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Fairphone 3: Umweltfreundlich selbst reparieren

Das neue Fairphone 3 soll besonders umweltfreundlich sein, weil es sich einfach reparieren lässt und auf nachhaltige Produktion setzt.

Smartphones sind arge Umweltsünder. Es werden eine Menge Edelmetalle benötigt und in den afrikanischen Minen schuften dafür Bergleute zu geringen Löhnen. Umweltstandards nach westlichen Vorgaben gibt es praktisch keine. Anschließend werden die Handys in chinesischen Fabriken zusammengebaut und auch dort sieht es übel aus bei den Arbeitsbedingungen. Und nach Gebrauch werden die Geräte meist achtlos weggeworfen. Gerade einmal ein Fünftel aller Altgeräte werden recycelt.

Die holländische Firma Fairphone hat es sich nun auf die Fahnen geschrieben, das Umweltbewusstsein der gesamten Branche zu ändern. Jetzt haben die Niederländer ihr neues Modell Fairphone 3 vorgestellt, das neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen soll. Mit der aus dem Lebensmittelhandel bekannten Marke Fairtrade ist Fairphone weder verwandt noch verschwägert, es gibt aber zwischen Beiden eine Kooperation, um die Arbeitsbedingungen in afrikanischen Goldminen zu verbessern. Damit ist Fairtrade Gold erstmals in der Lieferkette eines Smartphones integriert.

Umweltfreundlich ist Fairphone 3 vor allem durch seinen modularen Aufbau. Jede einzelne Komponente kannst Du selbst einzeln austauschen und reparieren, was die Lebensdauer deutlich erhöht. Wenn beispielsweise in ein paar Jahren eine bessere Kamera auf den Markt kommt, kannst Du einfach die alte Kamera durch die neue ersetzen. Das Kameramodul kostet beispielsweise 49,95 Euro und die Batterie 29,95 Euro. Andere Hersteller wollen dagegen mit allen Mitteln verhindern, dass Leute selbst reparieren (Ja, wir sehen Euch an, Ritter vom angebissenen Apfel.)

Fairphone-Gründer Bas van Abel gibt zu, dass das Vorgängermodell Fairphone 2 noch nicht ausgereift war, glaubt aber, dass das neue Fairphone 3 sich auch vor doppelt so teuren Konkurrenztypen nicht verstecken muss. Die Frage, ob das Fairphone 3 das richtige Handy für Greta Thunberg sei, wollte van Abel nicht beantworten. Er sieht als Zielgruppe jeden, der „leicht grün“ ist.

Technisch hat das Fairphone 3 einiges zu bieten. Die lange Akkulaufzeit von 20 Stunden, der Qualcomm 632 Prozessor und die 12 MP Dual Pixel Kamera auf der Rückseite, sowie die 8 MP Kamera auf der Vorderseite mit optimierter Software sorgen für gute Bildresultate.

Ab sofort ist das Fairphone 3 zum Preis von 450 Euro UVP über die Fairphone-Website, sowie online bei den Launch-Partnern mobilcom-debitel in Deutschland, Digitec in der Schweiz und Magenta in Österreich erhältlich. Ausgewählte (Online-)Händler in der DACH-Region kommen demnächst hinzu. Wenn Du Dein altes Handy eintauscht, bekommst Du einen Rabatt von 40 Euro.

Jakob

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