E-Commerce: Effektiv das Unternehmen digital aufwerten

von Thomas Wingenfeld am , 15:00 Uhr

Weltweit lassen sich heutzutage Fortschritte bei der Digitalisierung sehen. Unter den Synonymen Industrie 4.0, Automatisierung, cloudbasierte Lösungen und Internet der Dinge bekannt, haben die Entwicklungen zunehmende Auswirkungen auf die Gesellschaft sowie die Umwelt.

Dies gibt auch der jährlich neuveröffentlichte DESI (Digital Economy and Society Index) [1] wieder. Die DESI-Berichte 2021 enthalten vor allem Daten aus dem ersten und zweiten Quartal 2020 und geben so einen Einblick in die wichtigsten Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft.

Zu den wertenden Rubriken gehören die Fortschritte der EU-Mitgliedstaaten bei der digitalen Wettbewerbsfähigkeit in den Bereichen Humankapital, Breitbandanbindung, digitale öffentliche Dienste und Integration digitaler Technik in Unternehmen. Dadurch wird es für Unternehmen relevant den zeitlichen Ansprüchen und Techniken standzuhalten. Doch wie kann das Unternehmen effektiv digital aufgewertet werden? Welche Techniken benötigt es? Und welche Vorteile können diese Technologien bringen?

ERP-Integration

Der Begriff ERP-Integration beschreibt, als eine der relevanten Integrationsdienstleistungen [2], die Methode mit der ein Unternehmen seine ERP-Software (Enterprise Resource Planning) mit anderen Anwendungen verbindet. Ziel ist es, Daten systemübergreifend zu teilen, um die Produktivität und die Erkenntnisse zu verbessern und eine einzige „Quelle der Wahrheit“ zu schaffen. Dazu gibt es mehrere herkömmliche Ansätze, darunter Punkt-zu-Punkt, ESB (Enterprise Service Bus) und iPaaS (Integration Platform as a Service). Die Aufgabe der ERP-Integrationen besteht darin, diese Daten ins richtige Format zu synchronisieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie korrekt und nützlich bleiben. Um dies im großen Umfang zu tun, ist ein System erforderlich, das organisiert, logisch und formbar ist.

Beispielsweise müsste ein Unternehmen möglicherweise sein ERP mit seinem (Client Relationship Management) System integrieren. Diese Verbindung würde es ihm ermöglichen, kritische Kundendaten in seinem ERP zu verfolgen und Daten, die in seinem ERP enthalten sind, mit seinem CRM zu teilen. Finanzdaten könnten mit ihrem CRM synchronisiert werden, um dabei zu helfen, ihre Kundenbeziehungen besser zu verwalten. Ein weiterer Anwendungsfall könnte die Unterstützung eines Quote-to-Order-Systems beinhalten. Dazu muss die Organisation Produktdaten über CRM und ERP synchronisieren.

Vorteile:

• Echtzeitberichte

• gesteigerte Produktivität

• reduzierte Betriebskosten

• verbesserte Geschäftseinblicke

CRM als SaaS-Lösung

Grundsätzlich ist ein Unternehmen nur so stark wie die Kunden, die es „bewirtschaften“. Das CRM (Customer-Relationship-Management) bezeichnet die konsequente Ausrichtung eines Unternehmens auf seine Kunden und die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse. Im Vordergrund steht für die Unternehmen, bei der Suche eines CRM-Systems, die Qualität und Kontinuität der Kundenbeziehungen zu verbessern und stärken.

Der größte Nutzen der CRM-Software ist die Steigerung des Umsatzes, die Verwaltung von Vertriebspipelines, die Erfassung neuer Leads, das Versenden einer besseren Marketingkommunikation, die Verwaltung des Teams, die Erstellung von Kundendienstberichten und die Analyse von Daten. Die Implementierung der Software soll dabei folgende Fähigkeiten verbessern:

• Kundenzufriedenheit

• Kundenbindung

• Segmentierung

• Kundenkenntnis

• Wunschvorhersagen

• Kommunikation

• Datenschutz

Verknüpfungen durch IoT

Grundsätzlich ist das Internet der Dinge (IoT) alles, was mit dem Internet verbunden werden kann. Die Definition von IoT kann jedoch je nach Anwendungsbereich und verwendeter Technologie variieren. Ziel ist es, physische und virtuelle Objekte mit dem Internet zu verbinden. Das Internet der Dinge umfasst zunehmend vernetzte Dinge, die mit Sensoren, Software und anderen Technologien ausgestattet sind, um wertvolle Daten zu erhalten. Cloud, Anwendungen, Netzwerk und Hardware bilden zusammen ein IoT-System, das gesteuert und überwacht werden kann. Mit Netzwerk- und Cloud-Speicher können Objekte von überall gesteuert werden.

Heute rüsten sich Unternehmen, in Sachen Digitalisierung und IoT, indem sie sich selbst, ihre Maschinen sowie ihre Kunden miteinander vernetzen und neue Reichweiten freischalten, um gewinnbringende Daten zu nutzen. Durch die Verknüpfungen von IoT werden vorhandene Maschinen um smarte Technologien erweitert.

Vorteile:

• Daten besser senden/empfangen/abrufen

• aktuelle Standards einhalten

• erleichtertes Geschäft

Kundengewinn durch eigene App

Das Erstellen einer mobilen App kann für das Unternehmen ein großer Vorteil sein. Dies liegt allein am Umfang der Geschäftsfähigen, die tagtäglich ihr Mobile Phone verwenden [3]. Einfaches herunterladen, einfache Bedienung und meist kostenlos, Apps auf Smartphones sind für viele zu einem treuen Begleiter geworden. Die Popularität von Apps wirft schnell die Frage auf, ob eine App für das eigene Unternehmen sinnvoll ist. Da die Entwicklung der Anwendung nicht billig ist, soll die Anwendung einen echten Mehrwert für den Auftraggeber und den Anwender bringen.

Unternehmen, die über die Entwicklung einer App nachdenken, sollten sich zuvor folgende Fragen stellen:

• Nutzen die Kunden Smartphones?

• Welche Geräte nutzt das Zielpublikum?

• Soll die App für interne oder externe Zwecke verwendet werden?

• Soll es sich um eine Native App oder eine optimierte Webseite handeln?

Die Entwicklung einer mobilen App für Unternehmen kann wertvolle Marketingmöglichkeiten bieten und den Unternehmen helfen, ihre Zielgruppe zu erreichen. Gleichzeitig können Konkurrenzvorteile gesammelt werden, was den Kunden erneut aufmerksam macht und das Unternehmen in ein seriöses Licht rückt.

PIM – Produktdaten effizient pflegen

Produktinformationsmanagement, Produkt Information Management oder auch PIM ist ein System zur Unterstützung, Verwaltung und strategischen Nutzung von Produktdaten. Da der richtige Umgang mit Daten im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger wird, setzen Unternehmen PIM-Systeme gezielt ein. Dabei führen bessere Workflows zu besseren Produktdaten und verbessern dadurch das Produkterlebnis.

Beides reduziert Reklamationen und Kosten. PIM-Systeme ermöglichen es Benutzern, alle relevanten Informationen an einem zentralen Ort zu verwalten. So können auch diejenigen mit vielen Produktdaten ihre Daten einfach an einem Ort pflegen und ergänzen. Ähnlich wie ERP-Systeme sind auch PIM-Systeme in Unternehmen nicht mehr wegzudenken.

Vorteile:

Interner Nutzen

• Übersicht über internationale Produktportfolio

• geringerer Suchaufwand für Produktinformationen

• „Single Point of Truth“ (es kann von der Richtigkeit der Informationen ausgegangen werden)

• effizientere Pflege der Produktdaten

• Flexibilität und eine schnellere Aufbereitung von Produktdaten für Anfragen aus Vertrieb und Produktmanagement

Externer Nutzen

• Informationsquelle für Händler und Partner

• Unterstützung der Multi-Channel-Strategie

• nutzen von Cross-Selling-Potentialen

• Zusammenarbeit mit Logistikunternehmen

• flexible und schnelle Aufbereitung von Produktdaten

Bilder

Abb. 1: unsplash.com © sigmund [4]

Abb. 2: unsplash.com © ilyapavlov [5]

Abb. 3: unsplash.com © isaacmsmith [6]

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/88193034/e-commerce-effektiv-das-unternehmen-digital-aufwerten/

URLs in this post:

[1] DESI (Digital Economy and Society Index): https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/desi

[2] der relevanten Integrationsdienstleistungen: https://www.basecom.de/datenintegration/

[3] Geschäftsfähigen, die tagtäglich ihr Mobile Phone verwenden: https://www.cnet.de/88180543/digitalisierung-generation-z-durchgehend-im-online-modus/

[4] sigmund: https://unsplash.com/photos/Im_cQ6hQo10

[5] ilyapavlov: https://unsplash.com/photos/OqtafYT5kTw

[6] isaacmsmith: https://unsplash.com/photos/AT77Q0Njnt0