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23. Mai 2012
25. September 2009 | 17:40 Uhr

DVB-T-Antennen im Eigenbau: bester Empfang dank Reflektor

von Pascal Poschenrieder
DVB-T-Antennen im Eigenbau: bester Empfang dank Reflektor

Das digitale Antennenfernsehen DVB-T sorgt für gute Bildqualität - vorausgesetzt, der Empfang stimmt. Denn in der Praxis liefern Kaufantennen häufig zu geringe Signalstärken. Wir haben bereits drei DVB-T-Antennen selbst gebaut, die für deutlich bessere Ergebnisse sorgen. Nun haben wir ein weiteres Modell gefertig, das alle anderen Lösungen in den Schatten stellt. Zudem beantworten wir Fragen, die sich seit unserem ersten Eigenbau ergeben haben.

Die mit DVB-T-Empfängern mitgelieferten Antennen bieten häufig keinen Empfang. Wer dann im Elektronikladen an der Ecke viel Geld für eine aktive Lösung ausgibt, ist nach den ersten Tests oft ebenfalls enttäuscht: Ein paar Programme funktionieren zwar mit leichten Aussetzern, andere kommen aber überhaupt nicht herein. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen, von der Region abhängigen Sendefrequenzen von DVB-T. Ist die gekaufte Antenne nicht zufällig auf die passenden Frequenzen abgestimmt, bleibt der Fernsehschirm schwarz. Die Lösung sind selbst gebaute Antennen mit passend berechneten Längen. Wir haben bereits drei davon gebaut.

Unsere Eigenbau-Antennen

Unsere erste Antenne zum Nachbauen ist eine einfache Dipol-Lösung. Sie besteht aus einem alten Antennenkabel, von dem wir lediglich ein Teil der Isolation entfernt haben. Bereits kurz nach der Veröffentlichung unserer Bauanleitung im Internet, erhielten wir eine große Resonanz von unseren Lesern. Der Grund: Die Antenne funktioniert trotz minimalem Bastelaufwand und minimaler Verstärkungsleistung bereits besser als die meisten im Handel erhältlichen Lösungen. Das liegt an der idealen Anpassung für die jeweilige Region: Je nach Standort und der dortigen Sendefrequenzen ist sie länger oder kürzer.


Die einfach Dipol-Antenne ist sehr simpel anzufertigen.

Wir haben weiter experimentiert, und mit der Doppelquad-Antenne einen noch besseren Empfänger gebaut. Die Doppelquad-Eigenbauantenne besteht aus vier schräg übereinander angeordneten Halbwellendipolen aus Kupferdraht. Ihre Form gleicht zwei um 45 Grad gedrehten und übereinander angeordneten Quadraten - also fast dem bayerischen Wappen. In der Mitte ist das Antennenkabel angelötet. Das Ergebnis ist eine Antenne mit rund 8 dB Verstärkungsleistung.


Die Doppelquad-Antenne bietet ausgezeichneten Empfang.

Um noch besseren Empfang zu ermöglichen, haben wir die einfache Doppelquad-Antenne zu einem Multi-Doppelquad-Empfänger weiterentwickelt. Dieser besteht aus vielen Doppelquads, wobei nicht nur die ganze Antenne auf den Durchschnitt aller in der Region verfügbaren Frequenz, sondern jeder Doppelquad auf einen ganz bestimmten Kanal abgestimmt ist.


Für Regionen mit sehr weit voneinander entfernten Sendefrequenzen eignet sich die Multi-Doppelquad-Antenne.

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Leserkommentare (406)

 
von Alois
am 26. September 2009, 14:30 Uhr
Antennenverstärker Kondensator

Hallo,

muss der Kondensator beim Einsatz eines Antennenverstärkers parallel oder in Reihe mit dem Innenleiter geschaltet werden?

 
von Pascal Poschenrieder
am 28. September 2009, 10:53 Uhr
Re: Antennenverstärker Kondensator

Hallo Alois,

der Kondensator muss in Reihe geschaltet werden. Er soll die Leitung elektrisch trennen um einen Kurzschluss zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Ralf
am 6. Oktober 2009, 12:15 Uhr
Ausrichtung

Liebes CNET.de-Team,

ich hätte eine Frage zur Ausrichtung der Antenne. im Artikel steht: "Die Antenne sollte immer in Richtung des Senders zeigen", wie ist das gemeint?

Soll die "Fläche" der zwei Quadrate oder eine Spitze oder die Seite (zwei Spitzen) in Richtung des Sendemasten zeigen?

In meinem Fall steht bei der Ausrichtung der Antenne (lt. www.dvb-t.at/...) noch "Horizontal", worauf muss ich da achten?

 
von Pascal Poschenrieder
am 7. Oktober 2009, 10:54 Uhr
Re: Ausrichtung

Hallo Ralf,

in diesem Fall sollte der Sender die Antenne folgendermaßen sehen:

Sie sollte also liegend mit der Fläche der Quadrate zum Sender hin montiert werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Martin
am 1. Juli 2010, 03:34 Uhr
AW: Re: Ausrichtung

Für mich ist "liegend" und mit der "Fläche der Quadrate" ein Widerspruch. Wäre vielleicht eine Zeichnung möglich ?

Danke Martin

 
von Pascal Poschenrieder
am 1. Juli 2010, 12:55 Uhr
AW: AW: Re: Ausrichtung

Hallo Martin,

das folgende Bild, zeigt die korrekte Ausrichtung: www.cnet.de/...

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Ringie
am 10. Oktober 2009, 14:58 Uhr
ohne löten

hi,

da ich keinen lötkolben habe, hab ichs einfach ohne gemacht. Habe also die Drähte verwickelt. Habe nun auf den meistens frequenzen 80-100% und die anderen kann ich auch noch fehlerfrei gucken außer WDR :) Dabei habe ich die antenne unterm Tisch versteckt.

 
von wolfgang
am 10. Oktober 2009, 20:44 Uhr
Kondensator

liebes Cnet.de Team,

mein LCD Fernseher hat schon einen integrierten dvb-t Empfänger. Brauche ich den Kondensator in der Antenne ?

Grüße, Wolfgang

 
von Peter
am 12. Oktober 2009, 07:15 Uhr
Reflektorgröße

Moin Pascal,

bin begeistert. Hatte mich mit Antennentechnik noch nicht weiter beschäftigt.

Kann ich die Quads denn auch übereinander positionieren, um die Größe des Reflektors zu verkleinern? Ich bin dabei eine Multiquad zu bauen. In Dresden wird allerdings nur öffentl.-rechtl. gesendet, da wollte ich versuchen Berlin zu empfangen. Das ist ca. 170 km Luftlinie, allerdings manche Frequenzen nur mit 20 kw Leistung.

PS: vielleicht könnte man die Bauanleitung noch verfeinern, Beispielbilder für die Positionierung (vert.-horiz.), die Montage des Kondensators. Habe bei anderen Kommentaren bemerkt, dass da viele Probleme haben.

Wenn ich fertig bin (kann aber etwas dauern) melde ich mich wieder ob es funktioniert hat, bei Bedarf kann ich ja noch Bilder schicken.

Danke für die gute Anleitung (und eine Antwort).

Viele Grüße Peter

(09629)

 
von Pascal Poschenrieder
am 12. Oktober 2009, 10:46 Uhr
Re: Kondensator

Hallo Wolfgang,

das hängt davon ab, ob der Fernseher einen integrierten Antennenverstärker besitzt. Ich würde sicherheitshalber einen Kondensator einbauen. Er schadet nicht und schützt die Elektronik des TVs.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von mgbd397
am 14. Oktober 2010, 23:27 Uhr
AW: Re: Kondensator

Hallo,

ist das mit den 500 V bei dem Kondensator richtig oder ein Schreibfehler?

Im örtlichen Laden in Karlsruhe bekomme ich nur welche mit 50 V Spannungsfestigkeit (oder mit 3 kV).

Nun frage ich mich, wozu braucht man 500 V?

Viele Grüße

und vielen Dank

Günther

 
von Pascal Poschenrieder
am 17. Oktober 2010, 22:19 Uhr
AW: AW: Re: Kondensator

Hallo,

die 500 Volt beim Kondensator sind kein Schreibfehler. Der Wert ist frequenzabhängig und für DVB-T optimiert. Im Internet bekommt man derartige Kondensatoren problemlos.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Pascal Poschenrieder
am 12. Oktober 2009, 10:49 Uhr
Re: Reflektorgröße

Hallo Peter,

es ist möglich, die Quads übereinander zu positionieren. Allerdings muss bei jedem Quad der Abstand zum Reflektor exakt stimmen.

Wir planen bereits eine weitere Anleitung zum Bau eines Antennenverstärkers. Dort werden wir näher auf Dinge wie den Kondensator und die Ausrichtung eingehen.

Über Bilder ihres Baus würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Peter
am 12. Oktober 2009, 11:35 Uhr
Kondensator

Hallo Wolfgang,

ich habe ebenfalls den Empfänger integriert (Samsung LE 40A 789). Konnte nirgends nachlesen ob der Receiver / Tuner ein aktiver ist. Also habe ich ein Antennenkabel am Fernseher eingesteckt und am anderen Ende mit einem Messgerät die Spannung gemessen. Die war Null, also ist das ein Passiver. Ich denke, dass die Spannung 5 V sein müsste. Die sollte es dann doch anzeigen.

Ohne Gewähr,

Grüße Peter

 
von Thomas Ott
am 13. Oktober 2009, 10:50 Uhr
Reflektormaterial

Ist es auch möglich die günstigere Alufolie als Reflektor zu nehmen

Gruß

Tom

 
von Pascal Poschenrieder
am 13. Oktober 2009, 14:31 Uhr
Re: Reflektormaterial

Hallo Thomas,

das ist auch möglich. Allerdings wird die Konstruktion so schnell instabil.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Cord
am 13. Oktober 2009, 21:56 Uhr
Welcher Sender

Hallo, VIELEN DANK für diese Anleitung!

Ich möchte mir gern eine Doppelquad mit Reflektor bauen, da in Aachen kein privater Sender zu empfangen ist. Sollte ich den etwas näheren Sender in Köln mit 20kW anpeilen oder besser Düsseldorf, der 10-20 km weiter ist, dafür aber stärker sendet mit 50kW?

Vielen Dank für die Antwort

Gruß

Cord

 
von Pascal Poschenrieder
am 14. Oktober 2009, 10:41 Uhr
Re: Welcher Sender

Hallo Cord,

das ist eine schwierige Frage. Es hängt stark davon ab, ob Häuser, Berge oder ähnliche Hindernisse zwischen Ihrem Empfangsort und dem Sender liegen. Wenn die Sicht auf Düsseldorf frei ist, würde ich diesen stärkeren Sender anpeilen. Beide sind ja in etwa gleich weit von Ihrem Standort entfernt.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Erich
am 14. Oktober 2009, 10:48 Uhr
Kondensator

Hallo Herr Poschenrieder,

habe handwerklich kein Problem, bin aber kein Elektroniker. Wäre eine Skizze möglich wie der Kondensator angelötet werden muß?

habe an meiner alten Dachantenne 4 Fernseher angeschlossen. Kann ich beim Eingang meiner alten Antenne die selbst gebaute Antenne vor dem Verstärker anschließen?

Besten Dank und Gruß

Erich Lotz

 
von Cord
am 14. Oktober 2009, 15:19 Uhr
Nochmal Vielen Dank! ;)

So, meine Frage hat sich erübrigt, denn ich war zu gespannt auf das Ergebnis und einfach mal drauflosgebaut. Antenne hängt am Dach mit 25 Meter Kabel und ich bekomme nun 80 Sender statt der zehn zuvor.

Nochmals herzlichen Dank für diese super Anleitung!

Grüße

Cord

 
von Thomas
am 15. Oktober 2009, 14:51 Uhr
Kondensator + Blech

Hallo,

erstmal vielen Dank für die bisherigen Anleitungen!

Nachdem ich nun jede Version der Antenne gebaut habe wollte ich mich heute auch mal an die Über-Version der Antenne begeben. Da bei uns in der nähe keine Alubleche in solch kleinen Maßen zu bekommen sind, wollte ich nachfragen, ob es explizit Alu sein muss oder ob auch ein anderes Blech (bspw. aus einem PC-Gehäuse) mit der geforderten Dicke sein kann? Ferner würde mich interessieren, ob es ein Keramikkondensator oder auch eine Alternative (einfache Folienkondensator, etc.) sein kann?

Vielen Dank,

Thomas

 
von Horst LOTTERHOß
am 15. Oktober 2009, 20:37 Uhr
Antenne für Funkmikrofone

Hallo,

kann ich die Antenne auch für einen Funkmikrofonempfänger zB Sennheiser ew 100

im D-Band 786000 - 822000 MHz verwenden?

Grüße

 
von Pascal Poschenrieder
am 16. Oktober 2009, 11:04 Uhr
Re: Antenne für Funkmikrofone

Hallo Horst,

sie können die Antenne verwenden, müssen sie allerdings auf die Frequenzen des Sennheiser EW100 anpassen. Diese liegen übrigens nicht im D-Band (110–170 GHz), sondern im UHF-Band. Der Bereich Ihres Geräts liegt nicht zwischen 786000 und 822000 MHz, sondern zwischen 786000 und 822000 Hz, also 768 und 822 MHz (siehe www.sennheiser.com/...). Geben Sie diese Frequenzen einfach in das Rechentool ein, und Sie erhalten die Daten für ihre Antenne.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Pascal Poschenrieder
am 16. Oktober 2009, 11:09 Uhr
Re: Kondensator + Blech

Hallo Thomas,

Sie können auch ein anderes Blech verwenden. Falls die Antenne dann aus irgend einem Grund nicht so gut funktionieren sollte, können Sie es ja immer noch austauschen. Der Kondensator muss ein Keramikkondensator sein, dass dieser im Gegensatz zu Folienkondensatoren (Elkos) keine Polung besitzt. Somit ist dann auch ein Verpolen nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von pupi
am 5. Juli 2010, 12:42 Uhr
AW: Re: Kondensator + Blech

das ist leider keine antwort

aberne frage welche bvb-t fryquenz ist in lauchhammer

 
von Pascal Poschenrieder
am 5. Juli 2010, 16:33 Uhr
AW: AW: Re: Kondensator + Blech

Hallo,

habe ich etwa einen Aspekt vergessen? Ich würde mich um Klärung freuen.

Die DVB-T-Frequenzen finden Sie in der Frequenzlist von ueberallfernsehen.de: ueberallfernsehen.de/...

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Peter Sepp
am 26. April 2012, 21:14 Uhr
Kondensator + Blech Sendefrequenzen Schweiz

Hallo Herr Poschenrieder

Finde Ihre Anleitung und Kommentare präzise. Respekt! Können Sie mir helfen? Ich wohne nördlich Lörrach, will DVB-T Schweiz (SF1+2) empfangen, finde aber nur eine Sendefrequenzangabe (554MHz, Chrischona). Kennen Sie die max/min-Werte? Vielen Dank....... P.Sepp

 
von Gerd Walter
am 30. Januar 2012, 10:19 Uhr
AW: Re: Kondensator + Blech

Es nicht richtig, dass Folienkondensatoren immer ElKos sind. Folienkondensatoren sind aber immer gewickelt und diese Wicklung stellt eine (serielle) Induktivität dar, die bei hohen Frequenzen vermieden werden muss. Deshalb sind keramische Kondensatoren zu empfehlen.

Gruß Gerd Walter

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