Apple iPad Air im Test: dünner, leichter, schneller, besser

von Anja Schmoll-Trautmann und Christian Schartel am , 18:12 Uhr

Pro
  • sehr dünnes, leichtes und attraktives Gehäuse
  • gesteigerte Performance und solide Akkulaufzeit
  • verbesserte FaceTime-Kamera
  • stets beeindruckendes Retina-Display
Con
  • kein Touch-ID-Fingerabdruckscanner wie beim iPhone 5S
  • teuer im Vergleich zur Konkurrenz
Hersteller: Apple Listenpreis: 479 Euro (WiFi 16 GByte) bis maximal 869 Euro (WiFi + 3G/4G 128 GByte)
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 9,0 von 10 Punkte
Fazit:

Das iPad Air ist deutlich dünner, leichter und handlicher geworden und kommt nun mit demselben, hervorragenden Design des iPad Mini. Was Design und Asthetik anbelangt, spielt das iPad Air damit unumstritten in einer anderen Liga. Das iPad Air ähnelt ansonsten zwar stark dem Modell vom letzten Jahr, allerdings bietet es dank der 64-Bit-A7-CPU des iPhone 5S noch mehr an Leistung. Die leicht verbesserte FaceTime-Kamera leistet bei Video-Chats bessere Dienste. Damit ist es zweifelsohne das derzeit beste Vollformat-Tablet auf dem Markt.

Das iPad Air ist deutlich dünner, leichter und handlicher geworden und kommt nun mit demselben, hervorragenden Design des iPad Mini. Es ist mit der 64-Bit-A7-CPU des iPhone 5S, maximal 128 GByte Speicher, einer leicht verbesserten FaceTime-Kamera und iOS 7 als Betriebssystem ausgestattet. Den Fingerabdruckscanner Touch-ID hat Apple nicht integriert. Das iPad Air ist in den Farben Silber und Spacegrau ab dem 1. November ab 479 Euro erhältlich. Unsere amerikanischen Kollegen hatten bereits die Möglichkeit, sich das iPad Air genau anzuschauen.

Dass Apple [1] dem iPad ein Facelift beschert hat, ist schon eine Zeit lang her. Die erste Generation war noch ziemlich kantig, wurde aber etwa nach rund 11 Monaten durch das deutlich dünnere und leichtere iPad 2 [2] abgelöst. Seitdem hat sich am Formfaktor des großen Apple-Tablets allerdings nichts mehr geändert. Das Apple iPad 3 [3] und auch das Apple iPad 4 [4] haben dasselbe Design und sind auch von den Maßen und dem Gewicht her praktisch identisch zur zweiten Generation. Das iPad 3 ist im Vergleich zum Vorgänger sogar noch etwas in die Breite gegangen und hat an Gewicht zugelegt. Zweieinhalb Jahre lang hat sich am Design also nichts geändert. In der Welt der Unterhaltungselektronik ist dies eine lange Zeit.

Natürlich hat Apple das iPad in diesem Zeitraum an anderen Stellen verbessert und es beispielsweise mit schnelleren Prozessoren, einem höher auflösenden Display und einer besseren Kamera ausgestattet. Insgeheim hatte man wohl aber schon seit dem iPad 3 auf ein neues Design gehofft, sodass sich das iPad auch wie ein neues Produkt fühlt.

Mit dem iPad Air hat sich Apple nun endlich dem Äußeren des Tablets angenommen und ihm nach langer Zeit einen neuen Look verpasst. Beim neuen dünneren und leichteren iPad Air hat Apple endlich die klobigen Rahmen beseitigt, die seit der ersten Generation das Display des iPads einfassen – zumindest auf der linken und rechten Seite des Tablets. Daneben bietet die Neuauflage deutlich mehr Leistung als das Apple iPad 4 ohne dabei die Akkulaufzeit merklich zu beeinflussen. Gegenüber dem Vorgänger hat das Air damit endlich auch ein greifbares Update erhalten und wurde nicht nur unter der Haube verbessert.

Apple iPad Air im Test: Dünner, leichter, schneller, besser [5]

Das iPad Air ist deutlich dünner, leichter und handlicher geworden und kommt nun mit demselben, hervorragenden Design des iPad Mini. Es ist mit dem 64-Bit-A7-CPU des iPhone 5S, maximal 128 GByte Speicher, einer leicht verbesserten FaceTime-Kamera und iOS 7 als Betriebssystem ausgestattet. Den Fingerabdruckscanner Touch-ID hat Apple nicht integriert. Das iPad Air ist in den Farben Silber und Spacegrau ab dem 1. November ab 479 Euro erhältlich. Unsere amerikanischen Kollegen hatten bereits die Möglichkeit, sich das iPad Air genau anzuschauen (Bild: CNET.com).

Preis und Verfügbarkeit

Das iPad Air wird es wieder als WLAN-Modell und als Ausführung mit Mobilfunkverbindung geben. Wahlweise gibt wie bisher Varianten mit 16, 32, 64 und 128 GByte Speicher. In der günstigsten Ausführung mit WLAN und 16 GByte Speicher steht es für 479 Euro zum Verkauf. Mit 3G-Verbindung und gleicher Speicherausstattung kostet das Apple iPad Air 599 Euro. Wer sich einen üppigeren Speicher wünscht, zahlt für das nächstgrößere Modell jeweils 90 Euro mehr. Mit 32 GByte kostet das iPad Air 569 respektive 689 Euro, mit 64 GByte 659 beziehungsweise 779 Euro und mit 128 GByte 749 Euro in der WLAN- und 869 Euro in der Mobilfunk-Ausführung. Apple bietet das Tablet in den Farben Silber mit weißer Front und Spacegrau mit schwarzer Vorderseite an. Neben dem iPad Air vertreibt Apple übrigens nicht das iPad 4 als Einsteigermodell, sondern das iPad 2. Es ist ab 379 Euro zu haben. Der Vorgänger wird nicht mehr produziert.

Konkurrenz

Wer sich für das neue iPad entscheidet, muss wie bisher tiefer in die Tasche greifen als bei fast allen vergleichbaren Konkurrenzprodukten. Die Android [7]-Alternative Nexus 10 gibt es mit 16 GByte Speicher und WLAN beispielsweise schon für 399 Euro. Das Design kommt zwar aktuell nicht an das des neuen iPads heran, Google [8] wird in naher Zukunft aber auch eine Neuauflage mit einem aufgefrischten Äußeren herausbringen, die vermutlich ähnlich bepreist sein wird. Und auch Amazon liegt mit seinem neuen Kindle Fire HDX 8.9 [9], der ab 379 Euro mit einem etwas kleineren Display erhältlich ist, unter dem Preis von Apple.

Samsung [10] toppt Apple zwar mit seinem Galaxy Note 10.1 [11] (16 GB, WLAN) im Preis, das aktuell nicht unter rund 510 Euro den Besitzer wechselt, dafür hat es aber auch die einzigartige Stiftbedienung mit an Bord. Mit dem Transformer Pad TF701 [12] hat auch Asus ein Konkurrenzprodukt angekündigt, das mit 32 GByte Speicher und WLAN zu einer UVP von 499 Euro in den Verkauf gehen wird – und sogar noch eine Tastatur mitbringt. Auch Microsofts Surface 2 [13] kostet mit 32 GByte und WLAN-Modul mit 429 Euro deutlich weniger als das iPad Air. Dafür müssen Käufer aber auch eine niedrigere Display-Auflösung in Kauf nehmen und sich mit einem deutlich weniger umfangreichen App-Angebot abfinden.

Modell Startpreis
Apple iPad Air 479 Euro/16 GByte
Apple iPad Mini mit Retina Display 389 Euro/16 GByte
Amazon Kindle Fire HDX 8.9 379 Euro/16 GByte (mit Spezialangeboten)
Microsoft [14] Surface 2 429 Euro/32 GByte
Samsung Galaxy Note 10.1 (2014) 599 Euro/16 GByte
Google Nexus 10 (2012) 399 Euro/16 GByte

Daneben macht sich Apple mit dem günstigeren iPad Mini mit Retina-Display [15] nun auch selbst etwas Konkurrenz. Es bietet zwar ein kleineres Display, hat in Sachen Ausstattung und Leistung jetzt aber auf den großen Bruder aufgeholt und steht ihm in nichts mehr nach. Das bedeutet, das iPad Air muss besser sein als jemals zuvor. Und das ist es zum Glück auch.

Von links nach rechts: das erste iPad Mini, das iPad Air und das iPad der 4. Generation (Foto: CNET). [16]

Von links nach rechts: das erste iPad Mini, das iPad Air und das iPad der 4. Generation (Foto: CNET).

Design

Mit dem letztjährigen iPad Mini hat Apple ein frisches, neues Design eingeführt, das im Prinzip eins zu eins auf das iPad Air übertragen wurde. Damit kommt nun auch das große iPad mit dem schlanken Formfaktor der Mini-Version und ist deutlich dünner und leichter geworden. Im Vergleich zum Vorgänger misst es anstatt 9,4 nur noch 7,5 Millimeter in der Tiefe und ist damit auch dünner als die vergleichbaren Geräte der Konkurrenz.

Das iPad Air ist gerade mal 7,5 Millimeter dick (Foto: CNET). [17]

Das iPad Air ist gerade mal 7,5 Millimeter dick (Foto: CNET).

Mit 469 (WLAN-Modell) respektive 478 Gramm (3G-Ausführung) wiegt es zudem deutlich weniger als zuvor (das iPad 4 brachte noch 650 Gramm auf die Waage) und kann auch in diesem Bereich gegenüber der Konkurrenz punkten – einmal abgesehen vom Kindle Fire HDX 8.9, der nochmals weniger Gewicht auf die Waage bringt, dafür aber auch über ein um rund 1 Zoll kleineres Display verfügt. In der Breite kommt das Apple iPad Air dank des um rund 43 Prozent geschrumpften Display-Rahmens auf 169,5 statt rund 185 Millimeter. An der Höhe hat sich dagegen kaum etwas geändert. Mit einer Abmessung von 240 Millimetern hat Apple im Vergleich zum iPad 4 (241,2 Millimeter) aber auch hier einen Millimeter rausgeholt.

Insgesamt gefällt uns das neue Aussehen wie schon im letzten Jahr beim iPad Mini deutlich besser. Das Tablet liegt dadurch auch besser in der Hand und lässt sich komfortabler bedienen. Die Tage, in denen Anwender das iPad nach einiger Zeit des Haltens als Hantel empfunden haben, sollten dank des neuen, leichten Designs nun ebenfalls vorbei sein. Was Design und Asthetik anbelangt, spielt das iPad Air damit unumstritten in einer anderen Liga.

Links und rechts vom Lightning-Connector befinden sich an der Unterseite die Stereo-Lautsprecher (Foto: CNET). [18]

Links und rechts vom Lightning-Connector befinden sich an der Unterseite die Stereo-Lautsprecher (Foto: CNET).

Eine weitere Design-Verbesserung betrifft die Position der Lautsprecher. Sie sind jetzt an der unteren Kante direkt rechts und links neben dem Lightning-Anschluss verbaut und sollten dadurch weit weniger wahrscheinlich von der Hand verdeckt werden. Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass der linke Lautsprecher an der Oberseite des Tablets sitzt. Beim Anschauen eines Video im Querformat werden Anwender nämlich nur von rechts beschallt. Ein richtiges Stereo-Gefühl bleibt in dieser Haltung somit aus.

Display

Das neue Apple iPad Air bringt wie bisher ein 9,7-Zoll-Retina-Display mit einer Auflösung von 2048 mal 1536 Pixeln und einer Pixeldichte von 264 ppi mit. Trotz des gleichen Displays muss sich das iPad nicht vor der Konkurrenz verstecken. Es bietet immer noch eine hervorragende Anzeige.

Kein Touch-ID

Was man beim iPad Air vermissen könnte, ist der neue Home-Button samt dem integrierten Touch-ID-Fingerabdruckscanner, den Apple mit dem iPhone 5S eingeführt hat [19].

Modell Bildschirmdiagonale Seitenverhältnis Auflösung
Apple iPad Air 9,7 Zoll 4:3 2048 x 1536
Apple iPad 4 9,7 Zoll 4:3 2048 x 1536
Apple iPad Mini mit Retina Display 7,9 Zoll 4:3 2048 x 1536
Microsoft Surface 2 10,6 Zoll 16:9 1920 x 1080
Amazon Kindle Fire HDX 8.9 8,9 Zoll 16:10 2560 x 1600
Asus Transformer Pad TF701 10,1 Zoll 16:10 2560 x 1600
Samsung Galaxy Note 10,1 2014 Edition 10,1 Zoll 16:10 2560 x 1600

Er dient zum Entsperren des Gerätes und Autorisieren von Einkäufen im iTunes-Store. Da die Möglichkeiten des Touch-ID-Sensors derzeit sowieso noch beschränkt sind, und er somit dem Nutzer eigentlich nur etwas Zeit erspart, da das ständige Eingeben der Apple-ID entfällt, wenn man das Gerät entsperren oder Einkäufe in den Apple-Stores tätigen möchte, sehen wir dies als nicht allzu großen Nachteil an.

Anders als beim iPhone 5S gibt es beim iPad Air keinen Touch-ID-Fingerabdruckscanner (Foto: CNET). [20]

Anders als beim iPhone 5S gibt es beim iPad Air keinen Touch-ID-Fingerabdruckscanner (Foto: CNET).

Einige Nutzer, bei denen aufgrund des Fingerabdruckscanners Sicherheitsbedenken aufkommen, werden dies womöglich sogar begrüßen, auch wenn er sich im Fall der Fälle ganz abschalten ließe.

 

64-Bit-A7-Prozessor 

Die vierte iPad-Generation hatte Apple mit einer speziell für das Tablet entwickelten Abwandlung der iPhone-5-CPU A6 ausgestattet. Der als A6X bezeichnete Prozessor verfügt im Vergleich über vier statt zwei Rechenkerne. Beim iPad Air kam Apple offenbar zu dem Schluss, dass ein Dual-Core-Chip ausreichend ist. Es ist nun wie das iPhone 5S mit dem exakt gleichen 64-Bit-A7-Dual-Core-SoC [21] samt dem M7-Co-Prozessor ausgerüstet. Das soll aber nicht negativ klingen, denn das iPad Air hat mit dieser CPU deutlich an Leistung zugelegt. Interessanterweise ist es trotzdem ein Stück schneller als das iPhone 5S, obwohl der Arbeitsspeicher mit einem GByte RAM dieselbe Größe hat. Offenbar hat Apple beim iPad Air die Taktrate der CPU erhöht und dadurch etwas an der Performance-Schraube gedreht. Statt mit 1,29 GHz (iPhone 5S) läuft sie beim iPad mit einer Taktrate von 1,39 GHz.

Im Vergleich zum Vorgänger-Modell ist das neue iPad laut Apple rund doppelt so schnell. Auch die GPU soll zwei Mal schneller arbeiten als beim letztjährigen Modell. In den gängigen Benchmark-Tests bestätigt sich dies auch. Im Sunspider-Test (Version 1.0.1), der die Javascript-Performance misst, benötigte das alte iPad 661 Millisekunden und das iPad Air 402 Millisekunden um den Test zu beenden (iPhone 5S: 417 ms). Das ist eine Verbesserung um mehr als 50 Prozent. Ähnliche Ergebnisse zeichnen sich beim Geekbench-2- sowie Geekbench-3-Test ab, welche die Grafikperformance auf den Prüfstand stellen. Das Air erreichte 2.382 respektive 2.643 Punkte, das iPad 4 kam lediglich auf einen Score von 1.797 beziehungsweise 1.408.

Das iPad Air ist um 80 Prozent schneller als das iPad 4. Generation, so die Aussage neuer Benchmark-Tests (Screenshot: (Credit: Primate Labs). [22]

Das iPad Air ist um 80 Prozent schneller als das iPad 4, zumindest im aktuellen Benchmark-Tests (Screenshot: (Credit: Primate Labs).

Unter voller Auslastung wird das iPad übrigens immer noch ziemlich warm. Die Wärmeentwicklung ist zwar im Vergleich etwas zurückgegangen, das Tablet strahlt aber immer noch jede Menge Wärme ab. Im Winter könnte das aber durchaus ein netter Nebeneffekt sein.

In der Praxis verhält es sich ähnlich wie beim iPhone 5S. Die Leistungsunterschiede machen sich in der Realität nicht so deutlich bemerkbar, wie auf dem Papier. Das liegt unter anderem daran, dass bisher nur Apples vorinstallierten Apps für die 64-Bit-Architektur ausgelegt sind. Die bisherigen 32-Bit-Anwendungen können von der 64-Bit-Technologie nicht profitieren. Dennoch sind etwas kürzere Ladenzeiten – vor allem bei umfangreichen Spielen – und geringfügig höhere Frame-Raten beim Zocken feststellbar. Groß ins Gewicht fällt dies aber nicht. Apples hauseigene Anwendungen wie die Kamera-App profitieren dann schon eher von der besseren Performance der CPU. Auch das System läuft insgesamt gefühlt etwas schneller. Beim Großteil der aktuell verfügbaren Anwendungen machen sich aber kaum Geschwindigkeitsunterschiede bemerkbar.

Allerdings ist es anzunehmen, dass sich dies in Zukunft ändert und mehr Apps für die neue Technologie optimiert werden. Ein Spiel, das bereits die volle Leistung der A7-CPU ausnutzt, ist beispielsweise Infinity Blade 3. Dank der schnelleren Grafikeinheit des A7-SoCs, die nun auch OpenGL ES 3.0 unterstützt, sehen die Games dann nicht nur optisch etwas besser aus, sondern laden auch merkbar schneller. Ein flüssiges Spielen ist aber genauso auf einem iPad 4 möglich.

Modell Gewicht (WiFi) Gewicht (Mobilfunk) Breite Höhe Tiefe
Apple iPad Air 469 Gramm 478 Gramm 169,5 mm 240,0 mm 7,5 mm
Apple iPad 4 652 Gramm 662 Gramm 185,7 mm 241,2 mm 9,4 mm
Apple iPad Mini mit Retina Display 331 Gramm 341 Gramm 134,7 mm 200,0 mm 7,5 mm
Microsoft Surface 2 675 Gramm 172,5 mm 274,6 mm 8,9 mm
Amazon Kindle Fire HDX 8.9 374 Gramm 384 Gramm 158,0 mm 231,0 mm 7,8 mm
Asus Transformer Pad TF701 585 Gramm 180,8 mm 263,0 mm 8,9 mm
Samsung Galaxy 10.1 (2014) 547 Gramm 547 Gramm 171,4 mm 243,1 mm 7,9 mm

Co-Prozessor M7

Eine weitere Neuerung ist wie beim iPhone 5S ein als M7 bezeichneter Co-Prozessor, der alle Daten der Sensoren sammelt und verarbeitet. Er überwacht die Bewegungsdaten des Beschleunigungssensors, des Gyrosensors und des Kompass in Echtzeit. Dadurch wird die zentrale CPU entlastet. Nützlich ist der M7-Prozessor vor allem in Kombination mit Location- oder Fitness-Tracking-Apps, das beim iPad wohl eher eine unbedeutende Rolle spielt.

(Foto: CNET) [23]

Das iPad 4 hält knapp über 13 Stunden durch, das neue Modell 13 Stunden und 10 Minuten. In der Praxis kommt man mit einer Akkuladung jedenfalls ohne Probleme über den Tag. (Foto: CNET)

Akkulaufzeit

Wie schon beim Vorgänger verspricht Apple auch beim neuen iPad Air eine Akkulaufzeit von 10 Stunden. Trotz der ganzen neuen Technik sollen also nicht früher die Lichter ausgehen. Im CNET-Labs-Akku-Test, bei dem unter anderem ein Video in einer Dauerschleife über das Display flimmert, bestätigt sich dies auch. Das Apple iPad 4 hält knapp über 13 Stunden durch, das neue Modell 13 Stunden und 10 Minuten. In der Praxis kommt man mit einer Akkuladung jedenfalls ohne Probleme über den Tag. Bei eher normaler bis seltener Nutzung muss das Apple iPad sogar erst nach einigen Tagen an die Steckdose. Mit den richtigen Einstellungen lässt sogar noch etwas mehr herauskitzeln. Denn einige der Features der neuen Betriebssystemversion iOS 7 können die Akkulaufzeit negativ beeinflussen. Folgender Artikel hält weitere Details bereit [24].

Modell Akkulaufzeit (Videotest) in Stunden
Apple iPad Air 13,2
Apple iPad 4. Generation 13,1
Microsoft Surface 2 11,6
Samsung Galaxy Note 10.1 (2014) 6

Kamera

Mit dem Tablet zu fotografieren ist vermutlich für die meisten Anwender keine Killer-Anwendung. Möglichweise hat Apple dies eingesehen und legt deshalb keinen allzu großen Fokus auf die Kamera des neuen Apple iPad Air. Anstatt beispielsweise die deutlich verbesserte 8-Megapixel-Kamera des iPhone 5S zu verbauen, kommt das iPad weiterhin mit der identischen 5-Megapixel-Knipse, die aber immerhin von der schnelleren Bildverarbeitung des A7-Prozessors profitiert, und besser ist als die meisten Knipsen der Konkurrenz. Dadurch geht beispielsweise das Fokussieren schneller. Auch einen dreifachen Zoom bei Videoaufnahmen macht die neue Technik möglich.

Verbessert wurde dafür aber die 1,2-Megapixel-FaceTime-Kamera für Video-Chats. Größere Pixel und ein verbesserter BSI-Sensor sorgen für klarere und hellere FaceTime-Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Außerdem nehmen jetzt zwei Mikrofone den Ton auf.

Die 5-Megapixel-iSight-Kamera auf der Rückseite (Foto: CNET). [25]

Die 5-Megapixel-iSight-Kamera auf der Rückseite wurde nicht verbessert (Foto: CNET).

Kommunikation

Ein Sachen Kommunikation scheint sich auf den ersten Blick nicht viel geändert zu haben. Wie das Apple iPad 4 ist das Apple iPad Air mit der Dual-Band-WiFi-Technik ausgerüstet und unterstützt die Standards WLAN 802.11a/b/g/n. Den neuesten Standard 802.11ac unterstützt das neue iPad demzufolge nicht. Da aber auch nicht jeder einen Router besitzt, der den ac-Standard unterstützt, ist dies womöglich auch nicht so tragisch. Wer sein iPad Air aber längere Zeit nutzen möchte, könnte sich in der Zukunft über das fehlende Feature ärgern.

(Foto: CNET) [26]

Die MIMO-Technologie sorgt für eine doppelt so schnelle WLAN-Geschwindigkeit, sofern der Router MIMO unterstützt (Foto: CNET).

Neu ist laut Apple dagegen die MIMO-Technologie (Multiple-Input Multiple-Output), die für eine doppelt so schnelle WLAN-Geschwindigkeit sorgt und Downloadraten von bis zu 300 MBit/s ermöglicht, sofern der Router MIMO unterstützt. Allerdings ist dies alles andere als eine Weltneuheit. Bei der Konkurrenz gibt es das ebenso – und mitunter auch schon länger.

Die Ausführung mit Mobilfunkverbindung bietet neben UMTS natürlich auch wieder LTE und unterstützt nun noch mehr Frequenzen. Zudem ist das neue Air auch mit Bluetooth 4.0 sowie A-GPS und Glonass ausgestattet. NFC gibt es dagegen nicht.

Betriebssystem

Als Betriebssystem kommt das neue iOS 7 zum Einsatz. Mit dem OS liefert Apple überarbeitete und für die 64-Bit-Architektur des neuen iPads angepasste Versionen seiner Apps  iPhoto, iMovie, GarageBand, Pages, Numbers und Keynote aus. Diese legt Apple dem Tablet nun auch kostenlos bei.

Fazit

Wer sich beim Kauf der letztjährigen iPad-Modelle aufgrund des identischen Designs noch zurückgehalten hatte, der kann beim iPad Air nun ohne Bedenken zuschlagen. Das iPad Air ist deutlich dünner, leichter und handlicher geworden und kommt nun mit demselben, hervorragenden Design des iPad Mini. Was Design und Asthetik anbelangt, spielt das iPad Air damit unumstritten in einer anderen Liga. Obwohl das Air keine grundlegend neuen Funktionen wie den Touch-ID-Sensor mitbringt, hat sich auch im Inneren etwas getan. Apple hat die Leistung des Tablets gesteigert. Dabei ist die solide Akkulaufzeit des Vorgängers nicht verloren gegangen. Die leicht verbesserte FaceTime-Kamera leistet zudem bei Video-Chats bessere Dienste. Insgesamt ist es zweifelsohne das derzeit beste Vollformat-Tablet auf dem Markt.

(Foto: CNET) [28]

Wer sich beim Kauf der letztjährigen iPad-Modelle aufgrund des identischen Designs noch zurückgehalten hat, der kann beim iPad Air nun ohne Bedenken zuschlagen (Foto: CNET).

Wer bereits ein iPad 4 besitzt, der wird sich schwer tun, neben dem neuen Design einen wirklich überzeugenden Kaufgrund zu finden, sollte er das iPad nicht häufig zum Zocken oder für Videochats verwenden. Muss es auch nicht unbedingt ein großes Display sein, bietet sich jetzt auch das iPad Mini mit Retina-Display als ebenbürtige Alternative an, die 90 Euro günstiger ist. Das kleine Apple-Tablet wird jedoch erst später im November erscheinen, da Apple offenbar Probleme mit der Produktion hat. Und ob man dann auch ein Exemplar ergattern kann, ist nicht gesagt. Dass Käufer mit Engpässen rechnen müssen, hat der Apple-Chef Tim Cook bereits angedeutet [29].

[Mit Material von Tim Stevens, CNET.com [30]]

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/88120736/apple-ipad-air-im-test-duenner-leichter-schneller-besser/

URLs in this post:

[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] iPad 2: http://www.cnet.de/41550283/apple-ipad-2-im-test-flacher-flotter-fliegengewicht/

[3] Apple iPad 3: http://www.cnet.de/41563227/neues-apple-ipad-3-im-test-gigantisches-display-unbrauchbares-lte-und-mehr/

[4] Apple iPad 4: http://www.cnet.de/41565881/

[5] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/pericles-4130_620x413.jpg

[6] Apple iPad Air: das Leichtgewicht im Detail: https://www.cnet.de/88120449/apple-ipad-air-101-zoll-tablet-im-detail/?pid=1#sid=88120736

[7] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[8] Google: http://www.cnet.de/unternehmen/google-inc/

[9] Kindle Fire HDX 8.9: http://www.cnet.de/88118915/kindle-fire-hdx-8-9-hdx-7-und-hd-amazon-stellt-seine-drei-neuen-kindle-tablets/

[10] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[11] Galaxy Note 10.1: http://www.cnet.de/88118145/von-samsungs-galaxy-note-10-1-bis-lgs-g-pad-8-3-die-besten-tablets-der-ifa-2013-im-ueberblick/

[12] Transformer Pad TF701: http://reviews.cnet.com/tablets/asus-transformer-pad-tf701t/4505-3126_7-35782638.html

[13] Microsofts Surface 2: http://www.cnet.de/88118817/microsoft-stellt-surface-2-rt-und-surface-2-pro/

[14] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/

[15] iPad Mini mit Retina-Display: http://www.cnet.de/88120345/apple-ipad-mini-mit-retina-display-und-deutlich-mehr-power-vorgestellt/

[16] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_23.jpg

[17] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_24.jpg

[18] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_25.jpg

[19] Touch-ID-Fingerabdruckscanner, den Apple mit dem iPhone 5S eingeführt hat: http://www.cnet.de/88118163/apple-iphone-5s-apple-gesteht-probleme-mit-touch-id-sensor/

[20] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_26.jpg

[21] 64-Bit-A7-Dual-Core-SoC: http://www.cnet.de/88118508/iphone-5s-im-test-so-schlaegt-sich-apples-neues-top-modell/

[22] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_46.jpg

[23] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_27.jpg

[24] Folgender Artikel hält weitere Details bereit: http://www.cnet.de/88119143/ios-7-einstellungen-verlaengern-akkulaufzeit-auf-iphone-5-ipad-4/

[25] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_28.jpg

[26] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_29.jpg

[27] Apple iOS 7 ist fertig: so wird die neue Version aussehen: https://www.cnet.de/88118409/apple-ios-7-so-wird-neue-version-aussehen/?pid=1#sid=88120736

[28] Image: http://www.cnet.de/wp-content/uploads/2013/10/apple_ipad_air_31.jpg

[29] angedeutet: http://www.cnet.de/88120683/apple-ipad-mini-retina-vorraete-fuer-weihnachtsgeschaeft-koennten-laut-apple-knapp-werden/

[30] CNET.com: http://reviews.cnet.com/apple-ipad-air/