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23. Mai 2012
9. Februar 2011 | 18:46 Uhr

3D-Fernseher im Praxistest: aktiv gegen passiv, Polarisations- gegen Shutterbrille

von David Katzmaier, Stefan Möllenhoff
3D-Fernseher im Praxistest: aktiv gegen passiv, Polarisations- gegen Shutterbrille

In Kinos begeistern 3D-Filme die Massen, und mehr und mehr halten auch 3D-Fernseher Einzug ins Wohnzimmer. Nur allzu oft macht sich beim ersten 3D-Film in den eigenen vier Wänden allerdings schnell Enttäuschung breit. Die Brillen sind schwer, das Fernsehbild flimmert, der Kopf tut weh, außerdem ist nur eine Sehhilfe im Lieferumfang enthalten, und jede weitere Brille kostet zwischen 50 und 100 Euro. Der Grund ist einfach: Im Kino und bei Fernsehern kommen andere 3D-Techniken zum Einsatz.

Kommen? Kamen! Denn in den USA ist Ende letzten Jahres bereits der 65-Zoll-TV Vizio XVT3D650SV auf den Markt gekommen, der die im Kino verwendete passive 3D-Technik nutzt, und hierzulande sind seit Ende letzten Jahres die Fernseher aus LGs LD950-Serie die ersten Modelle, die mit passiven Brillen auskommen. Unsere Kollegen von CNET.com hatten bereits die Gelegenheit, den Vizio XVT3D650SV auszuprobieren - und mit dem Referenz-3D-Fernseher Panasonic TC-P65VT25 zu vergleichen.

Aktives gegen passives 3D: Links steht der Vizio XVT3D650SV, rechts der Panasonic TC-P65VT25.
Aktives gegen passives 3D: Links steht der Vizio XVT3D650SV, rechts der Panasonic TC-P65VT25.

Unterschiede zwischen passiv und aktiv

Bei der 3D-Darstellung finden im Wesentlichen zwei unterschiedliche Technologien Verwendung: passiv und aktiv. Die passive Darstellung kommt in Kinos zum Einsatz, die aktive bei den meisten Fernsehern. Beiden Methoden ist gemein, dass sie sich eines Tricks bedienen, um die beiden Augen mit unterschiedlichen - also leicht gegeneinander versetzten - Bildern zu versorgen. So entsteht der dreidimensionale Eindruck.

Die aktive 3D-Technologie setzt auf Brillen, in denen LC-Displays verbaut sein. Diese dunkeln die Augen schnell abwechselnd ab; so schnell, dass es der Betrachter nicht merkt - beziehungsweise nicht merken soll. Im gleichen Rhythmus zeigt der Fernseher die gegeneinander versetzten Bilder an, also ebenfalls abwechselnd das Bild fürs rechte und fürs linke Auge. Dieser Trick geht mit einer so hohen Geschwindigkeit über die Bühne beziehungsweise Leinwand, dass das Gehirn davon nichts mitbekommt und aus dem Kuddelmuddel ein dreidimensionales Erlebnis wird.

Bei der passiven 3D-Technologie hingegen sieht der Betrachter die beiden Einzelbilder nicht hintereinander, sondern gleichzeitig. Damit dennoch jedes Auge nur die richtigen Informationen bekommt, sitzt vor jedem Pixel im Fernseher ein Filter, der das Licht polarisiert. In der Brille wiederum sind ebenfalls Polfilter untergebracht. So sieht jedes Auge nur das korrekt polarisierte Halbbild - und im Gehirn kommt ein Tiefeneindruck zustande.

Die Vorteile der aktiven Fernseher besteht darin, dass beide Augen jeweils ein Full-HD-Bild zu sehen bekommen, bei der passiven Technologie teilen sich die beiden Augen die 1920 mal 1080 Pixel - unterm Strich bleibt die halbe Auflösung. Dafür sind die passiven Brillen spottbillig, und es gibt kein Geflimmer vor den Augen. Mehr Informationen über die passive und die aktive Technologie gibt es in unserem Special 3D-Techniken im Überblick: So funktionieren active Shutter, Polarisation & Co. - an dieser Stelle wollen wir uns dem Praxiseindruck widmen, den die beiden Modelle Panasonic TC-P65VT25 und Vizio XVT3D650SV hinterlassen.

Aktiv oder passiv - was ist besser?

Wir haben beide 65-Zoll-Fernseher nebeneinander aufgestellt, und 3D-Film nach 3D-Film geguckt, zwischen den Szenen hin- und hergespult, Ausschnitte auf dem einen und dem anderen Fernseher miteinander verglichen und diskutiert. Kurz und knapp lautet die Antwort auf die Frage "Aktiv oder passiv - was ist besser?": Das Bild des aktiven 3D-Fernsehers gefällt uns eindeutig besser.

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Leserkommentare (4)

 
von Grimm
am 13. Juli 2011, 13:28 Uhr
aktiv versus passiv

Leicht verwundert habe ich die Ausführungen der vorangegangenen Bewertung gelesen, in der der "räumliche Eindruck" in 2D und das Fernsehbild bei analogen Signalen als unzureichend beim Philips bemängelt wurde.

Es ist für mich unverständlich einen Fernseher von Vizio aus den USA für diesen Test zu benutzen, der nicht mal in Deutschland zu kaufen ist. Außerdem sind die technischen Potentiale bei dem Vizio TV deutlich eingeschränkt und dürfen nicht als Standard für passiv 3D Fernseher verwendet werden.

Warum nehmen Sie nicht einen Philips oder LG, die hervorragende passive 3D Techniken benutzen und bei denen der theoretische Auflösungsverlust in der Praxis auch im direkten Vergleich nicht wahrnehmbar ist. Bei der Wiedergabe in 3D sieht man scharfe, fließende, ruckelfreie und sehr plastische 3D Bilder (vor allem auch bei Sportübertragungen). Die bei Shutterbrillen häufig auftretende Anstrengungskopfschmerzen durch flackernde Bilder fällt komplett weg und man kann sogar mit der Polbrille zum Kühlschrank gehen und etwas zu trinken holen machen Sie das mal mit einer Shutterbrille!!!!

Hätten Sie einen ebenbürtigen Gegner für den Panasonic verwendet wäre Ihr Fazit deutlich hin zum passiven 3D TV ausgefallen.

 
von Tester
am 28. August 2011, 17:40 Uhr
AW: aktiv versus passiv

Bin auch der gleichen Meinung wie mein Vorredner.

Die aktuelle Passive Generation von LG ist ein Meilenstein im vergleich zu dem Vizio TV. Für mich ist Passiv klar die Nummer 1.

Der Auflösungsnachteil ist bei richtigem Abstand kein negativer Aspekt.

Wer sich einen 55" bei 1m Sitzabstand kaufen würd hat andere Probleme...

Zudem ist die Helligkeit viel besser als bei der Shutter-Technik

 
von schelm
am 5. Oktober 2011, 23:42 Uhr
aktiv vs passiv

Aber hallo wie kann man nur so einen Vergleichstest machen?

Der Sieger stand doch schon vorher fest oder?

Hier wird eindeutig eine Technology schlecht geredet, die so schlecht gar nicht ist.

Und 2 Stunden 3D schauen mit Shutterbrille, ruft bei den meisten Leuten arge Kopfschmerzen hervor, durch das Flimmern was diese Technik bedingt. Bei einem längeren Marathon würde der Kopf abschalten.

Ich bin auch der Meinung man hätte eher mal einen LG mit dem Panasonic vergleichen sollen.

 
von Daniel
am 12. März 2012, 13:03 Uhr
Das *SIND* Interlace-Streifen!

Ähm, wie kann es sein, dass bei dem Screenshot zeitlich nicht zusammengehörende Linien zu sehen sind?

Entweder baut der komische Vizio-TV (wie erwähnt in D nichtmal erhältlich und bis eben nie was von gehört) da ganz große Sch***, indem er nicht zusammengehörende Bilder für jedes Auge zeitgleich darstellt oder der Screnshot ist falsch erstellt worden oder falsch erklärt.

Es kann und darf höchstens jede zweite Zeile fehlen, aber doch nie jede zweite Zeile versetzt sein!

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