Die Panasonic Lumix DMC-G3 ist in drei verschiedenen Farben im Handel erhältlich – in schwarz, rot und braun. Das Gehäuse alleine wechselt derzeit ab 540 Euro den Besitzer. Die Kombination mit dem 14-bis-42-Millimeter-Kitobjektiv bedeutet einen Aufschlag von 100 Euro. Das Doppelzoom-Kit schließlich, das noch die 45-bis-200-Millimeter-Linse enthält, gibt es ab 950 Euro. Damit bewegt sich der Marktpreis derzeit etwa jeweils 50 Euro unter der unverbindlichen Preisempfehlung seitens Panasonic – und auf dem Niveau von Spiegelreflexkameras wie der Canon EOS 600D und der Nikon D5100.

Design & Ausstattung

Aber DSLRs sind ja zu sperrig – und Kompaktkameras wiederum zu fummelig und nicht ausreichend, was die Bildqualität angeht. Die G3 präsentiert sich da als guter Kompromiss. Die Digicam ist gegenüber ihrer Vorgängerin G2 um etwa 25 Prozent geschrumpft und passt problemlos in kleine Rucksäcke, Handtaschen und große Jackentaschen. Das Gewicht des Bodys hat der Hersteller um etwa 10 Prozent auf 336 Gramm reduziert. Mit Kitobjektiv, Akku und SD-Karte bringt die Panasonic Lumix DMC-G3 damit insgesamt 544 Gramm auf die Waage.

Von der Schrumpfkur ist insbesondere der Handgriff betroffen. Er hat ein ganzes Stück abgespeckt und erinnert ein wenig mehr an den Griff der Kompaktkameraschwester LX5, bietet aber dennoch einen sehr guten Halt. Jedenfalls, wenn man nicht gerade riesige Hände hat. Im Zweifelsfall sollte man die Kamera vor dem Kauf einmal im Laden in die Hand genommen haben.

Der Handgriff ist bei der G3 im Vergleich zur Vorgängerin G2 ein ganzes Stück geschrumpft.
Der Handgriff ist bei der G3 im Vergleich zur Vorgängerin G2 ein ganzes Stück geschrumpft.

Auf der Rückseite des Gehäuses befindet sich das 3,0 Zoll große Display, das dreh- und schwenkbar aufgehängt und somit bei schwierigen Aufnahmesituationen eine große Hilfe ist. Darüber befindet sich der elektronische Sucher, der groß und angenehm hell ist. Die Bildwiederholrate reicht aus, bricht bei schlechten Lichtverhältnissen allerdings etwas ein. Leider gibt es keinen Näherungssensor und damit keinen automatischen Umschalter zwischen den beiden Anzeigen. Links neben dem Guckloch findet sich eine mechanische Taste, die diesem Zweck dient.

Der Bildschirm ist berührungsempfindlich. Dennoch verzichtet Panasonic nicht auf mechanische Bedienelemente – wer den Touchscreen nicht benutzen möchte, der kommt auch ohne aus. Dank großer virtueller Schaltflächen und einem präzise reagierenden Touchscreen-Panel funktioniert die Bedienung über das Display erfreulich gut. Und: Man kann endlich das Touch-to-Focus-Feature abschalten. Bei den Vorgängerinnen haben wir bei jeder Berührung der Anzeige ständig versehentlich den Fokuspunkt verschoben.

Die mit "Q.Menu" beschriftete Taste bringt ein Menü mit den wichtigsten Aufnahmeparametern aufs Display. Die Anpassungen nimmt der Fotograf mit dem Finger direkt auf dem Touchscreen vor oder nutzt das Vier-Wege-Pad.
Die mit „Q.Menu“ beschriftete Taste bringt ein Menü mit den wichtigsten Aufnahmeparametern aufs Display. Die Anpassungen nimmt der Fotograf mit dem Finger direkt auf dem Touchscreen vor oder nutzt das Vier-Wege-Pad.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Panasonic Lumix DMC-G3 im Test: kompakte Systemkamera mit Schwenk-Touchscreen

  • Am 6. Juli 2011 um 21:38 von Gisela Becker

    Testurteile Panasonic DMC G3 und GF3
    Liebe CNET-Tester,
    nach dem Lesen Ihrer Testberichte zu den neuen Panasonic-Kameras G3 und GF3 ist mir schleierhaft, warum Sie der G3 mit 7,7 ein schlechteres Gesamturteil verpassen als der kleineren Schwester GF3 mit 8,0. Die G3 hat – nach Ihrem Urteil – die bessere Bildqualität und die bessere Ausstattung. Lediglich die Auslöseverzögerung bzw. der Autofokus ist bei der GF3 etwas kürzer bzw. schneller.
    Kann es sein, dass Sie die Noten der beiden Kameras verwechselt haben oder sind mir irgendwelche wesentlichen Schwachpunkte der G3 entgangen? Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen.
    Besten Gruß
    Gisela Becker

    • Am 7. Juli 2011 um 11:59 von Stefan Möllenhoff

      AW: Testurteile Panasonic DMC G3 und GF3
      Hallo Gisela,

      vielen Dank für Ihr Feedback. Die GF3 ist in Sachen Bildqualität zwar etwas schlechter, macht das aber mit dem doch spürbar schnelleren Autofokus wieder wett. Außerdem ist die GF3 ein Stück kompakter, schicker und nicht zuletzt auch günstiger.

      Wer sich nicht mit dem Touchscreen herumschlagen möchte und Zubehörschuh, elektronischen Sucher und Klappdisplay braucht, ist bei der GF3 natürlich an der falschen Adresse. Unserer Meinung nach bietet das kleinere Modell aber dennoch ein extrem stimmiges Paket und konnte uns im Großen und Ganzen mehr beeindrucken.

      Potenzielle Käufer, die sich zwischen den beiden Digicams entscheiden wollen, stehen vor der Aufgabe, die Vor- und Nachteile abzuwägen und sich dann für das für die eigenen Ansprüche besser passende Modell zu entscheiden. Wir versuchen, in unseren Testberichten eben diese Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *