Die neue Erde: ESA entdeckt Wasserwelten

Wasser kommt im Weltall viel häufiger vor als bisher angenommen. Ein Forscherteam hat mittels des ESA Satelliten Gaia etliche Exoplaneten als Wasserwelten klassifiziert.

Kevin Costner war mit seinem Film „Waterworld“ auf der richtigen Spur. Wissenschaftler unter der Leitung von  Dr. Li Zeng (Harvard University) haben nun herausgefunden, dass viele der bisher 4.000 klassifizierten Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems Wasserwelten sind. Planeten, die zwei- bis viermal so groß wie die Erde sind, sind laut dieser Beobachtung von Wasser bedeckt.

Massenmessung mit dem Satellit Gaia der European Space Agency (ESA) ergab, dass viele der bekannten Planeten bis zu 50 Prozent Wassergehalt haben. Die Erde hat nur einen Anteil von 0,2 Prozent Wasser an ihrer Gesamtmasse.

Die These des Forscherteams lautet, dass Exoplaneten von bis zu 1,5-mal Erdradius wahrscheinlich Steinwelten sind und solche von 2,5 Erdradius Wasserwelten.

Dabei handelt es sich aber nicht um Wasser, wie wir es auf der Erde kennen. Die Oberflächentemperatur liegt wohl zwischen 200 und 500 Grad Celsius. Die Oberfläche wäre damit Nebeldampf und darunter läge eine Schicht flüssigen Wassers. Der Kern besteht aus Eis.

Das sind zwar keine angenehmen Bedingungen, aber dennoch gibt es eine gute Chance, dass es auf diesen Wasserwelten Leben gibt.

Zeng nimmt an, dass 35 Prozent aller bekannten Exoplaneten, die größer als die Erde sind, einen großen Anteil Wasser haben. Die Wasserwelten seien wohl ähnlich geformt wie Jupiter, Saturn  und Uranus in unserem Sonnensystem.

Quelle Titelbild: NASA

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