenden PC dazu hat.

An der Unterseite ist der neue USB-3.0-Port zu erkennen (Foto: CNET). [8]

An der Unterseite ist der neue USB-3.0-Port zu erkennen (Foto: CNET).

Tolles Display

Der Bildschirm des Samsung Galaxy Note 3 ist einfach fantastisch, das lässt sich nicht anders sagen. Es misst großzügige 5,7 Zoll in der Diagonale und das AMOLED-Display liefert eine hervorragend klare Darstellung in HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) mit verblüffenden 386 ppi. Damit wird eine Detailgenauigkeit erreicht, mit der das Note 3 sogar die kleineren Bildschirme des iPhone 5S (4 Zoll, 326 ppi) und des Samsung Galaxy S4 (5 Zoll, 441 ppi) in den Schatten stellt.

Der gigantische 5,7-Zoll-Bildschirm stellt Bilder scharf und mit brillanten Farben dar (Foto: CNET). [9]

Der gigantische 5,7-Zoll-Bildschirm stellt Bilder scharf und mit brillanten Farben dar (Foto: CNET).

In jedem Fall bietet das Note 3 ein ganz anders optisches Erlebnis als das Note 2 (5,5 Zoll, 267 ppi, 1280 × 720 Pixel). So stellt das Note 2 Text spürbar weniger scharf dar als das Note 3. Und während das HTC [10] One über das technisch gesehen schärfere Display verfügt (4,7 Zoll, 468 ppi), so ist doch sein sichtbarer Bereich im Vergleich zum Galaxy Note 3 geradezu putzig.

Das ausgesprochen kontrastreiche Display des jüngsten Note-Modells zeigt außerdem gut gesättigte Farben, kommt mit tiefem Schwarz und großem Blickwinkel. Wie beim Note 2 gibt es auch hier fünf Bildschirmmodi zur Auswahl (Anzeige optimieren, dynamisch, Standard, professionelles Foto und Film) mit jeweils speziell angepassten Farbeinstellungen. Im Test gefällt der Film-Modus am besten, weil er die natürlichsten Farben liefert. Samsung hat diesen Modus offenbar noch nachjustiert, weil er die Farben jetzt noch lebensechter aussehen lässt als bei derselben Auswahl am Note 2.

Und weil der Bildschirm heller und schärfer als der des Vorgängers ist, wird auf dem Note 3 alles, was sich irgendwie Betrachten lässt, zum fesselnden Erlebnis. Die Filmfiguren springen förmlich aus dem Display heraus und die Details von Fotos und Videos sind unglaublich genau. Auch das Surfen durch Desktop-Versionen von Websites – ein Unterfangen, das auf Geräten mit kleineren Displays nicht unbedingt empfehlenswert ist – geht nicht unangenehm auf die Augen.

Nicht zu unterschätzen: der S Pen

Vermutlich werden selbst eingeschworene Galaxy-Note-Anhänger ihre S Pens eher selten benutzen – zumindest diejenigen, die nicht primär mit komplexen Zeichensystemen oder Bilderschriften arbeiten. Bei der dritten Note-Generation erwartet Samsung aber, dass sich mehr Anwender vom S Pen und den Einsatzmöglichkeiten überzeugen lassen. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen die S-Pen-Handhabung überarbeitet und für Anwender des Note 3 (und des neuen Note-10.1-Tablets) vorzugsweise die bekannten Fähigkeiten optimiert, statt sie mit verwirrenden neuen Features und Funktionen zu überfordern.

Samsung schlägt beim Note 3 die richtige Richtung ein und bringt die erste S-Pen-Fassung, bei der man tatsächlich gerne zum Stift greift. Und so funktioniert es:

Sobald man den S Pen herausnimmt, öffnet sich das neue Air Command (Foto: CNET). [11]

Sobald man den S Pen herausnimmt, öffnet sich das neue Air Command (Foto: CNET).

Sobald man den Stylus aus seiner Halterung zieht, erscheint automatisch ein kleines, fächerförmiges Menü, das sich Air Command nennt. Es lässt sich auch aus jeder Position oder App heraus starten, indem man den Stift nahe ans Display hält und den S-Pen-Knopf drückt. Allein diese Neuerung – die Einführung von Air Command – trägt viel dazu bei, den S Pen auch für Otto Normalverbraucher endlich zu einem überzeugenden Werkzeug zu machen.

Die älteren Notes hatten die S-Pen-Funktionen noch über das ganze OS verstreut, wo sie dann gerne übersehen oder vergessen wurden. Air Command dagegen versammelt alle an einer Stelle. Außerdem konzentriert sich alles auf fünf Hauptfunktionen: Action Memo, Sammelalbum, Screen Write, S Finder und Pen Fenster. Man tippt einfach nur die die gewünschte Funktion im Menü an und schon kann es losgehen.

Mithilfe von Action Memo lassen sich Memos mit dem S Pen schreiben und Aktionen dazu auswählen, wie das Speichern als Kontakt oder das Senden als E-Mail (Foto: CNET). [12]

Mithilfe von Action Memo lassen sich Memos mit dem S Pen schreiben und Aktionen dazu auswählen, wie das Speichern als Kontakt oder das Senden als E-Mail (Foto: CNET).

Action Memo erfasst handschriftliche Stifteingaben und bietet dazu eine Handvoll Optionen, wie weiter mit der notierten Info verfahren werden kann. So lassen sich zum Beispiel Namen oder Nummern aufschreiben und man hat dann die Wahl, die Daten zu mailen, in den Kontakten zu speichern, als Text zu verwenden oder auf der Karte zu orten. Action Memo wandelt Notizen auch in Checklisten um und kann sie zur sicheren Verwahrung sogar mit Evernote synchronisieren.

Natürlich klappt das in Praxis nicht immer perfekt. So fiel es dem Smartphone doch schwer, im Test – eine zugegeben fürchterliche – Handschrift in Text umzuwandeln. Oft musste die Eingabe mehrfach wiederholt werden, bis Memo korrekt erkannte, was notiert werden sollte.

Das Sammelalbum merkt sich mit dem S Pen eingekreiste Bilder und Inhalte, ob Fotos, von Websites oder in YouTube-Clips. Man kann beliebig viele Inhalte ablegen und sie später über die Album-App wiederfinden.

Im Test funktioniert das ganz gut. Bilder und anderes Material lassen sich einfangen und dann direkt in das persönliche Sammelalbum speichern. Auch wenn man nicht zu denen gehört, die im wirklichen Leben Sammelalben führen oder in der virtuellen Welt Seiten wie Pinterest nutzen, ist die Funktion sicherlich dann praktisch, wenn man zu Themen recherchiert, bei denen man viel Bildmaterial durchforsten muss (neue Mode, neue Innenausstattung et cetera).

Den S Finder darf man sich als umfassende Suche vorstellen. Die Funktion durchstöbert den gesamten Gerätespeicher nach Schlüsselwörtern, erfasst auch handschriftliche Notizen und zeigt am Ende eine Liste von Dokumenten mit der abgefragten Information.

Bei Pen Window zieht man ein Fenster auf dem Bildschirm auf und wählt dann eine App aus, die in diesem Rahmen laufen soll. Wenn man zum Beispiel gerade den Mail-Client oder den Browser laufen hat, öffnet man davor ein kleines schwebendes Fenster für Taschenrechner, Telefonie oder Kontakte. Das ist eine interessante Idee, die in manchen Situationen recht hilfreich sein könnte.

Ein Beispiel: Man liest gerade die Mails und hat zur linken Hand die Telefonkontakte für Rückrufe parat, während man Nachrichten auf Weblinks und Vermerke durchsucht. Freilich braucht es etwa drei Schritte, um ein solches App-Fenster funktional zu gestalten – die Alternative besteht darin, einfach zwischen den Apps hin und her zu wechseln.

Dank des großen Bildschirms ist Multitasking auf dem Galaxy Note 3 kein Problem. Auf dem großen 5,7-Zoll-Display lassen sich zwei Anwendungsfenster gleichzeitig öffnen und Inhalte einfach von einem Fenster in ein anderes ziehen (Foto: CNET). [14]

Dank des großen Bildschirms ist Multitasking auf dem Galaxy Note 3 kein Problem. Auf dem großen 5,7-Zoll-Display lassen sich zwei Anwendungsfenster gleichzeitig öffnen und Inhalte einfach von einem Fenster in ein anderes ziehen (Foto: CNET).

Das weiterentwickelte Multi Window wird sich als sehr nützlich erweisen, besonders für Power-User, die mit Daten aus diversen Apps gleichzeitig jonglieren. Die Funktion ermöglicht es, zwei Fenster zugleich zu öffnen und Informationen zwischen ihnen per Drag an Drop zu verschieben. Das ist ausgesprochen hilfreich, beispielsweise wenn man Ortsangaben direkt aus einer E-Mail nimmt und damit Verabredungen im Kalender anlegt. Man kann auch paarweise Fenster zum Wiederverwenden anlegen.

Software, Benutzeroberfläche & Co.

Es ist zwar noch nicht KitKat, aber das Galaxy Note 3 läuft mit Android [15] 4.3 (Jelly Bean), also mit dem momentan aktuellsten Android-Version. Android KitKat [16] soll bekannterweise ja in absehbarer Zeit erscheinen [17], und es bleibt zu hoffen, dass ein Update für das das Note 3 nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Darüber liegt wiederum die Samsung-eigene Benutzeroberfläche, ehedem unter dem Namen TouchWiz bekannt. Abgesehen von all den S-Pen-Erweiterungen ist es im Wesentlichen dieselbe Oberfläche wie auf dem Galaxy S4.

Das Samsung-UI ist zwar hochfunktional und steckt voller Features und Einstellmöglichkeiten, aber die Oberfläche ist verwirrender als die anderer Smartphone-Hersteller. Der bloße Anblick des Menüs für die Schnelleinstellungen im Notification Shade könnte den einen oder anderen schon stressen. HTC Sense auf dem HTC One ist da leichter zu verstehen, ebenso das systemnahe Android-UI auf Motorolas Moto X.

Neu ist auf dem Note 3 jedenfalls, dass Samsung bestimmte Anwendungen bereits in der App-Ablage in eigenen Ordnern zusammengefasst hat, allen voran der Ordner „Samsung“, der Shortcuts zu zahlreichen Samsung-Anwendungen und -Diensten enthält. Zu den Highlights zählen der Schrittmesser S Health sowie Action Memo, S Voice (für Sprachbefehle) und Group Play, das Fotos und Filme mit anderen Galaxy-Geräten teilen kann, außerdem Werkzeuge wie My Files und der Voice Recorder.

Interessanterweise sind auch alle installierten Google [19]-Programme in einen eigenen Ordner gepackt. Fast wäre er übersehen worden, weil ein „normales“ Android Google-Apps sonst nie so sortiert. Dieser Ordner enthält Gmail, Google Search, Google+ für soziale Netzwerker sowie die Icons für Play, Books, Games, Movies, und Music.

Mit My Magazine bietet Samsung einen Startbildschirm im Flipboard-Style. Damit macht das Flippen durch Nachrichten et cetera durchaus Spaß (Foto: CNET). [20]

Mit My Magazine bietet Samsung einen Startbildschirm im Flipboard-Style. Damit macht das Flippen durch Nachrichten et cetera durchaus Spaß (Foto: CNET).

Samsung hat ferner ein Feature von HTC aufgegriffen: den BlinkFeed-Nachrichtenaggregator, den es zuerst im HTC One gab. Wischt man nun auf dem Note 3 am Home-Bildschirm aufwärts, startet My Magazine. Dieser News-Monitor nutzt die Technik der beliebten Flipboard-App und serviert Beiträge und Nachrichten unterschiedlicher Sites.

Ähnlich wie bei der HTC-Lösung ist es allerdings unmöglich, My Magazine zu entfernen, da es offenbar direkt im Note-3-OS verwurzelt ist. Außerdem hat man keine Kontrolle darüber, welche Medien und Websites der Aggregator ausliest. Weiter als bis zur Themenauswahl, die My Magazine dann bedient, reichen die Möglichkeiten der Feineinstellung nicht.

 

 

Kamera

Wer die Fotofähigkeiten des Galaxy S4 kennt und schätzt, wird sich über die Digitalkamera des Note 3 nicht beschweren: Das Gerät verbaut denselben scharfen 13-Megapixel-Sensor samt zugehörigem LED-Blitzlicht.

Die Kamera-App im Galaxy Note 3 strotzt geradezu vor Features und Einstellmöglichkeiten (Foto: CNET). [22]

Die Kamera-App im Galaxy Note 3 strotzt geradezu vor Features und Einstellmöglichkeiten (Foto: CNET).

Die Foto-App des Note 3 bietet eine reiche Auswahl an Modi, anders als etwa Motorola-Smartphones, die nur die Basisversorgung an Menüs und Einstellungen liefern. Tatsächlich sind die Kamera-Optionen des Note 3 dieselben wie auf dem Galaxy S4. Sie reichen von wirklich praktischen Modi wie HDR, BurstShot oder Panorama bis zu eher sonderbaren Voreinstellungen wie Beauty Face oder Golf (zeichnet den Schwung beim Schlag nach) und einem Modus, der Leute und bewegte Objekte im Hintergrund ausblendet. Nicht zuletzt kann man an praktisch jeder Bildeigenschaft einzeln herumschrauben, von der Foto- und Videogröße über die ISO-Einstellung und den Weißabgleich bis hin zur Belichtungsmessung.

Innenaufnahmen gelingen scharf und gut ausgeleuchtet (Foto: CNET). [23]

Innenaufnahmen gelingen scharf und gut ausgeleuchtet (Foto: CNET).

In Innenräumen schießt das Note 3 Stilleben mit hervorragender Qualität, mit leuchtenden Farben und hoher Detailgenauigkeit. Die Innenaufnahmen erscheinen ordentlich belichtet und der Weißabgleich funktioniert im Automatik-Modus korrekt.

Selbst Kleinkinder, die sich schnell bewegen, sind für die Kamera kein Problem (Foto: CNET). [24]

Selbst Kleinkinder, die sich schnell bewegen, sind für die Kamera kein Problem (Foto: CNET).

Bei den Außenaufnahmen gibt das Note 3 die Blumenbilder ebenfalls mit sehr lebendige Farben wieder, sogar bei bedecktem Himmel. Auch die Details werden scharf dargestellt, besonders in der höchsten Auflösung (4128 × 3096 Pixel).

Die Blumenaufnahmen wirken ausgesprochen lebendig (Foto: CNET). [25]

Blätter und Blumenaufnahmen wirken ausgesprochen lebendig (Foto: CNET).

Hinzu kommt, dass das Note 3 – ebenso wie andere Spitzenmodelle in der Liga von HTC One und Galaxy S4 – praktisch sofort startklar ist. Das macht es flexibel genug, um auch schwierige Motive wie hampelnde Kleinkinder oder davonflitzende Haustiere perfekt zu erfassen.

Der einzige Bereich, in dem das Note 3 nicht sonderlich beeindruckt, sind Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Der Aufhellblitz leistet zwar recht gute Arbeit und leuchtet Personen in dunklen Ecken gleichmäßig aus, aber ohne Blitz bekommt der Sensor einfach nicht genug Licht, um wirklich überzeugende Ergebnisse zu erzielen.

Mithilfe des HDR-Mode lassen sich dunklere Partien aufhellen (Foto: CNET). [26]

Mithilfe des HDR-Mode lassen sich dunklere Partien aufhellen (Foto: CNET).

Energiebündel

Im Inneren des Galaxy Note 3 arbeitet ein brandaktueller Quad-Core-Prozessor mit 2,3 GHz, der Snapdragon 800, dem stattliche 3 GByte RAM zu Seite stehen. Außerdem verfügt das Note 3 über 32 GByte internen Speicher.

Wie erwartet, arbeitet das Note 3 natürlich auch mit dem entsprechendem Tempo. Es arbeitet sich fast schon in beängstigender Geschwindigkeit durch die Menüs und klappt Apps ohne jede Verzögerung auf. Das Note 3 hat sich auch ohne nennenswerten Widerstand durch sämtliche Benchmarks gearbeitet. Im Quadrant hat es mit 23.048 den bis dato höchsten Wert in den CNET-Tests erzielt (23.048). Um eine fehlerhafte Messung auszuschließen, wurde der Test wiederholt – kein Irrtum.

Alles, was HTC One (12.194) und Galaxy S4 (11.381) diesbezüglich geschafft haben, verblasst dagegen regelrecht. Selbst das viel gerühmte LG [27] G2 (19.050) mit demselben Snapdragon-800 Prozessor kann das Note 3 im Quadrant-Benchmark nicht einholen.

 

Das Galaxy Note 3 erreicht einen enorm hohen Wert beim Quadrant-Benchmark (Foto: CNET). [28]

Das Galaxy Note 3 erreicht einen enorm hohen Wert beim Quadrant-Benchmark (Foto: CNET).

Geschwindigkeit

Das T-Mobile-Modell des Samsung Galaxy Note 3 wurde von den US-Kollegen im 4G-LTE-Netz von New York getestet. Nach dem Verbindungsaufbau wurden flotte, wenn auch nicht übermäßig schnelle Download-Raten um 8,3 MBit/s und Uploads mit einem Durchschnitt von ordentlichen 6 MBit/s gemessen. Die Mobil-Site von CNET wurde in etwas über 4 Sekunden aufgerufen, die Desktop-Version in 8 Sekunden. Den Download einer 4,96 MByte großen App schaffte das Gerät ebenfalls in 8 Sekunden.

Mit LTE macht das Surfen einfach Spaß (Foto: CNET). [29]

Mit LTE macht das Surfen einfach Spaß (Foto: CNET).

Gesprächsqualität

Auch die Sprachqualität findet beim Note 3 angemessene Beachtung. Beim Test im New Yorker GSM-Netz von T-Mobile lässt sich eine ausgezeichnete Sprachqualität festgestellt. Anrufer empfinden die Stimme des CNET-Testers als klar und attestieren nahezu keine Verzerrung. Nichtsdestotrotz können sie, wenn sie genau hinhören, den typischen Hohlklang ausmachen, den Mobilverbindungen oft mit sich bringen.

In den Ohrhörern kommen Stimmen ausgesprochen klar und kräftig an, sodass die Wiedergabelautstärke sogar um ein paar Stufen heruntergeschaltet werden muss. Dasselbe trifft auf die Gespräche zu, die über die leistungsstarke Freisprechanlage des Note 3 gingen.

Akkulaufzeit

Obwohl das Gerät so schlank ist, zeigt es enorme Ausdauer. Der 3200-mAh-Akku hält erstaunliche 15 Stunden unter der Last des CNET-Video-Test (Video Battery Drain) durch; der Test besteht darin, das Gerät ein HD-Video so lange ununterbrochen abspielen zu lassen, bis es sich geschlagen gibt. Das Motorola Droid Maxx schafft bei diesem Test beispielsweise knapp 16 Stunden.

Leistung Samsung Galaxy Note 3
Durchschnittliche LTE-Download-Geschwindigkeit (T-Mobile) 8,3 Mbps
Durchschnittliche LTE-Upload-Geschwindigkeit 6 Mbps
App-Download (CNET) 4,96 MB in 7,9 Sekunden
Ladezeit Mobile-Site (CNET) 4,1 Sekunden
Ladezeit Desktop-Seite (CNET) 8,1 Sekunden
Boot-Dauer 21,5 Sekunden
Boot-Dauer (Kamera) 1,2 Sekunden

Sim-Lock

Samsung hat für einige seiner Smartphones eine regionale SIM-Karten-Sperre [30] eingeführt. Die Regelung gilt auch für das Galaxy S3, S4 Mini und Note 2 [31]. Betroffen sind ab Ende Juli 2013 hergestellte Geräte. Während sich so manch anderer Hersteller vom Sim-Lock langsam lossagt, schlägt Samsung den entgegengesetzten Weg ein. Der regionale Sim-Lock kommt schon fast einem Regionalcode nahe. Auch wenn es das Thema nach einer ersten Aktivierung für den Nutzer vom Tisch sein sollte, gibt es dennoch Punktabzüge für den regionalen Sim-Lock und vor allem für die kundenunfreundliche Praxis. Sollten sich hier Änderungen ergeben, wird die Wertung entsprechend aktualisiert.

Fazit

Wenn sich Samsung ein Produkt vornimmt, dann setzt das Unternehmen auf Sieg. Es schafft vielleicht nicht alles auf Anhieb, aber der Hersteller bleibt geduldig dran, bis er ein Stück Hardware geschaffen hat, das man wirklich in die Hand nehmen und nutzen möchte. Der dritte Versuch ist hier besonders gut gelungen, weil das Galaxy Note 3 zwar zweifellos ein Nischenprodukt ist, aber der überzeugendste Smartphone-Tablet-Kompromiss, den Samsung je hatte und in jedem Fall das beste Phablet [32], das unsere US-Kollegen und wir bis jetzt getestet haben. Und auf dieser Liste stehen Geräte wie das LG G2, das Motorola Droid Maxx und das LG Optimus Vu II.

Zugegeben, es gibt sicherlich Features, die nicht jeden ansprechen. Die Größe an sich kann man nicht einfach ignorieren (und das Note 3 einfach mal eben in die Hosentasche stecken). Das Lederimitat auf der Rückseite und die Retro-Elemente könnten sich geschmackstechnisch ebenfalls als Hürden erweisen. Trotzdem schafft es das Note 3 zu begeistern, speziell das Modell in klassischem Schwarz (die andere Wahl wäre Weiß).

Ob man den S Pen je ausfährt und auf die gut überarbeitete Oberfläche setzt oder nicht – das Note 3 selbst bleibt in jedem Fall ein bemerkenswertes Gerät. Die Komponenten und der flotte Prozessor sind erstklassig und das faszinierende Display kann praktisch als HDTV zum Mitnehmen gelten. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 749 Euro rangiert das Note 3 zugegeben unter den kostspieligsten Mobiltelefonen auf dem Markt.

Technische Daten

Samsung Galaxy Note 3 Samsung Galaxy Note 2
Betriebssystem Android 4.3 Android 4.1
Display 5,70 Zoll, Full-HD-Super AMOLED 5,50 Zoll, HD-Super-AMOLED
Auflösung 1080 × 1920 Pixel (386 ppi) 1280 × 720 Pixel (267 ppi)
Prozessor 2,3 GHz Quad-Core 1,6 GHz Quad-Core
Arbeitsspeicher 3 GByte 2 GByte
interner Speicher 32 GByte 16 GByte
Speicherkartenslot microSD bis 64 GByte ja / microSD bis 64 GByte
Kamera 13 MP mit Foto-LED (4128 x 3096 Pixel) 8 MP mit Foto-LED; (3.264 x 2.448 Pixel)
Videokamera Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) Full HD (1.920 x 1.080 Pixel)
Frontkamera  2 MP (1920 x 1080 Pixel) 1,9 MP (1.392 x 1.392 Pixel)
G3 HSPA+, HSUPA HSPA+, HSUPA
LTE DL bis 150 MBit/s, UL bis 50 MBit/s DL bis 150 MBit/s, UL bis 50 MBit/s
WLAN 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 + 5 GHz) 802.11 a/b/g/n (2,4 GHz + 5 GHz)
Bluetooth 4.0 4.0
NFC ja ja
GPS ja ja
Akku-Kapazität 3200 mAh 3100 mAh
Abmessung 151,2 x 79,2 x 8,3 mm 151 x 81 x 9,45 mm
Gewicht 168 Gramm 182 g

[Mit Material von Brian Bennett, CNET.com [33]]

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/88119397/samsung-galaxy-note-3-im-test/

URLs in this post:

[1] Galaxy Note 2: http://www.cnet.de/88104721/samsung-galaxy-note-2-im-test/

[2] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[3] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[4] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_28.jpg

[5] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_31.jpg

[6] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_18.jpg

[7] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_32.jpg

[8] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_27.jpg

[9] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_19.jpg

[10] HTC: http://www.cnet.de/unternehmen/htc/

[11] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_05.jpg

[12] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_09.jpg

[13] Galerie: Samsung Galaxy Note 3 im Detail: https://www.cnet.de/88120098/galerie-samsung-galaxy-note-3-im-detail/?pid=1#sid=88119397

[14] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_12.jpg

[15] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[16] Android KitKat: http://www.cnet.de/88119894/android-4-4-kitkat-im-detail/

[17] bekannterweise ja in absehbarer Zeit erscheinen: http://www.cnet.de/88119910/android-4-4-und-nexus-5-release-wo-bleibt-googles-neues-smartphone/

[18] Android 4.4: neue Screenshots von KitKat: https://www.cnet.de/88119894/android-4-4-kitkat-im-detail/?pid=1#sid=88119397

[19] Google: http://www.cnet.de/unternehmen/google-inc/

[20] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsum_Galaxy_Note_3_36.jpg

[21] Samsungs Antwort auf HTCs BlinkFeed: MyMagazine im Detail: https://www.cnet.de/88120263/samsungs-antwort-auf-htcs-blinkfeed-my-magazine-im-detail/?pid=1#sid=88119397

[22] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_22.jpg

[23] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_37.jpg

[24] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_38.jpg

[25] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_39.jpg

[26] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsung_Galaxy_Note_3_40.jpg

[27] LG: http://www.cnet.de/unternehmen/lg/

[28] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsum_Galaxy_Note_3_41.png

[29] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/Samsum_Galaxy_Note_3_42.jpg

[30] regionale SIM-Karten-Sperre: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/samsungsimlock.pdf

[31] Regelung gilt auch für das Galaxy S3, S4 Mini und Note 2: http://www.cnet.de/88119067/samsung-galaxy-s4-und-note-3-auslieferung-nur-noch-mit-regionalem-sim-lock/

[32] Phablet: http://www.cnet.de/themen/phablet/

[33] CNET.com: http://www.cnet.com