Sony Xperia Z2 im Test: Sonys Flaggschiff-Smartphone wird einen Hauch besser

Das Android-Smartphone Sony Xperia Z2 kommt mit einem 5,2-Zoll-Full-HD-Display, einer 2,3-GHz-Snapdragon-801-CPU, 3 GByte RAM, 16 GByte Speicher, einer 20,7-Megapixel-Kamera, microSD-Kartenslot, einem 3200-mAh-Akku und Android 4.4.2 als OS. Der folgende Artikel verrät, wie sich das neue Xperia Z2 im Test schlägt.

Das Xperia Z2 ist das neueste Flaggschiff-Smartphone von Sony und ersetzt das im letzten September auf der IFA 2013 vorgestellte Xperia Z1. Das neue Android-Smartphone ist wieder ein gelungenes Gerät, das in der Android-Spitzenklasse mitspielt. Es kommt mit aktueller Hardware sowie dem Sony-typischen OmniBalance-Design des Vorgängers und verfügt wieder über ein wertiges und wasserdichtes Gehäuse mit Aluminium-Rahmen und Glas-Rückseite. Damit zählt es sich nicht nur zu den schnellsten, sondern neben dem HTC One auch zu den edelsten und stilvollsten Android-Geräten am Markt.

Im Vergleich zum letztjährigen Modell, das Sony erst vor gut sieben Monaten herausgebracht hat, scheint es die Hardware aber nur marginal aktualisiert zu haben. Das Display ist mit 5,2 Zoll etwas größer und kommt mit einem schlankeren Display-Rahmen, die Auflösung ist mit Full-HD jedoch gleich geblieben. Auch die aktuellere Snapdragon-801-CPU von Qualcomm taktet mit 2,3 GHz nur unwesentlich höher als der 2,2-GHz-Snapdragon-800-Prozessor des Xperia Z1. Die 20,7-Megapixel-Kamera nimmt zwar nun Videos in 4K-Ultra-HD-Auflösung, kam ansonsten aber auch schon beim Z1 in identischer Form zum Einsatz. An welchen Stellen Sony etwas geändert und verbessert hat, das klärt folgender Testbericht.

Sony Xperia Z2

Das Android-Smartphone Sony Xperia Z2 kommt mit einem 5,2-Zoll-Full-HD-Display, einer 2,3-GHz-Snapdragon-801-CPU, 3 GByte RAM, 16 GByte Speicher, einer 20,7-Megapixel-Kamera, microSD-Kartenslot, einem 3200-mAh-Akku und Android 4.4.2 als OS.

Preis & Verfügbarkeit

Das Android-Smartphone Sony Xperia Z2 sollte ursprünglich schon im März 2014 weltweit in den Handel kommen, wie Sony im Rahmen der Vorstellung auf dem Mobile World Congress in Barcelona per Pressemitteilung verkündete. Der Marktstart hat sich jedoch verzögert und das neueste Sony-Flaggschiff geht nun gegen Ende April in den Verkauf. Kaufen kann man das Gerät im Einzelhandel, bei diversen Online-Shops und bei Mobilfunkprovidern erst einmal nur in den Farben Schwarz und Weiß zu einer UVP von 599 Euro. In Violett, der dritten Farbvariation, wird das Smartphone erst etwas später erhältlich sein. Bei Media Markt oder Saturn wird das Sony Xperia Z2 frühestens ab dem 5. Mai zu einem Preis von 599 Euro in den Regalen stehen. Amazon hat es mittlerweile im Angebot – allerdings nur wenige Geräte. Dort kostet es aktuell auch um die 720 Euro. Bei O2 ließ sich das Xperia Z2 bereits für 639 Euro ohne Vertrag vorbestellen. Die ersten Geräte lieferte der Provider ab dem 23. April an Vorbesteller aus. Vodafone hat den Nachfolger des Xperia Z1 wie der Einzelhandel zu einem Preis von 599 Euro ohne Vertrag im Programm. In Schwarz und Weiß ist es laut Webseite auch schon lieferbar.

Sony Xperia Z2

Wie sein Vorgänger kommt das Android-Smartphone Sony Xperia Z2 mit dem sogenannten OmniBalance-Design und verfügt über einen Aluminium-Rahmen und eine Rückseite aus kratzfestem Mineralglas (Bild: CNET.com).

Design

Das Design des Sony Xperia Z2 ist bis auf ein paar kleine Unterschiede identisch zu dem des Xperia Z1. Wie sein Vorgänger kommt es mit dem sogenannten OmniBalance-Design und verfügt über einen Aluminium-Rahmen und eine Rückseite aus kratzfestem Mineralglas. Das Smartphone misst 146,8 mal 73.3 mal 8,2 Millimeter und ist  im Vergleich zum Z1 in der Breite und Bauhöhe ein kleines Stück kompakter geworden. Dank eines dünneren Display-Rahmens ist das Gehäuse trotz angewachsenem Display insgesamt nicht viel größer geworden. Der Vorgänger kommt auf 144,4 mal 73,9 mal 8,5 Millimeter. Mit einem Gewicht von 158 Gramm ist es auch etwas leichter als das Z1 (169 Gramm). Ein weiterer kleiner Unterschied ist, dass Sony den Plastikrahmen auf der Vorder- und Rückseite entfernt hat und das Display sowie die Glasrückseite nun bündig mit dem Aluminiumrahmen abschließen. Das macht einen etwas wertigeren Eindruck. Weiterhin hat Sony den Aluminiumrahmen farblich neu gestaltet. Der äußere Bereich ist jetzt in der Gehäusefarbe und das Innere in Silber gehalten. Beim Xperia Z1 war dies genau anders herum.

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Sony hat den Plastikrahmen entfernt und den Aluminiumrahmen farblich neu gestaltet (Bild: CNET.com).

Eine weitere kleine Veränderung: den microSIM-Kartenslot hat Sony beim Xperia Z2 auf der linken Seite direkt hinter dem microUSB-Port verbaut. Der microSD-Kartenslot sitzt rechts über dem typisch runden Power-Knopf. Die Einschübe sind wie bisher durch Abdeckungen geschützt. Das Layout der Bedienelemente ist dagegen gleich geblieben. Auf der rechten Seite sitzen unter dem Ein-/Ausschalter weiterhin die Buttons zu Reglung der Lautstärke sowie die Taste zum Starten der Kamera. Die Kopfhörer-Buchse ist unverändert an der Oberseite zu finden. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt auf, dass die Lautstärkeregelung des Sony-Smartphones kaum einen Druckpunkt besitzt und sich damit schlechter betätigen lässt als beim HTC One (M8) oder Samsung Galaxy S5.

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Die Lautstärkenwippen des Android-Smartphones hat kaum einen Druckpunkt und lässt sich nur schwer bedienen (Bild: CNET.com).

Das Gehäuse des Sony Xperia Z2 ist wie das des Vorgängers nach der IP55- und IP58-Zertifizierung gegen Wasser, Staub, Schmutz & Co. geschützt . Einen Tauchgang bis zu 1,5 Meter hält es laut Hersteller für rund 30 Minuten durch. Ähnlich wie Samsung weist auch Sony darauf hin, dass der Schutz nur für Süsswasser gilt und natürlich nur gewährleistet ist, wenn alle Abdeckungen richtig geschlossen sind.

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Das Gehäuse des Sony Xperia Z2 ist wie das der Vorgänger nach der IP55- und IP58-Zertifizierung gegen Wasser, Staub, Schmutz & Co. geschützt (Bild: CNET:com).

Front-Stereolautsprecher

Der größte Unterschied in Sachen Design sind die Lautsprecher des Gerätes. Das Xperia Z2 verfügt jetzt wie das HTC One (M8) über zwei Frontlautsprecher, die jeweils auf der Vorderseite an der oberen beziehungsweise unteren Kante im Aluminiumrahmen angebracht sind. Die Lautstärke und Klangqualität kommt aber nicht an die der Boomsound-Lautsprecher des HTC One (M8) heran. Im Vergleich zum Vorgänger und anderen Konkurrenten sind sie aber etwas lauter und klingen auch besser. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aufgrund ihrer Positionierung auf der Vorderseite des Smartphones. Beim Anschauen eines Videos im Landschaftsmodus hält man die Lautsprecher beispielsweise nicht wie beim Nexus 5 schnell mal zu und wird im Gegensatz zu Geräten mit rückseitigen Lautsprechern auch direkt von vorne beschallt. Wie bei HTC lässt sich der Ton dank dem Feature „Quick Throw“ per Bluetooth oder DLNA auf externe Lautsprecher & Co übertragen.

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Das Sony Xperia Z2 kommt jetzt mit Front-Stereolautsprechern (Bild: CNET.com)

Display

Das Display des Sony Xperia Z2 ist von 5 auf 5,2 Zoll angewachsen, die Auflösung ist aber im Vergleich zum Xperia Z1 identisch. Der Bildschirm löst mit Full-HD – also 1.920 mal 1.080 Pixel – auf. Die Pixeldichte ist aufgrund der etwas größeren Diagonale gesunken. Das Xperia Z2 kommt auf 424 ppi, während das Xperia Z1 über rund 440 Pixel pro Zoll verfügt. (Zum Vergleich: HTC One (M8): 440, HTC One (M7): 468 ppi, Samsung Galaxy S5: 431 ppi, Samsung Galaxy Note III: 386 ppi, Samsung Galaxy S4: 441 ppi, iPhone 5S: 326 ppi, Nexus 5: 445 ppi,  Oppo Find 7: 534 ppi, OnePlus One: 401 ppi). In Sachen Bildschärfe macht dies in der Praxis jedoch keinen merklichen Unterschied. Wie beim Vorgänger lassen sich jedenfalls keine einzelnen Pixel ausmachen. Das Display des Xperia Z2 ist weiterhin äußerst sensibel und lässt sich mit Handschuhen bedienen.

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Das Display des Sony Xperia Z2 im Vergleich mit dem Samsung Galaxy S5 und HTC One (M8). Im Bereich Blickwinkelstabilität und Helligkeit muss das Z2 sich dem S5 und auch knapp dem HTC One geschlagen geben, auch wenn es sich im Vergleich zum Vorgänger in diesen Punkten klar verbessert hat. Reihenfolge von links nach rechts: HTC One (M8), Samsung Galaxy S5, Sony Xperia Z2 (Bild: CNET.de).

Wie auch beim Samsung Galaxy S5 oder HTC One (M8) scheint sich demnach wenig getan zu haben. Wie bei der Konkurrenz liegen die Verbesserungen aber im Detail. Zum Einsatz kommt zwar wieder das übliche Triluminos-Panel samt Sonys X-Reality-Bildprozessor, im Vergleich zu den Vorgängern Xperia Z und Xperia Z1 hat Sony aber offensichtlich an der Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität gefeilt. Bei Betrachtung aus einem gewissen Blickwinkel schneidet das Display des Sony Xperia Z2 deutlich besser ab als noch das des Z1 oder Xperia Z. Es  hält die Helligkeit und Farbtreue merklich besser bei als zuvor. Beim Xperia Z verschlechtert sich die Darstellungsqualität beispielsweise schon unter Betrachtung aus einem leichten Winkel erheblich. Die Farben verblassen und es wirkt so als wären sie mit einem Schleier überzogen. Dies ist beim Xperia Z2 nun nicht mehr der Fall. An die Konkurrenz kommt das Sony-Display aber immer noch nicht ganz heran. Die Anzeige des Samsung Galaxy S5 ist beispielsweise ein gutes Stück heller.

Betriebssystem

Das Sony Xperia Z2 kommt ab Werk mit der aktuellsten Android-Version 4.4.2 KitKat samt Anpassungen von Seiten des Herstellers. Im Vergleich zum im September vorgestellten Modell hat sich an der Oberfläche bis auf die Neuerungen von Googles KitKat-Update und den aktualisierten Sony-Apps aber nicht allzu viel geändert. Die Benutzeroberfläche hat Sony verstärkt auf den Konsum von hauseigenen Diensten und Inhalten ausgerichtet. Auf dem Homescreen hält beispielsweise ein neues Widget über neue Filme, Music oder Apps aus Sonys Stores auf dem Laufenden. Zudem lässt das neue „What’s-New“-Feature sich wie Google Now per Fingergeste vom unteren Bildschirmrand nach oben aufrufen.

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Dank zahlreicher Designs können Xperia-Z2-Besitzer die Benutzeroberfläche farblich an ihren Geschmack anpassen (Screenshot: CNET.de)

Wie zuvor haben Nutzer die Möglichkeit, die Oberfläche mittels verschiedener Designs farblich anzupassen. Ab Werk stehen sechs Themes zur Auswahl. Über Sony Select beziehungsweise Googles Play Store lassen sich bei Bedarf noch zahlreiche weitere Designs herunterladen, die verschiedene Aspekte der Sony-Oberfläche wie Hintergrundbild, On-Screen-Buttons oder die Schalter in den Einstellungen verändern.

Features & Apps

Sony hat jede Menge Anwendungen auf seinem Smartphone vorinstalliert. Dem ersten Eindruck nach wirkt das Gerät schon fast überladener als Samsungs Galaxy-Modelle. Darunter seine Walkman-App, eine angepasste Album- und Movie-Anwendung, Sony Select, Social Life (Reader für Neuigkeiten aus Sozialen Netzen), seinen Streaming-Dienst Video Unlimted, sein Shazam-Pendant TrackID, TrackID TV, seinen E-Book-Reader samt Store-Anbindung, PlayStation Mobile und PlayStation Network, seine Navigations-App Wisepilot, die Xperia-Ausgabe von Garmin-Navigation, die Xperia-Lounge mit weiteren Sony-Inhalten oder eine Fernbedienungs-App für den TV. Außerdem sind OfficeSuite Pro, das Soziale Netzwerk Path, Twitters Vine, ein Datei-Explorer, die Foto-App Pixlr Express, der Cloud-Dienst Box, eine Zeichen-App, eine Taschenlampe, ein UWK-Radio sowie eine Reihe an Google-Apps wie der Chrome-Browser, Hangouts, Maps oder Drive mit an Bord.

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Das Android-Smartphone Sony Xperia Z2 bietet die Möglichkeit, bei einem Anruf das Gespräch per Geste anzunehmen, abzuweisen oder das Gerät auf lautlos umzustellen (Screenshot: CNET.de)

Eine Neuheit des Sony Xperia Z2 ist die Möglichkeit, dass Smartphone mittels Bewegungen zu steuern. Nutzer können Anrufe annehmen, abweisen oder das Gerät auf lautlos umstellen, indem sie das Smartphone ans Ohr halten, es schütteln oder mit dem Display nach unten ablegen. Die Funktion „Bewegung“ findet sich in den Einstellungen unter dem Punkt Personalisierung.

Kamera

Das Highlight des Xperia Z2 ist wie schon beim Vorgänger die Kamera. Sie bietet eine zum Z1 und Z1 Compact identische Auflösung von 20,7 Megapixel und ist mit einem großen 1/2,3-ExmorRS-Sensor ausgestattet. Damit bietet die Kamera einen genauso großen Sensor, wie er in vielen Kompaktkameras zu finden ist. Der Großteil der Smartphones wie das iPhone 5S setzt dagegen auf einen vergleichsweise kleineren Sensor. An das das Lumia 1020 kommt das Xperia Z2 aber nicht heran. Dieses ist mit einem noch größeren 1/1,5-Bildsensor ausgerüstet. Ausgestattet ist die Knipse weiterhin mit Sonys G-Objektiv samt F2.0-Blende und den BIONZ-Bildprozessor, der das Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen minimieren soll. Zu der rückseitigen 20-Megapixel-Kamera gesellt sich noch eine 2,2-Megapixel-Front-Cam, die für Selbstportraits oder Videochats in Full-HD verwendet werden kann.

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Wie der Vorgänger kommt das Sony Xperia Z2 mit einer 20-Megapixel-Kamera. Neu ist allerdings die Möglichkeit, Videos in 4K-Auflösung aufzunehmen (Bild: CNET.com).

Die Kamera-App ist im Prinzip unverändert zum Xperia Z1. Anstatt das Handy zu entsperren und auf das Symbol auf dem Homescreen zutippen, lässt sie sich wie üblich über die physische Kamera-Taste an der rechten, unteren Seite des Gehäuses starten. Zwischen den verschiedenen Aufnahme-Modi können Nutzer wie zuvor per Fingertipp auf das entsprechende Symbol links neben dem Auslöser wechseln.

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Die Kamera-App des Sony Xperia Z2 hat ein paar neue Aufnahme-Modi erhalten. Abgesehen vom manuellen Modus fotografiert man in der Regel aber mit nur 8-Megapixel-Auflösung wie beispielsweise mit aktivierter Automatik (Screenshot: CNET.de).

Was anfangs womöglich gar nicht auffällt ist, dass das Xperia-Smartphone in vielen der unterschiedlichen Modi nur mit einer verringerten Auflösung von 8 Megapixel fotografiert – allem voran dem Automatik-Modus. Die vollen 20 Megapixel sind eigentlich nur im manuellen Modus verfügbar. Generell gelingen aber mit dem manuellen Modus sowieso deutlich bessere Aufnahmen, da sich dann auch Einstellungen wie Weißabgleich oder Belichtung anpassen lässt. Allerdings lassen sie sich bei weitem nicht so fein justieren wie beim neuen HTC One (M8). Folgendes Vergleichsfoto verdeutlicht die Unterschiede zwischen dem manuellen und automatischen Modus:

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Dieses Foto wurde mit dem Automatik-Modus des Sony Xperia Z2 geschossen (Bild: CNET.com).

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Zum Vergleich ein Schnappschuss derselben Szene mit dem manuellen Modus und angepasstem Weißabgleich. Zum besseren Vergleich wurde auch dieses Foto mit einer auf 8 Megapixel reduzierten Auflösung geschossen (Bild: CNET.com).

Eine Neuheit der Sony-Kamera ist beispielsweise der Aufnahme-Modi „Hintergrund Unschärfe“, der es wie ähnlich wie beim HTC One (M8) und Samsung Galaxy S5 erlaubt, nachträglich Bereiche des Bildes in den Fokus zu rücken. Das hat auch soweit ganz gut funktioniert und war einfach in der Bedienung, allerdings sind die Möglichkeiten nicht so umfangreich wie beim HTC One (M8). Ein paar mehr Optionen als der entsprechende Modus des S5 bietet Sony allerdings. Nach dem Schießen des Fotos kann man beispielsweise zwischen drei verschiedenen Verzerrungs-Effekten wählen und die Stärke der Unschärfe anpassen.

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Mit dem Aufnahme-Modi „Hintergrund Unschärfe“ lassen sich nachträglich Bereiche des Bildes in den Fokus zu rücken (Screenshot: CNET.de).

Ein weiterer neuer Kamera-Modi ist „TimeShift Video“ für Zeitlupe-Aufnahmen. Nachdem Filmen eines Videos können Xperia-Besitzer einzelne Szenen des Clips oder das komplette Material nachträglich per Schieberegler in Zeitlupe ablaufen lassen. Anschließend lässt sich das Video mit den Zeitlupe-Sequenzen abspeichern. Das klappt auch richtig gut. Der Ton wird wie bei den meisten dieser Funktionen ebenfalls verlangsamt abgespielt. Darüber hinaus hat Sony noch Modi für Vine-Videos und das Teilen von Live-Videoaufnahmen auf Facebook integriert.

Mit dem Modus TimeShift-Video lassen sich Video-Clips mit Zeitlupe-Effekten versehen (Screenshot: CNET.de)

Mit dem Modus TimeShift-Video lassen sich aufgenommene Clips mit Zeitlupe-Effekten versehen (Screenshot: CNET.de)

Die Kamera des Sony Xperia Z2 nimmt mit dem Modi „4K Video „Bewegtbilder jetzt auch mit UltraHD-Auflösung auf. Allerdings wurde das Smartphone nach rund drei Minuten der Aufnahme richtig heiß. Im Test hat das Xperia das Filmen nach gut fünf mit Minuten mit einer Warnung vor Überhitzung abgebrochen. Das Samsung Galaxy S5 wird bei der Aufnahme von 4K-Videos beispielsweise kaum wärmer. Allerdings begrenzt Samsung die Aufnahmezeit schon ab Werk auf fünf Minuten.

Bildqualität

Wie die Bildqualität im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet, das zeigen folgenden Fotos. Zuerst haben wir das Sony Xperia Z2 gegen seinen schärfsten Konkurrenten, das Samsung Galaxy S5, antreten lassen. Samsung verbaut eine ähnlich hochauflösende 16-Megapixel-Kamera mit einer Sensorgröße von 1/2,6 Zoll. Die erste Aufnahme wurde mit voller Auflösung aufgenommen. Das Foto des Xperia Z2 ist sehr gut ausgeleuchtet und kann mit vielen Details in den schattigeren Bereichen sowie natürlichen Farben überzeugen. Trotz der hohen 20-Megapixel-Auflösung sind die feinen Details unter genauer Betrachtung eines vergrößerten Ausschnitts aber nicht ganz klar. Die Aufnahme des Galaxy S5 ist nicht ganz so gut ausgeleuchtet und kommt mit etwas zu satten Farben, kann dafür aber das Z2 in Sachen Schärfe übertrumpfen, was man beispielsweise an den Kanten des Brückengeländers sehen kann.

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Sony Xperia Z2 (Bild: CNET.com).

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.com).

Beim nachfolgenden Schnappschuss mit etwas bewölktem Himmel wurde der Automatik-Modus verwendet. Hier kann das Xperia Z2 wieder mit einer sehr gut ausgeleuchteten Szene punkten. Das Galaxy S5 kann in den Bereichen Belichtung und Farben aber diesmal mithalten und hat auch unter genauer Betrachtung die feinen Details wieder etwas klarer eingefangen.

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Sony Xperia Z2 (Bild: CNET.com).

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.com).

Die nächsten vier Fotos wurden mit dem HDR-Modus beider Smartphones geschossen. Beim Xperia Z2 reduziert sich auch hier die Auflösung auf 8-Megapixel. Beim Galaxy S5 steht auch im HRD-Mode die volle Auflösung zur Verfügung. Der Schnappschuss des Galaxy S5 geht in Sachen Schärfe und Details klar als Sieger hervor, auch wenn die Farben wieder unrealistischer wirken.

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Sony Xperia Z2 (Bild: CNET.com).

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.com).

Bei der zweiten Aufnahme mit HDR-Modus kann das Foto des Xperia Z2 wieder nicht voll überzeugen. Die Szene ist – abgesehen vom Himmel – nicht so gut belichtet wie in vorherigen Aufnahmen. Das Galaxy S5 macht den deutlich helleren Schnappschuss mit mehr Details. Die Farben, besonders das Grün der Bäume, ist aber wieder übersättigt.

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Sony Xperia Z2 (Bild: CNET.com).

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.com).

Zu Guter Letzt folgt noch eine Indoor-Aufnahme bei eher schlechten Lichtverhältnissen. Hier wurde wieder der manuelle Modus verwendet. Beide Smartphones schlagen sich in dieser Situation ganz gut. Das S5 und Z2 haben die Szene jedenfalls gut beleuchtet. Das Z2 kann wieder im Bereich der Farben am Galaxy S5 vorbeiziehen. Die Aufnahme des Z2 wirkt – zumindest was Kanten angeht – auch etwas schärfer, allerdings macht sich beim Heranzoomen eine deutliche Körnung bemerkbar, die beim Galaxy S5 nicht auftritt. Dafür wirken die Kanten beim Samsung-Gerät etwas verwaschen.

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Sony Xperia Z2 (Bild: CNET.com).

Samsung Galaxy S5 und Sony Xperia Z2 im Kamervergleich

Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.com).

Bei annähernder Dunkelheit hat das Xperia Z2 das Samsung Galaxy S5 jedoch haushoch übertroffen. Auch wenn sich ein deutlicher Gelbstich und Unschärfe bemerkbar macht, kann man auf dem Foto des Sony-Smartphones alles überraschend gut erkennen. Die Aufnahme des S5 fällt dagegen extrem dunkel aus. Die Aufnahmen wurden mit dem Automatik-Modus ohne Veränderungen an den Einstellungen geschossen.

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Sony Xperia Z2 (Bild: Gizmodo.de).

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Samsung Galaxy S5 (Bild: Gizmodo.de).

Insgesamt scheint das Android-Smartphone Xperia Z2 Fotos bei voller Auflösung mit natürlicheren Farben und besserer Belichtung zu schießen. Die Farben stellt die Kamera des Samsung Galaxy S5 stets etwas unrealistisch dar, kann dafür aber zum Großteil mit schärfen Details punkten. Bei Aufnahmen im HRD-Modus verstärkt sich dieser Übersättigungseffekt noch etwas. Dafür steht beim S5 die volle Auflösung zur Verfügung. Beim Xperia Z2 reduziert sie sich auf 8-Megapixel. Die HDR-Fotos des S5 sind generell etwas heller, schärfer und beinhalten mehr Details als die des Xperia Z2. Das Sony-Smartphone zeigt aber wieder bei schlechten Lichtverhältnissen eine deutlich bessere Performance als das S5.

Als nächstes haben wir noch das HTC One (M8) mit in den Ring steigen lassen.  Wir haben die Bilder skaliert, um sie einfacher in Bezug auf Helligkeit und Farben vergleichen zu können. Die Originalaufnahmen haben wir nochmals unter den Vergleichsfotos verlinkt, um sich ein besseres Bild in Bezug auf die Schärfe und Details machen zu können. Alle Aufnahmen wurden jeweils mit dem Automatik-Mode geschossen. Beim Sony Xerpia Z2 haben wir allerdings den manuellen Modus verwendet, die Einstellungen aber weitgehend unberührt gelassen. Nur beim ersten Bild der Baustelle, haben wir zur Demonstration noch den Auto-Mode eingestellt. Am besten macht man sich einfach selbst einen Eindruck und versucht sich sein eigenes Urteil von der Bildqualität der einzelnen Kameras zu bilden.

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Reihenfolge von oben nach unten: HTC One (M8), Sony Xperia Z2 (mit Auto-Mode, 8 MP), Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.de)

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Reihenfolge von oben nach unten: HTC One (M8), Sony Xperia Z2, Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.de)

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Reihenfolge von links nach rechts: HTC One (M8), Sony Xperia Z2, Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.de)

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Reihenfolge von links nach rechts: HTC One (M8), Sony Xperia Z2, Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.de)

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Reihenfolge von links nach rechts: HTC One (M8), Sony Xperia Z2, Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.de)

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Reihenfolge von links nach rechts: HTC One (M8), Sony Xperia Z2, Samsung Galaxy S5 (Bild: CNET.de)

Originalaufnahmen:

  • HTC One (M8): 1, 2, 3, 4, 5, 6
  • Sony Xperia Z2: 1, 2, 3, 4, 5, 6
  • Samsung Galaxy S5: 1, 2, 3, 4, 5, 6

Während das Sony Xperia Z2 das Samsung Galaxy S5 bei schlechten Lichtverhältnissen noch schlagen konnte, zeigt sich im Vergleich mit dem HTC One (M8) ein anderes Bild, das im manuellen Modus seine Stärken voll ausspielen kann. Mit den richtigen Einstellungen gelingen mit dem HTC-Flaggschiff beispielsweise auch bei annähernder Dunkelheit noch Aufnahmen, bei denen das Xperia Z2 nicht mehr mithalten kann.

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Das Foto wurde bei annähernder Dunkelheit (Tür bis zum Anschlag angelehnt) in unserer Besenkammer aufgenommen. Etwas Licht konnte nur durch den Spalt an der Seite beziehungsweise unter der Tür einfallen. Links ist das Foto des Sony Xperia Z2 mit Automatik-Modus zu sehen. Wir haben auch den manuellen Modus versucht, es aber nicht besser hinbekommen. Rechts ist das Bild des Samsung Galaxy S5 im Automatik-Mode zu sehen. Auch ohne Bildstabilisierung und verschiedenen ISO-Werten wurde die Aufnahme nicht besser. Alle Bilder sind übrigens nicht in Orignalgröße, sondern wurden wieder etwas skaliert. Die Unterschiede dürften aber auch so deutlich zu sehen sein, Die Originalaufnahmen sind nachfolgend verlinkt (Bild: CNET.de).

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HTC One (M8) im manuellen Modus mit hohem Weißabgleich, ISO 400 und langer Belichtungszeit (Bild: CNET.de).

Originalaufnahmen:

 

Hardware & Leistung

Unter der Haube des neuen Flaggschiffs arbeitet der Quad-Core-Prozessor Snapdragon 801 (MSM8974AB v3) von Qualcomm. Sony verbaut dasselbe System on a Chip wie HTC in der europäischen Version des M8. Im Vergleich zum Xperia Z1 taktet es mit 2,3 GHz aber nur minimal höher (Z1: 2,2 GHz). Zudem ist der Vorgänger, den Sony erst im September 2013 auf den Markt gebracht, auch schon mit dem Snapdragon-800-Chip (MSM8974AA v2) ausgestattet. Die Leistungsunterschiede zum Snapdragon 801 sind daher nicht allzu groß und fallen deutlich kleiner aus als beispielsweise beim HTC One (M8) oder Galaxy S5, wenn man diese mit ihren Vorgängern vergleicht. So kam auch schon die CPU des Z1 mit Krait-400-Kernen und der Adreno-330-GPU. Diese taktete mit 450 MHz aber rund 100 MHz niedriger als die 578 MHz der GPU beim neuen Qualcomm-801-SoC. Einen guten Überblick über die Unterschiede der neueren Qualcomm-Prozessoren liefert folgende Tabelle der Webseite Anandtech.

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(Bild: Anandtech, Screenshot: CNET.de)

Ein weiteren kleinen Leistungsvorteil dürfte aber auch das Upgrade von 2 auf 3 GByte RAM bringen. Zudem können die verbauten LPDDR3-Module mit einer von 800 auf 933 MHz gesteigerten RAM-Performance profitieren. Der interne Speicher ist wie bisher 16 GByte groß, wovon rund 12 GByte für Daten des Benutzers zur Verfügung stehen. Die Speicherkapazität lässt sich wie beim Z1 zusätzlich durch eine microSD-Karte erweitern. Statt maximal 64 GByte unterstützt das Z2 jetzt allerdings Speicherkarten mit 128 GByte Kapazität. Die Speicherschnittstelle des neuen Qualcomm-SoC bietet zudem eine höhere Leserate, was den Speicher schneller macht. eMMC 5.0 bietet eine maximale Leserate von 400 MByte/s. Noch gibt es allerdings keine Flashchips, die die zusätzliche Bandbreite voll ausnutzen. Immerhin produziert Samsung seit Mitte 2013 Flashbausteine, die eine Lesegeschwindigkeit von 250 MByte/s bieten. Beim Schreiben von Daten sind es 90 MByte/s. Die maximale Performance von Inputs/Outputs pro Sekunde (IOPS) liegt sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen bei 7000.

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Im AnTuTu-X-Benchmark kommt das neue Sony Xperia Z2 auf 33.572 Punkte, im Quadrant-Bench überraschenderweise nur auf einen Score von 18.260 (Screenshot: CNET.de).

Die eher geringen Leistungsunterschiede zwischen dem Xperia Z2 und Xperia Z1 zeigen sich auch in den gängigen Benchmark-Tests. Im AnTuTu-X-Benchmark, der unter anderem CPU-, RAM- und Grafikleistung ermittelt, kommt das neue Z2 auf 33.572 Punkte. Der Vorgänger schaffte allerdings auch schon gut 32.000 Punkte. Im Quadrant-Bench, der ebenfalls Prozessor– und 3D-Grafikperformance analysiert, erreicht das neune Sony-Flaggschiff überraschenderweise nur einen Score von 18.260. Die ältere Ausgabe schaffte hier mit rund 20.000 Punkten mehr Punkte. Auch nach mehrfacher Überprüfung der Ergebnisse schaffte das Z2 nicht mehr als die 18.000 Punkte. Im 3DMark-Bench (Icestrom Unlimted), kommt das Xperia Z2 auf  einen Gesamtwert von 18.675. Das Xperia Z1 liegt mit knapp 17.600 Punkten wieder nicht weit dahinter. Im Manhattan-GFX-Bench, der wiederum die Leistung der  Grafikeinheit auf den Prüfstand stellt, kommt  das jüngste Sony-Flaggschiff auf 732 Frames respektive 12,5 Frames pro Sekunde. Laut der Datenbank der Entwickler des Benchmark-Tests erreicht das Xperia Z1 insgesamt 645 Frames beziehungsweise 10,4 Frames pro Sekunde.

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Den 3DMark-Icestrom-Unlimted-Bench schließt das Sony Xperia Z2 mit einem Gesamtwert von 18.675 ab. Im Manhattan-GFX-Bench kommt es auf 732 Frames (Screenshot: CNET.de)

Im Vergleich mit der Konkurrenz gibt es kaum Unterschiede, außer dass Sonys Smartphone vergleichsweise schlecht im Quadrant-Benchmark abschließt. Das HTC One (M8) kommt hier beispielsweise auf einen Score von 24.637, das Galaxy S5 auf 24.756 Punkte. Aufgrund seines etwas höher getakteten Prozessor ist Samsung Galaxy S5 im Allgemeinen etwas schneller. Das Xperia Z2 ist aber sonst relativ gleich auf – genauso wie das HTC One (M8). In der Praxis sind diese geringfügigen Geschwindigkeitsunterschiede so gut wie nicht spürbar. Das System sowie aufwendigere 3D-Spiele laufen auf allen Geräten flüssig und ohne Ruckler.

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Das Samsung Galaxy S5 ist das schnellste von den drei Geräten. Allerdings liegen das Xperia Z2 und HTC One (M8) nicht allzu weit dahinter (Screenshot: CNET.de).

Kommunikation

Im Bereich der Kommunikation gibt es wie beim Vorgänger UMTS samt Datenturbo HSPA+, NFC, MHL, DLNA sowie WLAN 802.11ac und LTE Cat 4. Außerdem sind USB 2.0 und Bluetooth 4.0 (ANT+) sowie Miracast und natürlich auch aGPS und Glonass integriert. Ein UKW-Radio ist ebenfalls mit an Bord. Das SIM-Kartenformat ist microSIM.

Sensoren

An Sensoren hat Sony wieder einen Beschleunigungs-, Näherungs-, Umgebungslicht- und Gyrosensor, einen digitalen Kompass und jetzt auch ein Barometer integriert.

Akku

Für Strom sorgt ein 3200-mAh-Akku, der sich wie bisher nicht auswechseln lässt. Die Kapazität hat sich im Vergleich etwas erhöht. Das Vorgänger-Smartphone ist mit einem 3000-mAh-Akku ausgestattet. Dafür ist das Display des Z2 aber auch etwas größer und verbraucht potentiell mehr Strom. Im CNET-Labs-Test, bei dem unter anderem ein HD-Video in einer Dauerschleife über das Display flimmert, kommt das Xperia Z2 auf 11 Stunden und 41 Minuten. Damit hält es beispielsweise länger durch als das HTC One (M8) mit 9 Stunden und 52 Minuten. Das Samsung Galaxy S5 schaffte aber beispielsweise 15 Stunden und 18 Minuten. Beim Anschauen von Youtube-Videos über das WLAN-Netz hat das Sony-Flaggschiff rund 16 Prozent pro Stunde verbraucht. Beim Zocken des grafisch aufwendigeren Rennspiels Asphalt 8 verliert der Akku beispielsweise rund 20 Prozent pro Stunde. Bei normaler Nutzung kommt man aber mit dem Sony Xperia Z2 gut über den Tag.

Fazit

Neben dem HTC One (M8) und dem Samsung Galaxy S5 zählt sich das Sony Xperia Z2 ganz klar zu den aktuell besten Android-Smartphones am Markt. Im Vergleich zum Xperia Z1 sind die Unterschiede aber nicht sehr groß. Es sieht im Prinzip identisch aus, hat nur eine geringfügig gesteigerte Leistung, praktisch die gleiche Software und kommt auch mit derselben Kamera wie das Vorgängermodell – auch wenn diese nun Ultra-HD-Videos aufnimmt. Die größte Verbesserung ist noch beim Display festzustellen. Die Auflösung des etwas größeren 5,2-Zoll-LCD ist zwar identisch, doch in Sachen Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität hat es einen deutlichen Sprung gemacht. Eine willkommene Neuerung sind auch die Front-Stereolautsprecher, die für besseren Sound sorgen. Alles in allem hat es sich im Vergleich zum Sony Xperia Z1, das auch erst vor gut 8 Monaten vorgestellt wurde, aber in nur wenigen Bereichen verbessert, sodass ein Kauf für Z1-Besitzer sich nicht rechtfertigen lässt.

Wer sich zwischen dem Sony Xperia Z2, dem HTC One (M8) und dem Samsung Galaxy S5 entscheiden möchte, der schlägt mit dem Kauf des Xperia Z2 wohl den guten Mittelweg zwischen Design und Performance ein. Mit seinem Glasgehäuse und Aluminiumrahmen hat es ein wertigeres Äußeres als das Galaxy S5, auch wenn es nicht an das des HTC One (M8) herankommt. Dafür kann es im Vergleich zum HTC-Flaggschiff mit einer besseren Performance bei der Akkulaufleistung aufwarten und hat wie das Galaxy S5 ein wasserdichtes Gehäuse. An die Performance des Samsung-Flaggschiffs kommt es aber wiederum nicht ganz heran. Trotz 20-Megapixel-Auflösung kann sich die Kamera des Sony-Smartphones nicht klar gegen die der Konkurrenz durchsetzen. Eine Überlegung dürfte auch das neue Android-Smartphone One des von dem ehemaligen Oppo-Manager Pete Lau gegründeten Unternehmens OnePlus Wert sein, falls ein Neu-Kauf ansteht. Das Smartphone kostet mit 16 GByte internem Speicher gerade einmal 269 Euro und kommt mit einer ebenbürtigen Hardware und dem bliebten Custom ROM CyanogenMod (Android 4.4.2) als OS. Zum Verkauf steht das Gerät allerdings erst einmal nur für ausgewählte Käufer, die über eine spezielle Einladung verfügen. Einladung werden im Rahmen von Promo-Aktionen oder Wettbewerben über das OnePlus ForumFacebookTwitter oder Google Plus vergeben. Nähere Details liefert folgender Artikel.

Technische Daten

HTC One (M8), Samsung Galaxy S5, Sony Xperia Z2 und Apple iPhone 5S: die technische Daten der Smartphones im Vergleich

Sony Xperia Z2, Samsung Galaxy S5, HTC One (M8) und Apple iPhone 5S: die technische Daten der Smartphones im Vergleich (Bild: CNET.de)

[Mit Material von Andrew Hoyle, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Sony Xperia Z2 im Test: Sonys Flaggschiff-Smartphone wird einen Hauch besser

  • Am 26. April 2014 um 17:22 von Yildiz

    Das Samsung Galaxy s5 ist eindeutig der Sieger.
    Samsung schafft es immer wieder hervorragende Displays zu bauen.
    Mann muss sich nie sorgen um die Displays machen wenn man einen Samsung der S Serie kaufen möchte.
    Alle bis jetzt gemachten Galaxy’s S haben einen Super Display.
    Tolle Akku performance. Sehr gute Netzverbindungen.
    Immer einen Austauschbaren Akku und Speicherkarte.
    Das ist echt STARK . Danke Samsung

    • Am 26. April 2014 um 23:42 von Dimitris Bachmann

      Dafür hat das Xperia und das HTC andere Qualitäten die Samsung immer wieder vernachlässigt. Bei so einem teuren Smartphone darf es nicht so billig aussehen, sondern sollte wertig aussehen. Wie es sich für ein Top Gerät gehört. Mein Favorit bleibt das Xperia, Hammer Designs! 600 € die sich gelohnt haben …

    • Am 27. April 2014 um 12:26 von der wombat

      Danke für den tollen gekauften Kommentar der Samsung Marketingabteilung.

    • Am 28. April 2014 um 12:49 von J.H

      Wo ist jetzt der Hinweis auf Applaus oder die Bemerkung, dass dies Ironie oder Sarkasmus war. Samsung baut gute Smartphones – ja – andere Hersteller auch. Die anderen Hersteller haben sich eben anderen Materialien bedient, die einfach wertiger sind und sich eben auch genauso anfühlen. Mag sein, dass Samsung in Benchmarks die Nase vorn hat (geschummelt oder nicht), wenn ich das Smartphone in der Hand halte, merke ich von den 2%-Punkten mehr Leistung nix – aber ich habe eben ein Stück Plastik in der Hand oder ein Smartphone aus Alu, Glas oder einer Kombination aus Beidem.
      Ich habe jetzt wirklich alle Firmen durch (außer LG) und bin derzeit beim Xperia Z2 gelandet. Ich kann noch nicht sagen, ob es mich von den inneren Werten überzeugt – von Außen macht es einen super Eindruck. Mein Iphone 5s verkaufe ich gerade, da mir dann einfach das Display zu klein geworden ist – aber auch hier hatte mich die Wertigkeit überzeugt.
      Davor hatte ich ein HTC One – dies benutzt meine Frau. Auch ein tolles Handy. Und davor ein Samsung Galaxy S3 – und hier sind wir wieder beim Thema. Softwaretechnisch ist dies wirklich ein tolles Handy – aber die Plastikoptik nervt nach kurzer Zeit gewaltig.
      Meine Meinung – andere finden gerade diese Eigenschaften von Samsungs Geräten als großen Vorteil, da man dadurch Gewicht spart und im SAR-Wert punkten kann. Jepp – auch das stimmt.
      Ich werde hier leider von keiner Firma bezahlt, da ich ja keine richtig lobe oder besonders heraus stelle. Aber ich würde gerne wissen, wie viel man für eine oben aufgeführte Rezession bekommt und möchte gerne die Adresse haben, damit ich eben auch mal ein „Fanboy-Kommentar“ abgeben kann. Taschengeld ist immer gut

  • Am 27. April 2014 um 13:10 von Sven

    Aber leider sind die Farben bei den Fotos vom Samsung verfälscht. Daher leider nicht brauchbar. Schade Samsung, wollte es mir kaufen aber so bleibt leider nur das HTC oder das Sony übrig.

  • Am 8. Dezember 2014 um 23:22 von Hans Geißler

    Diese Darstellung finde ich sehr gut.
    Ich habe bisher das Sony Xperia pro Handy und gern damit Videos gemacht.
    Heute habe ich mit dem Z2 die ersten Videos gemacht.
    Ich bin leider nicht zufrieden und finde mein altes Handy konnte das besser.
    Was könnte dafür der Grund sein,kann ich eventuell die Einstellung verbessern.
    Das Bildrauschen bei wenig Licht ist sichtbar größer!!!
    Gerade da war mir das Handy ein guter Begleiter.
    Oft sind gerade in Räumen mit wenig Licht, Kirchen etc.die Aufnahmen für mich wichtig und ich konnte das auf dem TV gut darstellen.
    Wer schaut denn nur die Videos auf dem Handy an.
    Leider habe ich diese Problematik schon beim Vergleich der Panasonic Kamera TZ 5 zur TZ 22 festgestellt !!
    Es werden nebensächliche Dinge verbessert und die Bildsensoren scheinen immer schlechter zu werden.

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