Lauschabwehr und Abhörschutz im Geschäfts- und Privatleben

Lauschabwehr und Abhörschutz im Geschäfts- und Privatleben

Heute ist es über das Internet nahezu jedem möglich, sich mit der notwendigen Technik auszustatten, um andere Menschen zu überwachen und auszuspionieren. Im Geschäftsleben gewinnen Firmen mithilfe von Abhörtechnik illegal Informationen über Konkurrenten. Auch im Privatbereich ist die Lauschabwehr ein Thema. Bei der Lauschabwehr untersuchen Experten Räume auf Kameras, Sender, Abhörgeräte und Wanzen. Sie dient somit der Abhörsicherheit von Informationen und Gesprächen.

Das Smartphone ist heute wichtiger Bestandteil im Privat- und Geschäftsleben.

Worum geht es bei der Abhörsicherheit?

Wanzen und Abhörgeräte sind unter anderem in Elektronikshops und Spy-Shops (Spionagegeschäfte) erhältlich. Aufgrund der einfachen Verfügbarkeit derartiger Geräte und der leichten Installation sind Lauschangriffe und technische Überwachungen im Wirtschafts- und Privatbereich ein ernst zu nehmendes Problem. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Neben Wanzen und Abhörgeräten, die illegal in Räumen und Einrichtungsgegenständen versteckt werden, lässt sich heute jedes moderne Smartphone durch eine Spy-Software unbemerkt abhören. Für den Laien ist die Software praktisch unsichtbar. Nur mit einer forensischen Untersuchung und technischen Hilfsmitteln lässt sich feststellen, ob etwa das eigene Handy abgehört wird.

Smartphones kommen im Privat- und Geschäftsleben zum Einsatz. Deshalb ist es wichtig, dass die Geräte durch entsprechende Firewalls, Verschlüsselungen und Antiviren-Programme geschützt sind. Der Artikel Neue Bedrohungen: IT- und OT-Sicherheit bei mobilen Endgeräten klärt darüber auf, warum die beiden Bereiche Informationstechnologie (elektronische Datenverarbeitung) und Operationstechnologie (Hard- und Software) dabei nicht mehr getrennt betrachtet werden dürfen.

Wer um seine Daten oder Privatsphäre fürchtet, sollte einen Experten beauftragen. Profis einer Detektei helfen, Lauschangriffe zu unterbinden. Diesen Service bietet etwa die renommierte Detektei Lentz. Auf den Bereich Abhörsicherheit spezialisierte Techniker führen mit dem eigenen technischen Abschirmdienst europaweit Lauschabwehr-Einsätze nach behördlichen BSI-Standards durch. Um Abhörgeräte und Spy-Cams zu finden, nutzen sie professionelle Wärmebildtechnik, Messtechnik und mobile Röntgentechnik.

Aktive und passive Lauschabwehr

Ein Abhörsicherheitskonzept, sowohl in aktiver als auch in passiver Form (Präventivmaßnahmen), ist elementar für eine langfristige, wirksame Lauschabwehr.

Aktive Lauschabwehr

Bei der aktiven Lauschabwehr untersuchen die Experten den unter Verdacht stehenden Raum sowie die darin befindlichen Einrichtungsgegenstände. Dafür kommen unter anderem Halbleiterdetektoren, Spektrumanalyzer und Frequenzzähler zum Einsatz. Neben der messtechnischen Untersuchung unterziehen die Techniker die gesamte Einrichtung einer visuellen Überprüfung. Zusätzlich werden alle Anschlüsse an Telekommunikationsanlagen und Hardwarekomponenten von Computern auf Mitschnittadaptern untersucht. Mithilfe eines Endoskops lassen sich schwer zugängliche Bereiche prüfen. Auf der Suche nach Abhörsystemen kommen außerdem Metalldetektoren zum Einsatz.

Passive Lauschabwehr

Die passive Lauschabwehr umfasst sämtliche Maßnahmen, die einen potenziellen Abhörer schon vor Montage der Abhörgeräte abschrecken sollen. Dabei haben sich folgende Methoden bewährt:

• Verschlüsselung von Kommunikationssystemen
• professionelle Zugangskontrolle, einschließlich Dokumentation
• sinnvolle Verkabelung der Räume
• Installation von Rauschgeneratoren für Rohrleitungen, Mauern und Fenster
• Versiegelung von Steckdosen und elektronischen Geräten

Generell sollte die Anzahl an elektronischen Geräten und Einrichtungsgegenständen in den zu schützenden Räumen für eine bessere Übersicht auf ein Minimum reduziert werden. Ferner ist es Mitarbeitern zu untersagen, eigene elektronische Geräte wie unter anderem Tablets mitzubringen.

Ganzheitlicher Ansatz

Abhörschutz muss immer ganzheitlich organisiert sein. Ein gutes Abhörschutzkonzept sollte also sämtliche Formen eines Lauschangriffs abdecken. Wie erwähnt, kann ein Lauschangriff über mehrere Kanäle erfolgen, zum Beispiel über Kommunikationsleitungen, Smartphones, Computer und Räume. Hierüber gelangt der Lauscher womöglich an sensible Daten, die er auswerten kann.

Ein seriöses Abhörschutzkonzept beinhaltet deshalb eine regelmäßige Lauschabwehr-Überprüfung. Um ein breites Spektrum von Abhörtechniken abzudecken, sollte die Überprüfung eine Angriffsziel- und Risikoanalyse sowie die physische Analyse der zu schützenden Räume beinhalten.

Abhörsicherheit spielt im privaten wie im geschäftlichen Bereich eine große Rolle.

Wie geht es nach einer erfolgreichen Lauschabwehr weiter?

Betriebe, die eine erfolgreiche Lauschabwehr hinter sich haben, sollten zunächst überlegen, welche weiteren präventiven Maßnahmen erforderlich sein könnten. Schließlich möchte jeder Unternehmer seine Ideen, Firmengeheimnisse und Gelder geschützt wissen. Es gilt: Wachsam bleiben! Niemand ist auf Dauer zu 100 Prozent vor Lauschangriffen geschützt. Es ist jedoch jederzeit möglich, eine erneute Überprüfung durchführen zu lassen, sobald sich der Verdacht erhärtet, abgehört zu werden.

Auch, wenn im privaten Bereich eine Lauschabwehr durchgeführt wurde, gilt zunächst: Ruhe bewahren! Jeder reagiert auf andere Weise auf eine solche Situation. Freunde, Verwandte und der Partner/die Partnerin können in dieser Zeit eine große Stütze sein. Überdies können Seelsorge-Telefonnummern und Psychologen helfen.

Betroffene sollten vorsichtshalber ihre Festnetz- und Handytelefonnummern ändern sowie sämtliche Profile in sozialen Netzwerken überprüfen. Um das Sicherheitsgefühl zu Hause zurückzuerlangen, kann es ratsam sein, Sicherheitsfeatures wie Alarmanlagen oder Überwachungskameras zu installieren. Diese machen es dem früheren Beobachter umso schwerer, und auch möglichen zukünftigen Lauschangriffen wird damit entgegengewirkt. Nach und nach wird sich das Gefühl der Sicherheit in den eigenen vier Wänden wieder einstellen.

Darum ist Industriespionage eine große Gefahr für Unternehmen

Mit dem Begriff Industriespionage verbinden wir zunächst große, internationale Unternehmen, Militär und Hightech. Mittlerweile sind davon jedoch auch viele mittelständische und kleine Unternehmen betroffen. Ausspioniert werden unter anderem Unternehmensprozesse sowie wissenschaftliche und technische Inhalte. Hinzu kommen interne Informationen zu Qualitätsstandards, Margen und Produktkapazitäten sowie interne Abläufe, die für die Angreifer von Bedeutung sind. Häufig greifen diese noch mehr ab, etwa Vertragsunterlagen, Anschriften, interne Kalkulationen und weitere wichtige Informationen.

Geraten solche sensiblen Daten in die falschen Hände, können sich Wettbewerber große Vorteile verschaffen, indem sie beispielsweise Ideen oder Patente stehlen. Letztlich verfolgen die Angreifer das Ziel, einen Konkurrenten zu schwächen und gleichzeitig die eigene Position zu stärken.

Insbesondere die IT eines Unternehmens lässt sich indirekt oder direkt über mehrere Wege angreifen. Ein direkter Angriff erfolgt zumeist über Websites oder infizierte E-Mails. Dabei wird etwa eine Trojaner-Software heruntergeladen und auf einem Computer installiert. Über diese kann dann mitunter das gesamte Netzwerk ausgespäht werden. Gibt es keinen entsprechenden Schutz, haben die Angreifer leichtes Spiel. Um potenzielle Angriffs- und Schwachstellen zu identifizieren, ist es ratsam, durch eine externe Detektei ebenfalls regelmäßig Sicherheitschecks durchführen zu lassen.

Abbildung 1: pixabay.com © stevepb (CCO Creative Commons)
Abbildung 2: pixabay.com © Kostenlose Fotos (CCO Creative Commons)

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