Ist Video die Zukunft der Bildung?

von Thomas Wingenfeld am , 11:37 Uhr

Video ist gefragt, Video ist überall präsent und Video nimmt einen immer größeren Platz im Bereich der Bildung ein. Wird die Zukunft des Lernens digital?

Der Artikel wurde von Movavi [1] verfasst.

Der Unterhaltungswert von Videos ist zwar eine Schlüssel-Charakteristik dafür, dass Video einen so weiten Weg gekommen ist. Video kann aber viel mehr als das. Richtig genutzt sind Videos ideal, um Wissen zu vermitteln.

Das Potenzial von digitalem Unterricht

Schulbücher und Uni-Bibliotheken voll mit Lehrbüchern, das gehört zum Schul- und Unialltag dazu. Daraus soll gelesen und gelernt werden, der Lehrer oder Professor führt dabei beim Präsenzunterricht erklärend durch den Lernstoff. Zuhause werden dann fleißig Übungsaufgaben allein gelöst. Eine Möglichkeit, Fragen zu stellen, gibt es aber nicht.

Bleibt das die Zukunft des Lernens oder verändert das digitale Lernen nachhaltig die Schul- und Hochschullandschaft? Letzteres ist wohl eher der Fall. Schon heute gibt es dazu Untersuchungen. Zum Beispiel wurde in einem Pilotprojekt „Flip your class!“ an drei Berliner Schulen versucht, das beschriebene Prinzip umzukehren. Dieser Ansatz wird auch Inverted Classroom genannt. Per Video wird der Lerninhalt vermittelt und der Präsenzunterricht dann genutzt, um Fragen zu beantworten und Aufgaben zu lösen. Digitales Lernen muss daher den Präsenzunterricht nicht ersetzen, es kann aber eine wertvolle Ergänzung sein.

Auch die Pandemie hat gezeigt, das digitales Lernen möglich ist. Online-Vorlesungen und Distanzlernen gehörten für Schüler und Studierende wie auch Lehrkräfte in einer Zeit von Lockdowns dazu. Zwar wurden die Betroffenen ins „kalte Wasser“ geworfen und vieles ist nicht perfekt verlaufen, aus den Erfahrungen lässt sich aber lernen und das Beste daraus mit in die Zukunft nehmen.

Werden Lernvideos aufgenommen und digital zur Verfügung gestellt, hat das die folgenden Vorteile:
– Die Zeit für das Lernen kann flexibel gewählt werden.
– Das Lerntempo kann selbst gewählt werden.
– Der Inhalt kann in beliebig lange Lernabschnitte unterteilt werden.
– Die Wiedergabegeschwindigkeit kann bestimmt werden.
– Eine Wiederholung der Lerninhalte ist jederzeit möglich.
– Wichtige Inhalte können im Video vom Lehrenden hervorgehoben werden.
– Weiterführende Informationen und Quellen sind per Klick im Internet verfügbar.
– Das Lernvideo kann mit einem Test abgeschlossen werden.
– Der Austausch mit anderen kann per Kommentarfunktion ermöglicht werden.

Welche Rolle spielt das Video für die Bildung bereits?

Online-Lernen ist im Grunde nichts Neues. Zwar ist diese Art des Lernens seit der Pandemie in aller Munde und hat ohne Zweifel einen Turboboost erlebt, sich online weiterzubilden ist aber bereits seit vielen Jahren möglich.

Die Harvard University bietet beispielsweise neben dem Präsenzunterricht im Rahmen des Online-Lernens mehrwöchige Kurse an, bei denen die Teilnahme entweder kostenlos oder kostenpflichtig ist. Auf Wunsch kann man sich hier gegen eine Gebühr ein verifiziertes Zertifikat ausstellen lassen. Neben einzelnen Kursen kann aber auch ein ganzes Studium online absolviert werden. Weltweit gibt es über 10.000 Online-Studiengänge zur Auswahl, die von Bachelor, Master und Teilzeitprogrammen vor allem Fächer der Wirtschafts-, Rechts-, Sprach-, Kunst- und Naturwissenschaften abdecken.

Das Prinzip von Fernuniversitäten beruht ebenfalls auf dem Online-Lernen, wird jedoch mit einigen Präsenzveranstaltungen kombiniert. Beliebt ist diese Art des Studiums beispielsweise bei Berufstätigen, aber auch allen, die örtlich nicht gebunden sein möchten.

Während der Zeit von Lockdowns sind Bildungseinrichtungen gezwungenermaßen auf Online-Vorlesungen umgestiegen. Sogar Prüfungen wurden online abgehalten. Was bei mündlichen Leistungsabnahmen oder Multiple Choice Tests kein Problem war, hat bei anderen Prüfungsarten nicht immer ganz rund funktioniert. Schriftliche Prüfungen wurden nun getippt anstelle von Hand geschrieben und neben speziellen Browsern, die Betrugsversuche verhindern sollten, gab es dennoch Datenschutzprobleme, abgebrochene Internetverbindungen und den ein oder anderen Studenten, der das Schummeln bei der Prüfung im Netz im Nachhinein zugibt.

Weitere Beispiele für das Online-Lernen sind Lern-Plattformen wie Udemy, auf denen Videokurse angeboten werden. Die Auswahl an Lernvideos ist riesig und zu einem bestimmten Thema kann man sich aus mehreren Kursen einen passenden auswählen. Auch das Google [2] Atelier Digital bietet eine Sammlung an Lernvideos unterschiedlicher Anbieter an, um sich beruflich neues Wissen anzueignen. Nicht zu vergessen sind Plattformen, die sich auf das Erlernen von Sprachen fokussiert haben. Dort findet sich mit wenigen Klicks ein Sprachlehrer, der dabei hilft, die Sprachkenntnisse zu erweitern.

Die vielseitigen Arten von Lernvideos

Es gibt unterschiedliche Arten von Lernvideos, die sich abhängig der Situation, des Lernumfangs und des Lernziels unterscheiden.

Unterricht in Echtzeit

Beim Echtzeit Unterricht wird der Präsenzunterricht einfach online verlegt und findet via Video statt. Einzelunterricht ist genauso möglich wie eine Teilnehmerzahl von mehreren hundert Personen. Durch interaktive Funktionen können Teilnehmer Fragen per Chat oder Live-Zuschaltung stellen oder der Lehrende eine Umfrage starten.

Tutorials und Anleitungen

Wie verlegt man Fließen? Wie schreibt man ein Gedicht? Wie spielt man auf der Gitarre einen bestimmten Song? Und wie erstellt man ein Lernvideo? Diese Alltagsfragen sind nur wenige Beispiele dafür, was man online mittlerweile lernen kann. In kurzen oder längeren Tutorials und How-to Videos erklärt, kann man sich Schritt für Schritt selbst sehr viele Dinge aneignen. Diese Art von Lernvideos ist entweder auf großen Plattformen wie YouTube kostenlos zu finden, wird auf Webseiten zur Verfügung gestellt oder in umfangreicheren Videokursen gegen Bezahlung angeboten.

Videovorträge und Seminare

Um auf einem Gebiet nicht den Anschluss zu verlieren, sind Weiterbildungen zur Selbstverständlichkeit geworden. Videovorträge von Events und Messen oder Online-Seminare zu einem bestimmten Fachgebiet sind eine gute Möglichkeit, sich auf dem Stand der Dinge zu halten. Einen großen Vorteil haben Live-Veranstaltungen, bei denen Zuschauer ihre Fragen einbringen können. Wird die Veranstaltung in Echtzeit verpasst, kann diese meist auch nachträglich angesehen werden.

Videokurse und Online-Trainings

Die Dauer und der Zeitaufwand können bei Videokursen stark variieren. Von weniger als einer Stunde bis 40 Stunden oder mehr Videomaterial ist hier alles zu finden. Nutzer benötigen normalerweise einen Kurszugang, der entweder umsonst erstellt werden kann oder bezahlt werden muss. Umfassendere Kurse sind idealerweise in Module oder Lektionen unterteilt und können vom Teilnehmer als „bearbeitet“ markiert werden, damit der Lernprozess nachverfolgt werden kann. Bei aufwendigeren Kursen gibt es oftmals digitale Downloads und Unterlagen mit Aufgaben, die durchzuarbeiten sind. Manche Videokurse bieten zum Abschluss einen finalen Test an und bestätigen die erfolgreiche Teilnahme mit einem Zertifikat.

Wie wird Online-Lernen zum Erfolg? – Technische Voraussetzungen

Grundlegend für den Erfolg von digitalem Lernen ist die technische Ausstattung. Ohne Geräte wie Tablet oder Laptop sowie einer stabilen Internetverbindung kann nicht auf die Lerninhalte zugegriffen werden. Außerdem entscheidend ist, dass Anwendungen und Programme neben einem reibungslosen Ablauf auch Mehrwerte schaffen.

Wird der Unterricht in Echtzeit gehalten, wird eine Videoplattform benötigt. Am besten werden Lösungen gewählt, die eine gute Steuerung für die Lehrkraft sowie vielseitige Optionen zur Interaktion anbieten, z.B. Umfragen, Quizze oder Kommentarfunktionen. Grundsätzlich ist auch ein Programm für die Nachbearbeitung von Videos notwendig. So können unwichtige Teile von Live-Vorlesungen herausgeschnitten oder Hinweise und Notizen im Video eingefügt werden.

Werden Lernvideos erstellt, die zur Erklärung dienen und nicht in Echtzeit abgehalten werden, braucht der Lehrende die notwendige Kenntnis und das Werkzeug in Form einer Videobearbeitungssoftware. Diese sollte leicht erlernbar sein und über Tools verfügen, um Inhalte einprägsamer zu gestalten. Idealerweise werden diese Videos vorab gut durchdacht und vorbereitet, damit die Aufnahme nicht unnötig lang wird, die Lerninhalte auf den Punkt gebracht werden und der Aufwand für die Nachbearbeitung minimal bleibt.

Des Weiteren ist eine E-Learning Plattform oder Cloud notwendig, auf der Videoinhalte abgespeichert und jederzeit zum Lernen abrufbar sind. Vorteilhaft ist, wenn zusätzliches Kursmaterial abgelegt werden kann und Kommentarfunktionen zum Austausch anregen.

Neben neuen Anbietern haben auch bereits erfahrene Videosoftware-Anbieter wie Movavi [1] auf diese neuen Anforderungen reagiert. So wird Movavi [1] Academic mittlerweile von Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten in über 90 Ländern genutzt, um Wissen digital zu vermitteln.

Video entwickelt sich rasant

Video verändert unseren Alltag nachhaltig. Die Entwicklungen in diesem Bereich über die letzten Jahre verliefen rasant und nehmen noch keinen Halt. Startups rund um den Globus feilen an der Technologie, die immer ausgereifter und mittlerweile bereits mit künstlicher Intelligenz versehen wird. Die Zukunft des Mediums Video scheint heute prächtig und wird auch im Bereich der Bildung weiterhin gefragt sein, sei es in Kombination mit Präsenzunterricht oder vollständig digital.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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