Gute Nachricht: Fujitsu produziert weiterhin PC in Augsburg

von Jonas Wagner am , 12:00 Uhr

Fujitsu wird weiterhin seine Personal Computer in Augsburg herstellen. Das teilte der Elektronik-Konzern auf einer Veranstaltung in München mit.

Fujitsu wird weiterhin seine Personal Computer in Augsburg herstellen. Wie der Elektronik-Konzern auf dem Fujitsu Forum in München mitteilte, will er den Standort in der bayerischen Stadt erhalten. Zuvor waren Gerüchte aufgekommen, dass das Werk, in dem PC, Workstations, Notebooks sowie Server- und Storage-Systeme produziert werden, geschlossen würde.

Außerdem bestätigte das Unternehmen, dass es Gespräche mit Lenovo über eine Zusammenarbeit im PC-Markt gebe. Auch darüber war zuvor in den Medien berichtet worden.

Die Standorterhaltung in Augsburg ist für viele insofern eine Erleichterung, als das PC-Geschäft sich seit Jahren in einer Krise befindet. Eine Erholung des Markts ist in naher Zukunft nicht zu erwarten. Experten gehen allenfalls von einem Einpendeln auf dem aktuellen Niveau aus.

Wie die beiden Top-Manager Rolf Werner, Head of Central Europe, und Vera Schneevoigt, Senior Vice President, ferner erklärten, gebe es „Sondierungen“ zwischen Fujitsu und Lenovo. Die Gespräche würden sich um eine „globale strategische Zusammenarbeit im PC-Geschäft“ drehen.

PC-Fertigung bei Fujitsu in Augsburg

PC-Fertigung bei Fujitsu in Augsburg (Bild: Fujitsu)

Die PC-Sparte würde weiterhin Teil des Fujitsu-Portfolios bleiben. Laut Werner und Schneevoigt soll zudem die ganze Palette an Endgeräten, von Thin Clients über Workstations bis hin zu Notebooks weiterhin von dem Elektronik-Konzern angeboten werden. Auch der Kundendienst soll „unverändert bestehen bleiben“, ebenso die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern.

Fujitsu in Augsburg: Plattform für Forschung

Die Niederlassung in Augsburg, von den Verantwortlichen stolz als „das modernste Computerwerk Europas“ bezeichnet, scheint also auf absehbare Zeit erhalten zu bleiben. Das Werk ist laut Schneevoigt allerdings schon jetzt „mehr ein Campus“ als eine Produktionsstätte. Dort finde ein großer Teil der Entwicklungsarbeit für neue Produkte statt und rund 200 Mitarbeiter in Augsburg gehörten den Entwicklungsabteilungen an.

Das wiederum kann man durchaus als versteckten Hinweis darauf deuten, dass die eigentliche PC-Produktion in Augsburg auf lange Sicht doch noch gefährdet sein könnte. Beispielsweise könnten sich Lenovo und Fujitsu darauf einigen, dass auch die Fertigung der PCs und Notebooks in China erfolgt. Gute Chancen hat in Augsburg wohl aber auch langfristig die Vorbereitung kundenindividueller Server und Storage-Systeme. Diese Aufgabe wird man sicher nicht in entfernte Länder verlagern wollen, da hier Geschwindigkeit ein wesentliches Plus ist.

[mit Material von Andreas Donath, Übergizmo.de [1]]

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Übergizmo.de: http://de.ubergizmo.com/2016/11/21/fujitsu-baut-weiter-pcs-in-deutschland.html