Android-Smartphone Medion Life P4501: lohnt sich ein Kauf des günstigen Aldi-Smartphones?

Das Android-Smartphone Medion Life P4501 von Aldi Nord kostet nur 149 Euro und bietet ein 4,5-Zoll-qHD-Display, eine Quad-Core-CPU, 1 GByte RAM, eine 8-Megapixel-Kamera und Android 4.1 als OS. Ab 12. Dezember 2013 steht es bei Aldi Nord zum Verkauf.

Nach dem Medion Life X4701, das Aldi Nord Mitte November im Programm hatte, bietet der Lebensmitteldiscounter ab Donnerstag dieser Woche mit dem Medion Life P4501 bereits das nächste Android-Smartphone an. Das interessanteste an dem Gerät ist wie üblich der niedrige Preis. Das Aldi-Smartphone kostet lediglich 149 Euro. Aber lohnt sich ein Kauf?

Android-Smartphone Medion Life P4501: lohnt sich ein Kauf des günstigen Aldi-Smartphones?

Das Android-Smartphone Medion Life P4501 von Aldi Nord kostet nur 149 Euro und bietet ein 4,5-Zoll-qHD-Display, eine Quad-Core-CPU, 1 GByte RAM, eine 8-Megapixel-Kamera und Android 4.1 als OS. Ab 12. Dezember 2013 steht es bei Aldi Nord zum Verkauf (Bild: Medion).

Das Medion Life P4501 misst 6,9 mal 13,3 Zentimeter und ist 11 Millimeter dick. Es wiegt rund 145 Gramm. Das Display ist 4,5 Zoll groß und bietet eine qHD-Auflösung von 960 mal 540 Pixel. Das ist für diese Preisklasse durchaus üblich, zählt sich aber nicht zu den Spitzenwerten. Das im November vorgestellte Motorola Moto G kostet beispielsweise in seiner günstigeren Ausführung nur 20 Euro mehr und bietet eine Anzeige mit 1280 mal 720 Pixel.

Als CPU kommt ein Quad-Core-Snapdragon-200-Prozessor von dem renommierten Entwickler Qualcomm mit einer Taktrate von 1,2 GHz zum Einsatz. Damit kann das Aldi-Smartphone definitiv gegenüber zahlreichen derart preiswerten Konkurrenten Punkten, die mit Dual-Core-Prozessoren ausgestattet sein. Im Vergleich zum Moto G zieht es aber wieder knapp den kürzen. Das Phone der Google-Tochter kommt zwar auch mit einer 1,2-GHz-Quad-Core-CPU von Qualcomm, ist aber mit dem neueren Snapdragon-400-Chip ausgestattet, der unter anderem mit einer leistungsstärkeren Grafikeinheit ausgestattet ist.

Dem Prozessor stehen wie beim Moto G 1 GByte RAM zur Seite, der interne Speicher ist mit 4 GByte aber nur halb so groß. Dafür hat das Moto G keinen MicroSD-Kartenslot zum Erweitern der Kapazität, wie es beim Medion-Gerät der Fall ist. Unterstützt werden Speicherkarten mit maximal 32 GByte. Eine 8-GByte-Karte gehört übrigens zum Lieferumfang des Telefons. Bei Motorola gibt es immerhin noch 50 GByte kostenlosen Speicher bei Google Drive mit dazu.

Für Käufer, die nur wenige Apps installieren und den Speicher hauptsächlich für Musik, Videos, Fotos & Co. nutzen möchten, hat das Aldi-Smartphone damit einen Vorteil. Installierte Apps landen jedoch stets im internen Speicher und lassen sich seit Android 4.0 Ice Cream Sandwich nicht mehr ohne weiteres auf der Speicherkarte auslagern. Da das Medion Life P4501 mit Android 4.1.x Jelly Bean ausgeliefert wird, ist dies also nicht möglich. Wer viele Apps und Spiele installieren möchte, der wird die 4 GByte, wovon vermutlich rund die Hälfte durch das System belegt ist, schnell verbraucht haben.

Die Akkukapazität beträgt 1700 mAh, was laut Medion für eine Gesprächszeit von bis zu 6,6 Stunden und gut 8 Tage Standby reicht. Der Akku des Moto G verfügt über eine Kapazität von 2,070 mAh und soll laut Hersteller über 10 Stunden beim Telefonieren durchhalten und bei normaler Nutzung eine Laufzeit von 24 Stunden ermöglichen. Es muss damit nicht so häufig an die Steckdose wie das Smartphone von Aldi Nord.

Das Android-Smartphone Motorola Moto G bietet für nur 20 Euro mehr (8 GByte-Variante) eine vergleichsweise hochkarätigere Ausstattung. Es ist mit einem neueren 1,2-GHz-Quad-Core-Prozessor, einem höher auflösenden 4,5-Zoll-HD-Display, 8 GByte internem Speicher, einer schnelleren Datenübertragung, einer längeren Akkulaufzeit und dem aktuelleren Google-OS Android 4.3 Jelly Bean ausgestattet. Nur den fehlenden Micro-SD-Kartenslot könnten Käufer im Vergleich schmerzlich vermissen (Bild: CNET.com).

Außer einer in der Rückseite verbauten 8-Megapixel-Kamera mit Blitzlicht, Autofokus und digitalem Zoom besitzt das P4501 eine frontseitige 2-Megapixel-Webcam für Videotelefonie. Zur Ausstattung des Moto G gehören nur eine 1.3-Megapixel-Webcam auf der Vorderseite sowie eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite.

An Kommunikationsoptionen unterstützt das Medion Life P4501 GSM, EDGE und UMTS mit HSPA, das Datentransferraten von bis zu 7,2 MBit/s im Downstream und 5,76 MBit/s im Upstream ermöglicht. WLAN nach IEEE 802.11b/g/n sowie Bluetooth 3.0 und GPS sind zudem an Bord. Im Gegensatz zur Kamera muss sich das Aldi-Smartphone in Sachen Kommunikation wieder dem Moto G geschlagen geben. Bei der Datenübertragung per UMTS funkt das Motorola-Phone mit HSPA+ und ermöglicht Downloadraten von bis zu 21 MBit/s. Zudem bietet es bereits Bluetooth 4.0 und ist auch mit NFC ausgestattet.

Ab Werk kommt die erste Jelly-Bean-Ausgabe 4.1 zum Einsatz, auf die inzwischen schon drei große Updates gefolgt sind. Hier hat das Moto G den vermutlich größten Vorsprung. Es ist bereits mit der aktuelleren Android-Version 4.3 (unveränderte Stock-Android-Version) ausgestattet und wird auch noch ein Update auf die derzeit neueste und sicherste Version Android 4.4 Kitkat erhalten. Das Aldi-Smartphone wird vermutlich bestenfalls eine Aktualisierung auf Android 4.2 bekommen.

Zum Lieferumfang gehören ein Alditalk-Starterset (SIM-Karte samt zehn Euro Startguthaben), eine 8-GByte-MicroSDHC-Karte, ein USB-Daten- und Ladekabel, ein In-Ear-Headset sowie natürlich Netzladegerät, Kurzanleitung und Sicherheitshandbuch. Außerdem sind die Medion GoPal Outdoor-App mit Geocaching-Funktion sowie eine 30-Tage-Testversion von Kaspersky Mobile Security vorinstalliert. Startguthaben und eine Speicherkarte gibt es beim Moto G nicht.  Auch genannte Apps sind nicht mit im Programm. Datenkabel, Bedienungsanleitung und Netzteil sind aber natürlich auch mit dabei.

Im Vergleich zu teureren High-End-Geräten müssen Käufer des Medion Life P4501 damit natürlich an allen Stellen Abstriche in Kauf nehmen. Für seine Preisklasse ist das Medion-Gerät aber durchaus ordentlich ausgestattet, und kann mit vielen Konkurrenten mithalten. Trotzdem muss es sich in mehreren Punkten dem Motorola Moto G geschlagen geben, das eine schärfere Anzeige, einen leistungsfähigeren Prozessor, einen stärkeren Akku, eine schnellere Datenübertragung und das deutlich aktuellere Betriebssystem für nur 20 Euro mehr mitbringt. Nur in Sachen Speicher und Kamera-Auflösung gerät das Moto G gegenüber dem günstigeren Aldi-Smartphone ins Hintertreffen. Wer mit diesen Nachteilen und dem Aufpreis von 20 Euro leben kann, für den empfiehlt es sich das Moto G in Betracht zu ziehen.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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